VonPeter Gradschließen
Uli Hoeneß plaudert im Doppelpass wichtige Details zum Leihdeal des FC Bayern für Nicolas Jackson aus und sieht den Rekordmeister als „Gewinner der Transferperiode“.
München – Der FC Bayern hat zum Ende der Transferperiode hart um den Senegalesen Nicolas Jackson gekämpft und am Deadline Day schließlich die Leihe des Chelsea-Angreifers erfolgreich abschließen können. Für die öffentlich viel und hart kritisierte Gebühr von 16,5 Millionen Euro wurde Jackson bis Saisonende ausgeliehen, zudem soll der Rekordmeister einer Kaufpflicht zugestimmt haben.
Im Sport1-Doppelpass hat sich nun FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu den Rahmenbedingungen des Transfers geäußert und dabei erstaunliche Details des Deals ausgeplaudert. Zunächst ging der 73-Jährige auf die Leihgebühr ein und enthüllte, dass Jackson und dessen Berater selbst einen Teil dieser bezahlt hätten. „Es handelt sich nicht um eine Leihgebühr in Höhe von 16,5 Millionen Euro, da der Spieler und sein Agent drei Millionen Euro beisteuern, sodass 13,5 Millionen Euro übrig bleiben“, so Hoeneß.
Kaufpflicht für Jackson wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausgelöst
Die trotzdem nicht gerade billige Leihgebühr stellt für Hoeneß kein diskussionswürdiges Thema dar: „Wenn ich die sehe, finde ich, das ist überhaupt kein Problem, weil wenn ich einen Spieler für fünf Jahre für 80 Millionen Euro kaufe, kostet das im Jahr auch 16 Millionen Euro Abschreibung“, so der Weltmeister von 1974.
Außerdem erklärte Hoeneß, dass er eine fixe Verpflichtung von Jackson durch den FC Bayern quasi für ausgeschlossen hält. Der FCB-Patron zu den Bedingungen, die zu erfüllen sind, damit die Kaufpflicht greift: „Es wird definitiv keinen unbefristeten Vertrag geben. Das passiert nur, wenn er von Anfang an 40 Spiele bestreitet. Das wird er niemals schaffen“.
Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit fcbayerntotal.com
Bei fcbayerntotal gibt es täglich alle News, Infos und Hintergründe zum FC Bayern München. Bleib immer top informiert über den FC Bayern bei fcbayerntotal.com.
Trotz Wermutstropfen: FC Bayern „wahrer Gewinner der Sommertransferperiode“
Das medial viel diskutierte und kritisierte Transferfenster der Bayern sieht der 73-Jährige wesentlich positiver und kritisiert selbst noch einmal die Entwicklungen auf dem Transfermarkt auf Schärfste: „Wir sind beim FC Bayern sehr zufrieden. Wir sind die wahren Gewinner der Sommertransferperiode. Wir haben eine starke Mannschaft und mussten sie nicht großartig verstärken.“
Hoeneß gesteht: „Natürlich hätten wir gerne Florian Wirtz gehabt, aber wir hätten ihn niemals für 150 Millionen Euro gekauft. Wir haben 55 Millionen Euro für Nick Woltemade geboten, während Stuttgart 75 Millionen Euro wollte. Am Ende ging er für 90 Millionen Euro nach Newcastle. Was Newcastle macht, hat nichts mit Fußball zu tun. Es ist wie Monopoly heutzutage“, so der genervte Ex-Präsident des FC Bayern.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Kirchner/David Inderlied

