VonPeter Gradschließen
Der FC Bayern verteidigt im Bundesliga-Spitzenspiel in Leverkusen den Acht-Punkte-Vorsprung, beweist, dass er selbst auch erfolgreich verteidigen kann, wird dafür aber von der Presse teilweise harsch kritisiert.
Leverkusen/München – Die beiden Bundesliga-Topspiele zwischen dem Rekordmeister aus München und dem amtierenden Champion Bayer Leverkusen hatten in dieser Saison eine Gemeinsamkeit: Beide Male war die Heimmannschaft klar überlegen und hätte die Partie (deutlich) für sich entscheiden können, wenn nicht müssen. Beide Spiele endeten jedoch unentschieden: 1:1 in München und nun 0:0 in Leverkusen.
Dabei waren die Statistiken im September-Heimspiel des FC Bayern sogar noch klarer als bei der Partie in der BayArena: 69:31 Prozent Ballbesitz FCB - 18:3 Schüsse (2:0 Aluminium) - 6:1 Ecken - 55:45 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Zum Vergleich die Leverkusener Bilanz beim aktuellen 0:0: 56:44 % - 15:2 (2:0) - 6:0 - 47:53%.
Auch Kompanys Bayern „können destruktiv“
War schon Leverkusens Bollwerk in München eine taktische Überraschung gewesen, hätte wohl niemand gedacht, dass sich der stets spieldominante FCB beim Rückspiel quasi dafür revanchieren würde. Während allerdings Xabi Alonso für die destruktive Spielweise seiner Werkself im September 2024 noch Lob für eine „meisterliche Taktik“ erhalten hatte, flogen FCB-Coach Vincent Kompany die Kritiken nach dem „0:0-Sieg“ nur so um die Ohren.
Die SportBild recherchierte dazu, dass der Rekordmeister „erstmals seit Erfassung von Torschüssen im Jahr 1992 und über 1.100 Spielen (!) (...) in einer Hälfte ohne Torschuss“ blieb. Weil bei Harry Kanes Kopfballchance in der ersten Halbzeit auf Abseits entschieden wurde, war sein Schuss in Minute 73 der erste statistisch gewertete. Für das Boulevardmagazin „historisch harmlos.“
Die zum Teil harsche Kritik an der Münchner Taktik ist wohl nicht zuletzt auch der frustrierten Erkenntnis in Fußball-Deutschland geschuldet, dass noch nie eine Mannschaft einen Acht-Punkte-Vorsprung nach 22 BL-Spieltagen verspielt hat. Eine Vorentscheidung im Titelkampf scheint gefallen zu sein.
Die Pressestimmen
Sport1: „Abwehrschlacht! Bayern-Plan geht auf. Viele intensive Duelle, wenig magische Momente: In einem insgesamt hitzigen Bundesliga-Topspiel hat Spitzenreiter FC Bayern München Verfolger und Titelverteidiger Bayer Leverkusen mit 0:0 in Schach gehalten und den Acht-Punkte-Vorsprung in der Tabelle mit einer wahren Abwehrschlacht verteidigt. Im Kampf um die Meisterschaft hilft der Punktgewinn den Münchnern mehr als den Leverkusenern.
Frankfurter Allgemeine: „Bayer Leverkusen lässt gegen Bayern München etliche Chancen ungenutzt und schafft so nur ein Remis. Die Münchner taumeln, aber fallen nicht. Als die Partie zu Ende war, hatten die Bayern 0:0 gewonnen, denn der Acht-Punkte-Vorsprung bleibt bestehen.“
Kicker: „Beim Gipfeltreffen der Bundesliga zeigte nur eine Mannschaft eine Top-Leistung. Bayer Leverkusen dominierte die Münchner über nahezu das gesamte Spiel, verpasste es aber, sich dafür zu belohnen. So entführte Bayern auch ohne einen Schuss auf das Tor einen Zähler.“
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SportBild: „Leverkusen dominiert historisch harmlose Bayern. Der Liga-Kracher zwischen Bayern und Leverkusen endet torlos 0:0. Damit bleibt alles beim alten. Der Rekordmeister liegt weiter acht Punkte vor Titelverteidiger Bayer. Bayern ist 12 Spieltage vor Schluss schon so gut wie Deutscher Meister. In der Historie wurde ein derartiger Rückstand zu diesem Zeitpunkt in der Saison noch nie aufgeholt.“
Süddeutsche Zeitung: „Der FC Bayern ist gegen Bayer Leverkusen so harmlos wie selten zuvor in seiner ruhmreichen Geschichte. Doch das aus Münchner Sicht glückliche 0:0 sichert den Acht-Punkte-Vorsprung – und womöglich die Meisterschaft.“
Eurosport: „Der FC Bayern München hat im Top-Spiel des 22. Bundesliga-Spieltags bei Meister Bayer 04 Leverkusen 0:0 gespielt und damit den Vorsprung an der Tabellenspitze gewahrt. Die Münchner mussten sich dabei eines Sturmlaufs der Mannschaft von Trainer Xabi Alonso erwehren und kamen selbst zu keiner Torchance. Der Rekordmeister ist damit seit sechs Pflichtspielen sieglos gegen Leverkusen.“
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