Sportdirektor Hardung exklusiv

Toptalent beeindruckt: Das ist der Plan der Eintracht

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Paxten Aaronson hat sich beim FC Utrecht als einer der besten Spieler der Niederlande etabliert. Eintracht Frankfurt freut sich auf den Rückkehrer.

Frankfurt – Der Transfer von Paxten Aaronson zu Eintracht Frankfurt steht in enger Verbindung mit Sportdirektor Timmo Hardung. Er hatte diesen Deal des US-Boys vorangetrieben und die entscheidenden Gespräche geführt. Die Frankfurter ließen sich Aaronson vor etwas mehr als zwei Jahren knapp vier Millionen kosten. Allerdings war nach knapp zwölf Monaten absehbar, dass er bei der Eintracht zunächst nicht mehr vorankommt.

Er soll ab Sommer zu uns stoßen. Wir finden ihn weiterhin sehr spannend und würden deshalb gerne sehen, wie er sich bei uns weiterentwickelt.

Sportdirektor Timmo Hardung über Paxten Aaronson

Eintracht-Sportdirektor lobt Aaronson

Nach einem halben Jahr bei Absteiger Vitesse Arnheim folgte der Schritt zum FC Utrecht. Der 21-Jährige blühte im Herzen der Niederlande auf und entpuppte sich als wichtiger Faktor für den aktuellen Sprung auf Rang drei. Er steuerte bisher sechs Treffer und zwei Vorlagen zu diesem Erfolg bei.

Paxten Aaronson weiß in Utrecht zu gefallen

Hardung freut diese Entwicklung ungemein. Der Sportdirektor sagte exklusiv im Gespräch mit Absolut Fußball, dem Fußballportal von Home of Sports: „Utrecht ist ein Traditionsverein in den Niederlanden und für Paxten der richtige Leih-Klub zum richtigen Zeitpunkt. Der Werdegang des Klubs in dieser Saison ist sicher eine kleine Überraschung. Paxten hat mit Toren und Vorlagen seinen Anteil am Erfolg.“

Bemerkenswert ist die Flexibilität des Mittelfeldspielers, der im Gespräch mit Eintracht TV erklärte: „Ich habe im Laufe der Zeit vorne überall gespielt. Der Trainer hat mich schon auf dem linken Flügel, als Stürmer und später in der Mitte eingesetzt.“ Im Zentrum fühlt sich Aaronson allerdings am wohlsten: „Es ist schön, flexibel zu sein. Allerdings spiele ich am liebsten auf der Sechs oder Acht.“

Eintracht will bei Aaronson genau hinsehen

Eintracht-Sportdirektor Hardung analysierte treffend: „Er ist von seiner Positionierung her etwas nach hinten auf die Acht gerutscht und schwimmt zwischen dieser und der Zehnerposition. Paxten hat sich in seinem Zweikampfverhalten deutlich verbessert, seine Werte sind sehr gut.“

100 Jahre Waldstadion: Eine Zeitreise in Bildern durch die Frankfurter Arena – Von Ali bis CR7

Seit 2021 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park.
Seit 2020 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park. © Boris Roessler/dpa
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926.
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926. © dpa/Archiv
Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Nach den dunklen 30er- und 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts unter der NS-Herrschaft, brachte auch der Sport den Menschen wieder Freude. Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.  © dpa/Archiv
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion.
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion. © dpa/Archiv
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O.
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O. © Willi Gutberlet/dpa
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel.
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel. © Karl Schnörrer/dpa
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974.
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974. © Karl Schnörrer/dpa
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet.
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet. © Istvan Bajzat/dpa
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich.
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich. © dpa
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach.
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach. © Roland Witschel/dpa
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion.
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion. © Frank Kleefeldt/dpa
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy.
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy. © Oliver Stratmann/dpa
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen.
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen. © Oliver Berg/dpa
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen.
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen. © Arne Dedert/dpa
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001.
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001. © Frank May/dpa
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen.
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen. © Arne Dedert
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005.
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005. © Arne Dedert/dpa
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12.
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12. © Arne Dedert/dpa
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München.
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München. © Oliver Weiken/dpa
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena.
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena. © Boris Roessler/dpa
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion.
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion. © Bernd Weißbrod/dpa
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi.
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion gegen die Niederlande. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi. © Bernd Weissbrod/dpa
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen.
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen. © Frank Kleefeldt/dpa
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball.
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball. © Bernd Weissbrod/dpa
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt.
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt. © Torsten Silz/dpa
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte.
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte. © Torsten Silz/dpa
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast.
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast. © Andreas Arnold/dpa

Der Nationalspieler hat dadurch wichtige Eigenschaften zu seinem Portfolio hinzugefügt: „Er ist für Utrecht an entscheidenden Situationen beteiligt und hat auch in puncto Balleroberung einen Schritt nach vorne gemacht. Wir freuen uns, dass er sich so gut entwickelt. Davon profitieren alle Seiten.“

Aaronson jedenfalls hat die Leihe genutzt, um Marktwert aufzubauen und viel Selbstvertrauen zu tanken. „Wir bekommen mit Paxten einen Spieler zurück, der viele Einsätze in einer ambitionierten europäischen Liga verzeichnen kann“, so Hardung, der den klaren Plan mit ihm verriet: „Er soll ab Sommer zu uns stoßen. Wir finden ihn weiterhin sehr spannend und würden deshalb gerne sehen, wie er sich bei uns weiterentwickelt.“

Gibt es im Sommer Bewegung im Eintracht-Zentrum?

Im Zentrum der Eintracht könnte es in der kommenden Transferperiode Bewegung geben. Hugo Larsson ist ins Blickfeld größerer Klubs gerutscht, Mario Götze befindet sich auf der Zielgeraden seiner Karriere. Da Aaronson auf der Sechs, Acht und Zehn agieren kann, gibt es durchaus Raum für Einsatzmöglichkeiten.

Der Konkurrenzkampf ist natürlich gewaltig, wie Hardung skizzierte: „Sicherlich haben wir in Frankfurt einen stärkeren Kader und die beiden Ligen sind qualitativ schwer miteinander zu vergleichen. Aber wir werden Paxten zur Eintracht zurückholen und sehen, wie er sich ins Team eingliedern wird.“ Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, dass der bis 2028 an gebundene Aaronson seinen 22 Pflichtspielen für die Eintracht weitere hinzufügen kann.

Rubriklistenbild: © IMAGO/FC Utrecht v NEC Nijmegen

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