Profitiert der FC Bayern?

Plötzlicher Ärger beim Kane-Klub: Tottenham-Besitzer früh morgens vom FBI geschnappt

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Hat das Auswirkungen auf den Kane-Poker? Der Eigentümer der Tottenham Hotspur wurde offenbar kurzzeitig verhaftet. Der FC Bayern könnte den Transfer weiter vorantreiben.

Update vom 27. Juli, 10.10 Uhr: Der Justiz-Fall um Tottenhams Besitzer Joe Lewis nimmt immer ernstere Ausmaße an. Der 86-Jährige wurde kurzzeitig vom FBI verhaftet, wie die Bild berichtet. Dem Multimilliardär wird vorgeworfen, mit „schamlosen Insiderhandel seine romantischen Partner, seine persönlichen Assistenten, seine privaten Piloten und seine Freunde“ bereichert zu haben (siehe Erstmeldung).

Lewis wurde deshalb einen Tag zuvor von Damian Williams, Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York, in 16 Fällen des Wertpapierbetrugs und in drei Fällen der Verschwörung zum Betrug angeklagt. Am Mittwochmorgen um 6.30 Uhr schnappte demnach das FBI zu. Lewis wurde direkt vor einem Bundesgericht in Manhattan die Anklage verlesen. „Nicht schuldig, Euer Ehren“, antwortete er auf Nachfrage der Richterin Valerie Figueredo zu den Vorwürfen.

Tottenham-Besitzer Joe Lewis vom FBI verhaftet: Was bedeutet das für den FC Bayern?

Lewis ist dank einer Kaution in Höhe von 300 Millionen Dollar wieder auf freiem Fuß. Der Eigentümer der Tottenham Hotspur gab hierfür seine Privatyacht Aviva im Wert von 200 Millionen Dollar sowie seinen Privatjet ab. Das Privatflugzeug darf er demnach nur noch für Inlandsflüge verwenden. Lewis muss zudem seinen Reisepass abgeben, Reisen ins Ausland sind ihm untersagt. Er darf sich nun noch in New York, Florida und in seinem Haus im Bundesstaat Georgia aufhalten.

Auswirkungen auf den Poker um Bayerns Wunschstürmer Harry Kane hat der Fall aber wohl erstmal nicht. Die Verhandlungen mit den Münchnern führt Tottenhams Präsident Daniel Levy, der als kompromisslos gilt. Allerdings will Lewis den Weltklasse-Angreifer keinesfalls ablösefrei ziehen lassen. Womöglich ein Vorteil für die Bayern, die nächste Verhandlungsrunde steigt nach tz-Informationen am Freitag.

Plötzlicher Ärger beim Kane-Klub: Tottenham-Besitzer angeklagt

Erstmeldung vom 26. Juli: New York – Der FC Bayern arbeitet weiterhin fieberhaft an einem Transfer von Wunschstürmer Harry Kane von den Tottenham Hotspurs. Noch gibt es aber keine Einigung zwischen den beiden Klubs über die Ablöse. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit könnte Tottenhams Besitzer Joe Lewis haben. Dem Multi-Milliardär droht jetzt aber Ärger, ihm wird Insiderhandel vorgeworfen. Womöglich auch in der Causa Kane? Die Verantwortlichen aus München dürften hellhörig werden.

Joe Lewis
Geboren:5. Februar 1937 (Alter 86 Jahre), Bow, London, Vereinigtes Königreich
Vermögen:6,2 Milliarden USD (2023) Forbes
Gegründete Organisationen:Tavistock Group, ENIC Group
Fußballverein:Tottenham Hotspur

Vorteil FC Bayern im Kane-Poker? Tottenham-Eigentümer Joe Lewis wegen Insiderhandel angeklagt

„Jahrelang hat Lewis seinen Zugang zu den Vorstandsetagen von Unternehmen missbraucht und wiederholt Insiderinformationen an seine romantischen Partner, seine persönlichen Assistenten, seine privaten Piloten und seine Freunde weitergegeben“, sagte US-Staatsanwalt Damian Williams am späten Dienstagabend (Ortszeit) in New York. „Diese Leute haben dann mit den Insiderinformationen gehandelt und Millionen von Dollar an der Börse gemacht, denn dank Lewis waren diese Wetten eine sichere Sache“, fügte Williams in einem auf Twitter veröffentlichten Video hinzu.

Der Eigentümer von Premier-League-Club Tottenham Hotspur, Joe Lewis, ist nun in New York angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 86 Jahre alten britischen Milliardär „schamlosen Insiderhandel“ vor. Laut Angaben des Senders Sky News von Mittwoch habe sich Lewis, der auf den Bahamas lebt, nach der Anklage in New York den Behörden gestellt. 

Tottenham-Besitzer Joe Lewis wurde in New York angeklagt.

Plötzlicher Ärger beim Kane-Klub: Tottenham-Besitzer angeklagt

Staatsanwalt Williams warf Lewis Korruption und Betrug vor. „Nichts davon war notwendig, Joe Lewis ist ein wohlhabender Mann.“ Lewis habe Insiderinformationen genutzt, um sein Umfeld „mit Geschenken zu überhäufen“. Im Detail sei Anklage in 19 Punkten erhoben worden, darunter Wertpapierbetrug und Verschwörung.

Lewis‘ Anwalt wies die Vorwürfe US-Medienberichten zufolge zurück. Die Anklage sei eine „ungeheuerliche Fehleinschätzung“, sagte David Zornow den Berichten zufolge. Lewis sei ein „86-jähriger Mann von tadelloser Integrität und außerordentlicher Leistung“. Er sei freiwillig in die USA gekommen, um sich der Anklage zu stellen.

Tottenham-Eigentümer Joe Lewis ist sechs Milliarden Dollar schwer

Lewis gilt als einer der reichsten Männer Großbritanniens, mit einem Vermögen von schätzungsweise sechs Milliarden Dollar, das er sich in den 1980er und frühen 1990er Jahren als Währungsspekulant aufgebaut hatte. Lewis‘ Holdinggesellschaft ENIC erwarb 2001 eine Mehrheitsbeteiligung an Tottenham vom damaligen Eigentümer Alan Sugar.

Welche Folgen die Anklage nun für einen möglichen Wechsel von Klublegende Harry Kane zum FC Bayern haben könnte, war zunächst nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass das Verfahren keine direkten Auswirkungen auf den Deal haben wird. Allerdings hat der Tottenham-Besitzer zuletzt mit einer Ansage im Kane-Poker aufhorchen lassen, die auch den FC Bayern freuen dürfte.

Zwingt Tottenham-Besitzer Lewis Spurs-Boss Levy zu Kane-Transfer zum FC Bayern?

Lewis soll Vereinsboss Daniel Levy laut Medienberichten angewiesen haben, Kane in diesem Sommer zu verkaufen, falls sich der Topstürmer weigert, einen neuen Vertrag bei den Londonern zu unterzeichnen. Der englische Nationalmannschaftskapitän scheint Medienberichten zufolge eine Vertragsverlängerung kategorisch abzulehnen. In einem Jahr könnte er die Spurs ablösefrei verlassen.

Das will Lewis anscheinend verhindern, wenn der Preis für Kane – wohl um die 100 Millionen Euro – stimme. Ob die Bayern-Bosse rund um Ehrenpräsident Uli Hoeneß bereits mehr wissen? Nach tz-Informationen sind die Verantwortlichen sehr positiv gestimmt, den Kane-Transfer zu finalisieren. (ck/dpa)

Rubriklistenbild: © Louis Lanzano/Propaganda Photo Agency/Jan Huebner/Imago

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