VonLars Pollmannschließen
Die Offensive des FC Bayern hängt von Harry Kane und Jamal Musiala ab. Ein alter Bekannter von Max Eberl könnte die Lösung sein.
München – Zum Auftakt ins Fußballjahr 2025 brauchte der FC Bayern bei Borussia Mönchengladbach am Samstagabend einen diskutablen Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer für einen hochverdienten Auswärtssieg. An Torchancen mangelte es nicht, die Münchner schossen mit 23 Abschlüssen die Handschuhe von Borussia-Torwart Moritz Nicolas warm. Die Verwertung der Gelegenheiten war jedoch mangelhaft.
Ein generelles Problem ist das nicht unbedingt, immerhin haben die Bayern in 25 Pflichtspielen unter Trainer Vincent Kompany 73 Treffer markiert. Jedoch entfallen alleine 35 davon auf Kane und Jamal Musiala, die gleichwertig nicht zu ersetzen sind. Nun hat der FC Bayern wohl einen Spieler am Haken, der beide Rollen spielen kann, und seine Qualitäten in der Bundesliga schon mehr als nachgewiesen hat.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht der Rekordmeister dicht vor einer Verpflichtung von Christopher Nkunku vom FC Chelsea.
Christopher Nkunku wurde 2022/23 in nur 25 Spielen Bundesliga-Torschützenkönig
Der Franzose teilte sich in der Saison 2022/23 die Torjägerkanone der Bundesliga mit Nationalspieler Niclas Füllkrug, für RB Leipzig traf er in dieser Spielzeit in nur 25 Partien 16 Mal. Nkunku wechselte anschließend zum FC Chelsea, hat dort in anderthalb Jahren aber wegen Verletzungspechs lediglich 42 zumeist kurze Einsätze absolviert. Mit 20 Scorerpunkten in nur etwa 1700 Minuten Spielzeit konnte der 27-Jährige seine Torgefahr aber auch bei den Blues nachweisen.
Der FC Bayern will sich nun den schweren Stand von Nkunku in London zunutze machen, hegte dabei schon zu Zeiten in Leipzig großes Interesse am Nationalspieler. Sportvorstand Max Eberl kennt ihn von damals bestens und soll ihn jetzt zum Wunschspieler für den Winter erkoren haben. Entsprechende übereinstimmende Gerüchte kamen am Montag zunächst in Verbindung mit einem Tauschwechsel von Mathys Tel nach England auf.
FC Bayern arbeitet wieder mit dem „Piranha“
Offenbar stand jedoch zuerst der Wunsch der Münchner, Nkunku zu verpflichten. Weil der Deal kompliziert werden könnte, soll die Idee einer Verrechnung mit Tel aufgekommen sein. Der Jungstar stagniert in seiner Entwicklung, Tel wehrte sich bislang aber gegen eine Ausleihe im Winter-Transferfenster.
Mit Nkunku selbst soll sich der FC Bayern mündlich bereits einig sein, vermeldete am späten Montagabend der TV-Sender Sky. Ihm winke ein „Top-Langzeitvertrag“, mithin geht es also um einen festen Transfer. Die Verhandlungen führt dabei Star-Agent Pini Zahavi, ein alter Bekannter in München.
Uli Hoeneß schimpfte den Israeli im Zuge des Abschieds von David Alaba zu Real Madrid einen „geldgierigen Piranha“, trotzdem hätte der Berater im vergangenen Sommer kein Problem damit gehabt, Abwehrchef Jonathan Tah von Bayer Leverkusen nach München zu lotsen. Bei Nkunku stehen die Zeichen aktuell auf Vollzug.
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