Geheime Rauswurf-Klausel in Nagelsmanns Vertrag? Tuchel sitzt ihm schon im Nacken
VonMarius Epp
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Julian Nagelsmann gerät nach dem schlechtesten Saisonstart seit zwölf Jahren zunehmend unter Druck. Der Name Thomas Tuchel geistert durch die Medien.
München - „Ich verspüre wenig Druck von außen. Es geht ja im Fußball nicht um Leben und Tod. Wenn ich irgendwann mal entlassen werde, werde ich entlassen – da habe ich keine große Angst vor“, sagte Julian Nagelsmann vor der Saison unbekümmert, leicht und locker. Sieben Spieltage später fragt man sich: Wo ist dieser Nagelsmann geblieben?
Der Trainer des FC Bayern besitzt normalerweise das seltene Talent, alles und jeden souverän abzumoderieren und gleichzeitig sympathisch zu wirken. Zuletzt wirkt er oft dünnhäutig und reagiert auf Fragen ungewohnt flapsig und gereizt. Auch ein Trainer kann wohl nicht immer in (rhetorischer) Topform sein.
Julian Nagelsmann unter Druck - Kahn stellt sich hinter ihn
Nagelsmann lernt nach dem Champions-League-Aus gegen Villarreal zum zweiten Mal die ungemütliche Seite eines Trainerjobs beim FC Bayern kennen. Die Ergebniskrise in der Bundesliga geht nicht spurlos an ihm vorbei.
FC Bayern: Nagelsmann hat Rauswurf-Klausel im Vertrag
Sollte dieser Fall trotzdem eintreten, befindet sich in Nagelsmanns Vertrag eine „Rauswurf-Klausel“, wie die Bild erfahren haben will. Nach dem zweiten Vertragsjahr, also Ende dieser Saison, greifen dem Bericht zufolge im Falle einer Trennung festgelegte Abfindungen. Diese sollen gestaffelt sein und mit jedem Vertragsjahr geringer ausfallen.
Vor dem Ende des zweiten Jahres ist die Abfindung offenbar verhandelbar, eine Kündigung könnte für den Verein also teuer werden. Nicht zu vergessen: Schon für Nagelsmanns Ablöse hatte der FC Bayern eine Menge Geld nach Leipzig überwiesen (rund 25 Millionen).
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Tuchel sitzt Nagelsmann bei Bayern schon im Nacken
Durch die Medien geistert bereits der Name von Thomas Tuchel, der Nagelsmann bei einer Entlassung beerben könnte. An ihm war der Rekordmeister schon einmal interessiert, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic wollten ihn 2018 verpflichten, nur Uli Hoeneß stellte sich dem Vernehmen nach dagegen und sprach sich für Niko Kovac aus.
Tuchel brachte Nagelsmann beim FC Augsburg einst zum Trainerjob, war dessen Mentor. „Ich bin über die Sportplätze getingelt mit dem Camcorder, habe gefilmt und gleichzeitig aufgeschrieben“, erzählte Nagelsmann kürzlich. „Ich habe aufgeschrieben, was die Gegner machen, versucht es ein bisschen darzustellen und dem Thomas zu erklären.“ Der 49-Jährige wäre frei - beim FC Chelsea wurde er vom neuen US-Besitzer Todd Boehly überraschend entlassen. (epp)