VonMarius Eppschließen
Deutschlands Ski-Asse bereiten sich auf die neue Saison vor. Dafür sind sie an Orte gereist, die hierzulande die wenigsten kennen dürften.
München – Die Sommer-Sonne verliert an Kraft, der Herbst übernimmt das Kommando: Wo bei so manchem Sonnenanbeter erst einmal Tristesse angesagt ist, frohlocken Wintersport-Fans. Denn die neue Saison rückt immer näher.
Während andere sich ausgeruht haben, bedeutet der Sommer für die Wintersportler harte Arbeit. Im Oktober ist die Grundlage längst gelegt. Es folgt der Feinschliff, um im Winter so erfolgreich wie möglich zu sein. Das gilt auch für die deutschen Ski-alpin-Asse.
Ski-Saison naht – Deutsche Ski-Asse zieht es zum Training in die Ferne
Am 28. Oktober steigt das erste Rennen – traditionell auf dem Rettenbachgletscher in Sölden. Da Schnee in Europa noch Mangelware ist, müssen die Profis auf andere Gebirgszüge zurückgreifen, die die Erde noch zu bieten hat. Um spezifisch trainieren zu können, haben die deutschen Ski-Stars weite Reisen auf sich genommen. Sie haben sich rund um den Globus an Orte verteilt, die den meisten nicht geläufig sein werden.
Gebirge auf der Südhalbkugel bieten sich am besten an, um sich im europäischen Sommer auf die Ski-Saison vorzubereiten. Denn dort verlaufen die Jahreszeiten entgegengesetzt. Thomas Dreßen, Deutschlands bester Abfahrer der vergangenen Jahre, zog es zum Training nach Chile. Seine Abfahrts-Kollegen Andreas Sander, Dominik Schwaiger und Co. hatte er im Gepäck.
„Großartiges Camp“: Ski-Ass Thomas Dreßen grüßt aus Chile
Am Montag postete der Mittenwalder atemberaubende Schnappschüsse aus den Anden. „Es war ein großartiges Camp, ich habe gute Fortschritte gemacht“, lässt er seine Follower wissen. Die Abfahrer trainierten im Skigebiet La Parva in der Nähe der chilenischen Hauptstadt Santiago.
Einige andere Profis aus dem DSV-Team hielten ihr Trainingslager dagegen in Ushuaia ab, der südlichsten Stadt in Argentinien auf den Feuerland-Inseln. Am anderen Ende der Welt also – buchstäblich, denn: Die 75.000-Einwohner-Stadt ist in Argentinien als „fin del mundo“, also „Ende der Welt“ bekannt.
Deutsche Ski-Asse trainieren an entlegenen Orten der Welt
Die deutschen Ski-Frauen gerieten dort in einen Schneesturm. Der schwäbische Profi Anton Grammel postete eine Menge, mitunter lustige Eindrücke bei Instagram:
Auch Abfahrts-Star Kira Weidle weilte in Ushuaia und ließ sich unter anderem beim Kaffee-Trinken fotografieren. Riesenslalom-Spezialist Stefan Luitz verschlug es dagegen nach Neuseeland, er zog in einem kleinen Skigebiet im Mackenzie High Country konzentriert seine Schwünge. Die nicht minder beeindruckende Aussicht dort zeigte der Allgäuer seinen Fans bei Instagram.
Ein ehemaliger finnischer Skispringer sorgte jüngst nicht mit harter Trainingsarbeit, sondern rüpelhaftem Benehmen für Aufsehen.
