KLASSENBUCH

Omar Marmoush überragt und trifft

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Harter Brocken: Omar Marmoush wird von Tomas Holes (unten) gelegt.
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Eintracht in der Einzelkritik: Kevin Trapp rettet kurz vor Schluss in höchster Not, Can Uzum kommt nicht recht ins Spiel.

Tadellos

Omar Marmoush: Oft dabei, wenn es gefährlich wurde. Übertrieb dann und wann das Einzelspiel, aber das ist halt seine Stärke. Schoss im ersten Durchgang zweimal gefährlich aufs Tor (7., 26.). Und dann macht er das Ding halt rein, holt einen Freistoß raus und versenkt ihn aus 18 Metern, ab in den Winkel (53.). Der Siegtreffer. Ihm gelingt einfach alles.

Gut dabei

Kevin Trapp: In seinem Kerngebiet selten geprüft, musste kaum mal eingreifen – bis zur 89. Minute. Da parierte er per Fußabwehr glänzend gegen Jurasek. Wichtige Tat. Hielt den Dreier fest.

Arthur Theate: Hat er einen Zweikampf verloren? Gefühlt nicht. Auch in der Luft sehr geschickt, wenn er das Duell nicht gewinnen kann, behindert er den Gegner. Eine Bank da hinten. Bereitete die dickste Chance durch Knauff mit einem weiten Einwurf vor (33.). Und dieses Mal tatsächlich nicht des Feldes verwiesen.

Hugo Larsson: Marathonmann, überall zu finden. Verbindungsspieler, klärt hinten und trägt den Ball nach vorne. Ungeheuer wichtig gegen die spielstarken Tschechen.

Tuta: Starker Auftritt, hielt die Prager gut in Schach. Coole Vorstellung.

Robin Koch: Warf sich in die Bälle, räumte in der Luft resolut auf. Indes mit ein wenig Streuung bei den Bällen nach vorne.

Ganz okay

Nnamdi Collins: Einmal mit einem beherzten Solo aus der eigenen Hälfte heraus, nahm da seinem Widerpart mit Ball am Fuß ein paar Meter ab. Sein Zuspiel konnte Marmoush freilich nicht verwerten (26.). Nicht ganz so spektakulär wie in den letzten beiden Partien, aber immer noch sehr manierlich.

Mo Dahoud: Versuchte, das Spiel nach vorne zu verlagern, das ist löblich. Auch der Techniker zog nie zurück; Pech mit einem Linksschuss, der hauchzart über die Latte strich (12.).

Mario Götze: Wusste sich dank seiner technischen Fähigkeiten und Spielintelligenz zu behaupten, aber eigentlich war dieses intensive Spiel keines für ihn. Machte das Beste draus, im zweiten Abschnitt deutlich besser.

So lala

Ansgar Knauff: Mal wieder auf links aufgeboten, das ist eigentlich nicht seine Sahneseite. Nicht alles wollte ihm gelingen, verhaspelte sich manchmal. Vergab die größte Chance, scheiterte freistehend am Torwart (33.).

Igoar Matanovic: Erneut kein überzeugender Auftritt, ohne rechten Zugriff nach seiner Einwechslung.

Can Uzun: Fing eigentlich ganz gut an, mal hier ein kleiner Pass, mal dort ein gelungenes Zuspiel. Baute dann aber ab, nicht mehr wirklich eingebunden. Nicht schnell genug auf den Beinen. Zu Recht nach einer Stunde ausgetauscht.

Schwächelnd

Kein Eintrag.

Zu spät gekommen

D. Ebimbe, H. Ekitiké, A. Amenda, E. Skhiri. dur/kil

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