VonMarius Eppschließen
Macht es Joshua Kimmich wie Robert Lewandowski? Der FC Barcelona macht dem Bayern-Star den Hof. Eine Einordnung der Wechselgerüchte.
München – „Ich spreche nicht über Spieler von anderen Klubs“: Dieser Satz scheint sich mittlerweile bei Bundesliga-Trainern etabliert zu haben. Es gehört fast zum Standard, Gerüchte um potenzielle Neuzugänge nicht zu kommentieren, um keine unnötigen Schlagzeilen zu produzieren und damit Unruhe zu stiften.
| Joshua Walter Kimmich | |
|---|---|
| Geboren: | 8. Februar 1995 (Alter 28 Jahre), Rottweil |
| Verein: | FC Bayern München |
| Vertragslaufzeit: | 2025 |
| Marktwert (laut transfermarkt.de): | 80 Millionen Euro |
FC Barcelona baggert an Kimmich – Xavi bemüht Lewandowski-Vergleich
In Spanien ist diese Verhaltensart offenbar noch nicht sonderlich populär. Barça-Trainer Xavi macht überhaupt keinen Hehl aus seinem Interesse an Bayern-Star Joshua Kimmich, der in München immerhin zu den absoluten Führungsspielern gehört und einen Vertrag bis 2025 besitzt.
„Kimmich ist ein Top-Mann, er versteht das Spiel fantastisch. Er steht beim FC Bayern unter Vertrag, also hängt das von ihm ab. Aber schaut euch Lewandowski an. Er wollte kommen“, preschte Xavi jüngst vor und warb erneut öffentlich um den deutschen Nationalspieler. „Wenn es eine offene Tür gibt, wird es Verhandlungen mit Bayern geben“, betonte er zuletzt unverblümt. Er sei bereit, für Kimmich nach München zu reisen.
Kehrt Kimmich dem FC Bayern den Rücken?
Auch die spanischen Medien lehnen sich zunehmend aus dem Fenster, was die Wechselgerüchte um Kimmich betrifft. Die Mundo Deportivo möchte erfahren haben, dass der 28-Jährige „mit dem Gedanken spielt, ein neues Abenteuer in der Fremde zu beginnen“. Er sei sogar bereit, für einen Wechsel nach Barcelona „zu kämpfen“, wie es Robert Lewandowski im Sommer 2022 tat.
Die Verlässlichkeit dieser Informationen darf angezweifelt werden. Dennoch dürfte einigen Bayern-Fans Sorgen bereiten, mit welcher Vehemenz der FC Barcelona an Kimmich baggert. Könnte es wirklich sein, dass Joshua Kimmich seinem Ex-Teamkollegen Robert Lewandowski folgt? Einen Lockruf des Polen gab es schon.
Kimmich-Transfer nach Barcelona unwahrscheinlich
Nach aktuellem Stand lässt sich ein Kimmich-Transfer zum FC Barcelona nahezu ausschließen – aus mehreren Gründen. Der Schwabe ist das Herz des Bayern-Mittelfelds und gilt als zukünftiger Kapitän der Mannschaft von Thomas Tuchel. Unwahrscheinlich, dass der FC Bayern einen Schlüsselspieler wie ihn ziehen lässt.
Völlig unklar ist auch, wie die Katalanen die hohe Ablösesumme für Kimmich überhaupt stemmen wollen. Der Klub ist finanziell in höchster Not, erst vor wenigen Tagen scheiterte die Rückkehr von Lionel Messi am Geld. Barcelona muss momentan jeden Pfennig umdrehen.
Darüber hinaus ist nicht klar, ob der FC Barcelona für Kimmich momentan überhaupt attraktiv genug ist. Die goldenen Jahre sind längst vorüber, international gehört der Verein nicht mehr zur absoluten Elite. An Strahlkraft wird der Klub allerdings so schnell nicht verlieren. (epp)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann

