Bayern-Boss wiederholt scharfe Kritik an Hamann: Bleibt „ein Tinnitus“
VonPeter Grad
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FCB-Sportvorstand Max Eberl äußert sich in einem Interview über sein eigenes Verhalten gegenüber den Medien. Eine Person pickt er sich dabei heraus.
München - Max Eberl hat auch zukünftig weiterhin vor, sich und den FC Bayern vehement gegen mediale Kritik verteidigen. Nach dem Motto „wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“ könnte sein Tonfall dabei gegenüber einigen Pressevertretern durchaus rauer ausfallen, wie der 52-Jährige im Interview mit 11 Freunde erklärt.
„Meine Mannschaft und das, was wir tun, habe ich immer geschützt, wenn ich Kritik für unberechtigt hielt”, so der Bayernboss, und ergänzt: „Wenn ich Ihre Kollegen angehe, ist das nichts Persönliches, sondern ich verteidige aus der Emotion heraus den Verein und unseren Weg, weil ich weiß, dass wir unsere Entscheidungen aus guten Gründen getroffen haben.“
Chefkritiker Hamann muss „auch mal einstecken können“
Einer, der mit seinen Behauptungen bei der gesamten Bayern-Familie häufig für Verärgerung und heftiges Kopfschütteln sorgt, ist Didi Hamann. Der Sky-Experte und Ex-Profi des Rekordmeisters „ist wie ein Tinnitus. Der kommt alle drei Tage hoch“, hatte Eberl vor fast genau einem Jahr über diesen geschimpft.
Diese wenig schmeichelhafte Meinung zu seinem gleichaltrigen früheren Mannschaftskameraden hat sich bei Eberl nicht geändert: „Didi kenne ich, seit wir mit 15 Jahren beim FC Bayern die harte Schule von Hermann Gerland erleben durften. Er versucht ständig, uns an den Pranger zu stellen, dann muss er auch mal einstecken können.“
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Erst am Wochenende hat sich Hamann erneut abfällig zu den Planungen an der Säbener Straße, mit dem sich in der Form seines Lebens befindlichen Harry Kane zu verlängern, geäußert: „Das ist ja ein Irrsinn. Der ist ja 34, wenn sein Vertrag ausläuft. Du kannst ja jetzt noch nicht einen Vertrag verlängern, der noch 20 Monate läuft“, so der 52-Jährige bei Sky90, und legte nach: „Du weißt ja gar nicht, was 2027 ist. Es wäre allein schon Wahnsinn, darüber nachzudenken, bei einem Spieler, der bei Ablauf des Vertrags 34 ist, den Vertrag zu verlängern.“
Hamanns Ausführungen endeten mit einer mehr als fragwürdigen Forderung an Kane selbst: „Er spielt überragend, keine Frage. Aber die Bundesliga ist kein Maßstab. Er muss das gegen die absoluten Top-Teams wie Arsenal oder PSG in der Champions League zeigen.“ Das kollektive Kopfschütteln an der Säbener Straße als Reaktion war fast schon spürbar.