VonKorbinian Kothnyschließen
Thomas Tuchel bezeichnete den Kader des FC Bayern nach dem Deadline Day als dünn. Bei Uli Hoeneß sind die Aussagen nicht gut angekommen.
München – Die Transferschlappe des FC Bayern am Deadline Day ist auch gut eineinhalb Monate später noch Thema an der Säbener Straße. Zur Erinnerung: Der geplante Transfer von Joao Palhinha platzte in letzter Sekunde, und auch ein weiterer Verteidiger konnte nicht an Land gezogen worden.
| Uli Hoeneß | |
|---|---|
| Geboren: | 5. Januar 1952 (71 Jahre alt) in Ulm |
| Posten beim FC Bayern: | Ehrenpräsident; Aufsichtsratmitglied |
FC Bayern mit Personalproblemen in der Defensive
Gute sechs Wochen später dürfte sich FCB-Coach Thomas Tuchel in seinen Äußerungen, dass der Kader in der Defensive „auf Kante genäht sei“, bestätigt fühlen. Nach der Verletzung von Dayot Upamecano verfügen die Münchener derzeit nur über einen fitten Innenverteidiger.
Matthijs de Ligt absolvierte nach seinen Kniebeschwerden am Mittwoch immerhin wieder erste Übungen mit dem Ball und könnte nach der Länderspielpause wieder einsatzbereit sein.
Hoeneß bezeichnet Tuchel-Äußerungen als „unklug“
Trotz des Engpasses in der Defensive kritisierte Uli Hoeneß jetzt die Aussagen von Thomas Tuchel im Interview mit RTL/ntv zum aus seiner Sicht zu dünnen Kader. Laut dem Ehrenpräsidenten habe der 50-Jährige „unkluge Äußerungen getätigt“, weil „ich nicht mein eigenes Team schlecht aussehen lasse, indem ich sage, wir sind zu dünn besetzt“.
Die Aussagen von Tuchel seien demnach ein „gefundenes Fressen für die Medien, speziell für die Boulevardpresse“. Erst am Sonntag hatte Hoeneß für Aufsehen gesorgt, als er im BR den Nagelsmann-Rauswurf als Fehler bezeichnete.
Der FC Bayern München auf der Wiesn: Müller und Hoeneß da – Tuchel mit Hut, Kane mit Brezen und Bier




Hoeneß schließt Transferoffensive im Winter aus
Nachweinen tue Hoeneß dem neuen Bundestrainer aber nicht: „Wir haben ja jetzt mit Thomas Tuchel einen Trainer, mit dem wir sehr, sehr zufrieden sind. Insofern stellt sich die Frage nach einem anderen Trainer nicht.“
Und auch in Sachen Ergänzung in der Defensive machte der Ehrenpräsident Tuchel Hoffnungen für den Winter. „Wie ich höre, will unsere sportliche Leitung in der Winterpause möglicherweise noch einen Abwehrspieler holen – entweder in der Innenverteidigung oder als rechter Verteidiger“, ließ Hoeneß aufhorchen, schränkte aber gleichzeitig ein: „Aber die ganz große Transferoffensive wird es mit Sicherheit nicht geben.“
Zu einem Bundesliga-Star sollen die Bayern währenddessen schon Kontakt aufgenommen haben. (kk)
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