Optimistischer Chef

Wehrle sieht für den VfB „gute Chancen“ bei Undav

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Der VfB Stuttgart pokert um Deniz Undav. Trotz komplizierter Verhandlungen mit Brighton bleibt Alexander Wehrle gegenüber BW24 zuversichtlich.

Stuttgart - Gibt es Hoffnung auf ein baldiges Ende des Pokers um Deniz Undav? Am Dienstag tauchte der Angreifer jedenfalls unerwartet auf dem Gelände des VfB Stuttgart auf. Trotz seines eigenen Urlaubs beobachtete er das Training seiner Kollegen, was einige Anhänger dazu veranlasste, zu glauben, dass die Verhandlungen mit Brighton & Hove Albion kurz vor dem Abschluss stehen könnten – natürlich mit einem positiven Ausgang für die Schwaben.

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Brighton hat im Poker um Deniz Undav weiterhin die besseren Karten als der VfB

Undavs Besuch kann ohne Zweifel als weiteres Indiz dafür gesehen werden, dass der bisher ausgeliehene Profi gerne in Stuttgart bleiben würde. Allerdings ist er derzeit offiziell Spieler von Brighton & Hove Albion und die Verhandlungen um ihn gestalten sich schwierig, da die Engländer ihn gerne behalten würden. Sollten sie daran scheitern, wollen sie zumindest so viel Profit wie möglich erzielen.

Brighton hat also die besseren Karten: Wenn sie hart bleiben, hat Stuttgart keine andere Wahl, als sich nach Alternativen umzusehen. Dennoch äußerte sich der Vorstandsvorsitzende des VfB, Alexander Wehrle, optimistisch über die Situation und sagte gegenüber BW24: „Wir haben bei Deniz Undav gute Chancen.“

Wehrle machte jedoch gegenüber unserer Redaktion deutlich, dass der Verein Grenzen hat – nicht nur finanzielle. „Am Ende kann es auch eine Frage der Zeit werden. Irgendwann müssen wir vielleicht auch sagen: bis hierhin und nicht weiter. Dieser Zeitpunkt ist aber noch nicht gekommen und nach der EM wird der Markt erst richtig in Bewegung kommen.“

Deniz Undav (l.), den Alexander Wehrle (r.) gerne weiter beim VfB Stuttgart sehen würde, besuchte trotz Urlaubs seine Mannschaftskollegen.

VfB-Boss Wehrle: „Wir bleiben vernünftig“

Eine Frist, die vor allem im Hinblick auf eine mögliche Suche nach einem Ersatz sinnvoll sein könnte, haben die Verantwortlichen in Stuttgart jedoch nicht festgelegt. „Es wäre aber schön, wenn wir zum ersten Pflichtspiel die Mannschaft zusammen hätten“, äußerte Wehrle seinen Wunsch im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wie bereits berichtet, wurde ein Angebot des VfB in Höhe von 23 Millionen Euro plus Boni von Brighton abgelehnt. Es ist unwahrscheinlich, dass Stuttgart in der Lage sein wird, viel mehr zu bieten, um den Stürmer zurückzuholen. Dennoch sind die Verantwortlichen bereit, für den Spieler, der in der vergangenen Saison 18 Tore erzielte, tief in die Tasche zu greifen.

Wehrle erklärte: „Deniz ist ein Stürmer mit einer sehr guten Quote, mit vielen Assists und mit einer großen Bedeutung für die Kabine. Nicht umsonst wurde er in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Und er hat sich zu hundert Prozent zu uns bekannt. Deshalb sind wir auch bereit, einen Transfer mit diesem für unsere Verhältnisse sehr großen finanziellen Volumen zu realisieren. Wir werden gewissen Grenzen aber nicht überschreiten, wir bleiben vernünftig.“

Rubriklistenbild: © Pressefoto Baumann/Sportfoto Rudel/IMAGO

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