Bastian Schweinsteiger benennt Tuchel-Fehler nach Bayern-Aus
VonKorbinian Kothny
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Der FC Bayern scheitert im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken. Für Bastian Schweinsteiger trägt auch Thomas Tuchel eine Mitschuld.
Saarbrücken – Pokalblamage, Fanärger, de-Ligt-Verletzung. Der FC Bayern erlebte am Mittwoch einen gebrauchten Tag beim 1. FC Saarbrücken. Zum dritten Mal in den letzten vier Jahren schied der Rekordpokalsieger bereits in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus. Und das, obwohl die Münchener in der ersten Halbzeit sogar in Führung gingen.
Bastian Schweinsteiger
Geboren:
1. August 1984 (39 Jahre alt) in Kolbermoor
Derzeitiger Beruf:
ARD-Experte
Drittligist Saarbrücken mit Bayern in erster Halbzeit auf Augenhöhe
Nach dem Führungstor durch Thomas Müller in der 16. Minute sah noch alles nach einem gewöhnlichen Pokalabend für den FC Bayern aus. Die Mannschaft von Cheftrainer Thomas Tuchel verpasste es allerdings nachzulegen und ließ sich in der Folge bis zum Pausenpfiff sogar den Schneid vom Drittligisten abkaufen.
Der Ausgleichstreffer von Patrick Sontheimer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Für ARD-Experte Bastian Schweinsteiger lag in eben jener ersten Hälfte am Ende auch der Grund für das Pokal-Aus der Bayern.
In der Analyse nach dem Spiel sagte der 39-Jährige: „Du musst ehrlich gestehen, dass die erste Elf, die heute gespielt hat, vielleicht reicht das einfach nicht – selbst gegen eine Mannschaft wie Saarbrücken.“
Thomas Tuchel hatte im Vergleich zum Bundesligaspiel gegen Darmstadt am Wochenende seine Startelf auf fünf Positionen verändert. Für Schweinsteiger zu viel. „Du musst die ersten 45 Minuten vielleicht schon mit der fast besten Mannschaft spielen, damit du hier 1:0 oder 2:0 führst und dann wechseln kannst. Vielleicht hat man das ein bisschen unterschätzt oder den eigenen Spielern zu viel zugetraut“, kritisierte die Bayern-Legende Tuchel indirekt.
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Laut Schweinsteiger: FC Bayern verliert Pokalspiel in der ersten Halbzeit
Auch wenn die Münchener in der zweiten Halbzeit, und vor allem nach den Einwechslungen in der 60. Minute die Spielkontrolle übernahmen und drückend überlegen waren, reichte es am Ende nicht. Für Bastian Schweinsteiger lag das aber vor allem an der ersten Halbzeit. „Sie haben das Spiel nicht in den letzten 30 Minuten verloren, sondern in der ersten Halbzeit“, erklärte Schweinsteiger. (kk)