Rekord-Torjäger

Ranking: Die zehn torgefährlichsten Spieler des FC Bayern – Lösung für die Stürmer-Frage?

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Rekord-Torjäger sind gefragt beim FC Bayern – aktuell mehr als je zu vor. Ein Blick aufs Ranking verrät, welche Stürmer-Stars beim Rekordmeister am erfolgreichsten waren.

München – Die Diskussionen um den fehlenden Neuner beim FC Bayern nehmen gerade wieder Fahrt auf. Verpflichtet der Rekordmeister in der nächsten Transferperiode einen neuen Stürmer? Anders als erhofft konnte Neuzugang Sadio Mané die Tormaschine Robert Lewandowski nicht ersetzen. Magere sieben Tore gehen auf sein Konto. Umso spannender ist es, in die Historie des FC Bayern zu blicken: Wer waren eigentlich in der Vergangenheit die torgefährlichsten Stürmer der Mannschaft? Wir verraten es in unserem Ranking. Dabei fällt eines auf: Ein Stürmer-Star befindet sich nach wie vor in den Reihen der Münchner.

Platz 10 – 6: Alte Bekannte und ewige Helden

Platz 10: Dieter Brenninger (137 Tore)

Von 1962 bis 1971 absolvierte „Mucki“ Brenninger 276 Spiele für die Bayern und prägte die erste große Ära des FC Bayern. Trotz überragender Torerfolge blieb ihm die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft verwehrt. Brenninger beendete seine Karriere nicht beim Rekordmeister, sondern dort, wo er sie auch begann: bei der SpVgg Altenerding.

Platz 9: Giovane Elber (139 Tore)

Der Brasilianer spielte von 1997 bis 2003 für den FC Bayern und war ein absoluter Fan-Liebling. In seiner letzten Saison schaffte er 21 Treffer und krönte seinen Abgang mit dem Titel als bester Bundesliga-Torjäger. Mit den Münchnern gewann er viermal die Meisterschaft, dreimal den DFB-Pokal, zweimal den Weltpokal und einmal die Champions League.

Platz 8: Arjen Robben (144 Tore)

Kaum einer prägte den FC Bayern in diesem Jahrhundert so sehr wie Arjen Robben. Von 2009 bis 2019 lief der Niederländer im roten Trikot auf und gewann zahlreiche Titel mit dem Klub. In Erinnerung bleibt vor allem sein entscheidender Treffer im Champions-League-Finale 2013. 2021 musste er seine Fußball-Karriere beenden und ist heute als Marathon-Läufer aktiv.

Platz 7: Dieter Hoeneß (145 Tore)

Der Bruder von FC-Bayern-Legende Uli Hoeneß stand von 1979 bis 1987 für den FC Bayern auf dem Platz. Unvergessen, wie er schwer lädiert mit Kopfverband im DFB-Pokalfinale per Kopfball das 4:2 erzielte. Diese Szene steht heute noch sinnbildlich für den Siegeswillen des Rekordmeisters.

Platz 6: Roland Wohlfarth (156 Tore)

„Der vergessene Bayern-Star“ wird Roland Wohlfahrt oft genannt: Er wurde fünfmal hintereinander Deutscher Meister und galt als einer der beständigsten Torjäger seiner Zeit. 1989 und 1991 war er Torschützenkönig der Bundesliga. Dennoch ist er bei weitem nicht so bekannt wie Müller, Beckenbauer und Co..

Platz 5 bis 1: Ein abgewanderter Held und ein kongeniales Duo

Platz 5: Karl-Heinz Rummenigge (156 Tore)

Beim Wechsel zum FC Bayern 1974 war Karl-Heinz Rummenigge noch skeptisch: Der Klub hatte dreimal hintereinander die deutsche Meisterschaft gewonnen, wie sollte er als Jungspund von Borussia Lippstadt da mithalten können? Konnte er, ganz offensichtlich: Er wurde selbst zweimal Meister mit den Bayern und 1980 Fußballer des Jahres in Deutschland. Und kam nach seiner aktiven Karriere als Vorstandsvorsitzender zum Rekordmeister zurück.

Platz 4: Rainer Ohlhauser (223 Tore)

Rainer Ohlhauser kann ein besonderes historisches Ereignis für sich verbuchen: Er schoss das erste Bundesliga-Tor des FC Bayern, am 21. August 1965 im Match gegen Eintracht Frankfurt. Von 1961 bis 1970 spielte er in München – und arbeitete anfangs noch nebenbei als Stahlbauschlosser. Mit Gerd Müller bildete Ohlhauser ein kongeniales Duo, zusammen brachten sie den FC Bayern in die Bundesliga.

Der Bayern-Spieler Thomas Müller im Heimtrikot der Männer für die Saison 2023/24.

Platz 3: Thomas Müller (235 Tore)

Während die Fans und Medien über seinen Abgang unken, macht Thomas Müller einfach weiter wie vorher und jagt Rekorde beim FC Bayern: elf Meistertitel, 440 Bundesliga-Spiele und 235 Tore kann er bereits verbuchen (Stand: 19. Mai 2023). Es bleibt spannend, wie seine Karriere unter Trainer Thomas Tuchel weiter verlaufen wird. Die Statistik beantwortet die Stürmer-Frage des FC Bayern jedenfalls eindeutig.

Platz 2: Robert Lewandowski (344 Tore)

Der FIFA-Weltfußballer der Jahre 2020 und 2021 bereitete den Vorständen mit seinem Abgang im Sommer 2022 Kopfzerbrechen: Wer sollte Robert Lewandowski ersetzen? Mit 344 Toren zwischen 2014 und 2022 erreicht er die sagenhafte Quote von fast einem Tor pro Spiel. In seinem ersten Champions-League-Spiel für den FC Barcelona traf er dreimal und wurde so zum ersten Spieler, der für drei Vereine einen „Dreierpack“ erzielte.

Platz 1: Gerd Müller (568 Tore)

Gerd Müller ging als „Bomber der Nation“ in die Geschichte ein: Seine 568 Tore für den FC Bayern sind unerreichter Rekord, ebenso wie seine 365 Treffer in der Bundesliga. Er wurde viermal Deutscher Meister und viermal DFB-Pokalsieger. Bei seinem Tod 2021 trauerte die Fußballwelt laut FCB-Präsident Herbert Hainer um „den größten Stürmer, den es je gegeben hat“.

Rubriklistenbild: © adidas/dpa

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