Transfer von Eintracht-Star Kevin Trapp perfekt: „Ich bin und bleibe einer von euch“
VonSascha Mehr
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Die Spekulationen haben ein Ende: Kevin Trapp verabschiedet sich von Eintracht Frankfurt und setzt seine Karriere in der französischen Hauptstadt fort.
Frankfurt – Jetzt ist es offiziell: Kevin Trapp verlässt Eintracht Frankfurt und schließt sich dem französischen Erstliga-Aufsteiger Paris FC an. Der Verein bestätigte den Abgang am Dienstagabend. Über die Ablösesumme wurde nichts bekannt, dem Vernehmen nach liegt sie bei rund einer Million Euro. Für die Eintracht endet damit eine Ära – Trapp absolvierte 383 Pflichtspiele für die Hessen und trug in der vergangenen Saison die Kapitänsbinde.
Trapp erhält beim Paris FC einen Vertrag bis 2028. Für den 35-Jährigen ist es eine Rückkehr in eine vertraute Stadt: Zwischen 2015 und 2018 stand er bereits für Paris Saint‑Germain zwischen den Pfosten. Beim Aufsteiger konkurriert er mit Obed Nkambadio um die Nummer-eins-Rolle – die Franzosen werben mit einem ambitionierten Projekt und einem langfristigen Vertrag, der mindestens Trapps bisherigem Gehalt entsprechen soll.
Eintracht-Star Trapp wechselt nach Paris
„Ich war, bin und bleibe Adler“ – mit diesen Worten verabschiedete sich Trapp emotional aus Frankfurt. Der Torhüter war 2012 vom 1. FC Kaiserslautern an den Main gewechselt, holte 2022 mit der SGE den Europa-League-Titel und prägte als Führungsspieler und Publikumsliebling eine der erfolgreichsten Phasen der jüngeren Vereinsgeschichte. Sein Abschied markiert einen Einschnitt, der sportlich wie emotional zu spüren sein wird.
Die Gründe für den Wechsel liegen sowohl auf sportlicher als auch auf persönlicher Ebene. Paris FC – finanziell zuletzt von Investoren wie LVMH und Red Bull unterstützt – baut in der Ligue 1 an einem ehrgeizigen Projekt, in dem Trapp mit seiner Erfahrung eine zentrale Rolle einnehmen soll. Zugleich kehrt er in die Stadt zurück, in der seine Partnerin lebt, und in ein Umfeld, das er aus seiner PSG-Zeit bestens kennt.
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Einordnungen aus dem Vereinsumfeld und der regionalen Presse unterstreichen: Der Schritt kommt zum „perfekten Moment“ für alle Beteiligten. Trapp bekommt eine führende Rolle in einem wachsenden Projekt – und Frankfurt erhält Planungssicherheit, um die nächste Torwart-Generation aufzubauen. Dass die Ablöse moderat ausfällt, passt in ein Gesamtbild, in dem sportliche Perspektive, persönliche Gründe und Respekt vor einer Vereinsikone den Ausschlag gaben.
Mit dem Wechsel endet eine Dekade, in der Kevin Trapp Eintracht Frankfurt auf und neben dem Platz maßgeblich geprägt hat. Sein Vermächtnis: große Momente in Europa, Stabilität in der Bundesliga – und ein Abschied, der von Wertschätzung getragen wird. Oder, wie Trapp es selbst formuliert hat: „Ich war, bin und bleibe Adler“. (smr)