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TV-Kritik zum WM-Spiel Deutschland gegen Japan: One Love für Almuth

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Deutschland verliert seinen WM-Auftakt gegen Japan und steht nach einem Spiel vor dem Aus. Wenigstens konnte die ARD punkten.

München – Konnichiwa, liebe Lesenden und Zuschauenden! Am Mittwoch gegen Japan hat die WM 2022 so richtig angefangen, mit der Premiere von Comeback-Jessy und Lieblings-Almuth! Und leider mit dem „Cordoba in Katar“, so ARD-Kommentator Tom Bartels. Da wurden einem vor Aufregung beinahe die Sushi kalt.

Schöner als das Ergebnis war, dass das Erste immer wieder „One Love“ von U2 eingespielt hat, als akustischer Regenbogen. Wer diese schlaue Idee hatte, verdient einen Patricia-Schlesinger-Bonus obendrauf.

TV-Kritik zum WM-Spiel Deutschland gegen Japan: Jessy Wellmer wie Uli Bratwürstl bei Veganern

– Hallo, Jessy: Nachdem Jessica Wellmer bei den letzten Events so beliebt war wie Ulis Bratwürstl bei Veganern, wollte die ARD sie im Bereich Reportagen endlagern. Aber nach der Erkrankung von Alex Bommes talkt sie jetzt halt doch wieder. Die Frau ist zäh.

An ihrer Jessy-Wellmer-Haftigkeit hat sich nichts geändert. Da kommen dann solche ulkigen Sätze raus wie vor dem Spiel zu ihren Talkgästen: „Ihr seht das Potenzial. Und vielleicht können wir uns darauf einigen, dass sich das Potenzial potenziert – auch bei Jamal Musiala, der tendenziell ein potenziell ungewöhnliches Hobby hat.“ Nämlich Schach. Die Frau bleibt potenziell anstrengend.

ARD: TV-Kritik zum WM-Spiel Deutschland gegen Japan – One Love für Almuth

– Willkommen, Almuth: One Love für Almi! Almuth Schult war schon wieder granatenmäßig gut vorbereitet und wusste über Japans Wackel-Torwart: „Gonda spielt ja nicht unbedingt international. Ich kann mir vorstellen, dass heute mal ein Ball runterfällt und dann einer von unseren Leuten da ist.“ In Sachen Sorgen-Binde wurde sie deutlich: „Die Verbände waren nicht genug vorbereitet. Es muss doch Plan B in der Tasche sein, wenn die Sanktionen härter ausfallen, als man gedacht hat.“

Moderatorin Jessy Wellmer (r.) mit ihren Fachkundigen Experten Thomas Hitzlsperger (l.), Almuth Schult (2.v.l.) und Sami Khedira.

Noch wilder entschlossen war Klartexter Thomas Hitzlsperger, der über die „desolate“ FIFA zürnte: „Die Spiele sind okay, alles andere ist ein Abtörner.“ Die nächsten Wochen mit Almuth und Hitz, das macht dann doch noch Lust auf die WM.

TV-Kritik zum WM-Spiel Deutschland gegen Japan: ARD-Experte Schweinsteiger mit platten Gedanken

– Servus, Schweini: Influencer-Basti plauscht jetzt nicht mehr mit der juxigen Jessica Wellmer, sondern mit der spektakulär professionellen Esther Sedlaczek. Hat die Frau schon mal einen Fehler gemacht (außer Tom Bartels gestern in „Tom Partels“ umzutaufen)? Die Esther tut Schweinsteiger gut – der aber der Mann für die simplen Gedanken bleibt.

Seine bahnbrechende Idee: „Ich finde, die FIFA hätte einfach die Binde zulassen sollen, und fertig.“ Ach Basti. Wobei ihn die neue Partnerin offenbar aufgeweckt hat. Seine Analyse war deutlich wie selten: „Wir haben heute wieder die nackte Wahrheit gesehen. Wir haben wieder große Fehler in der Defensive gemacht. So lange wir das haben, werden wir die Spiele verlieren.“

Zwei Schweinis, Ballack, Javi Martinez: Das sind die WM-Experten in Katar

Bastian Schweinsteiger am ARD-Mikrofon - ein gewohntes Bild. Auch bei der WM in Katar ist der Weltmeister von 2014 wieder dabei.
ARD: Bastian Schweinsteiger am ARD-Mikrofon - ein gewohntes Bild. Auch bei der WM in Katar ist der Weltmeister von 2014 wieder dabei. Sein Duett mit Jessy Wellmer sorgte bei der EM 2021 für Kritik - gibt er dieses Mal eine bessere Figur ab? © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Almuth Schult fasst sich an den Kopf.
ARD: Almuth Schult ist noch ein relativ neues Gesicht in der Fußball-Expertenlandschaft. Für ihre Analysen bei der EM 2021 bekam die Ex-Nationaltorhüterin viel Lob. Deshalb setzt die ARD auch bei der WM auf sie. © IMAGO/Michael Taeger
Thomas Hitzlsperger am ARD-Mikrofon.
ARD: Seinen ersten Einsatz als Experte hatte Thomas Hitzlsperger bei der WM 2014. Seitdem ist „The Hammer“ regelmäßig am Expertenmikrofon zu sehen. Auch 2022. © Michael Weber/imago
Thomas Broich am ARD-Mikrofon.
ARD: Auch Thomas Broich ist kein neues Gesicht im Ersten. Der Ex-Profi ist bekannt für seinen fachmännischen Blick und geht bei Taktik-Analysen gerne mal in die Tiefe.  © Werner Schmitt/imago
Sami Khedira diskutiert angeregt mit DAZN-Moderatorin Laura Wontorra.
ARD: Neben Schweinsteiger komplettiert mit Sami Khedira ein weiterer 2014-Weltmeister das Expertenteam der ARD. Für DAZN sammelte er bereits Erfahrungen am Mikrofon. Sein Credo: Mehr Tiefe. „Ich habe es selbst nie gut gefunden, wenn in Expertenrunden nur Sprüche geklopft und Spieler fertig gemacht werden“, sagte er in einem Interview mit „t-online“. © IMAGO/Anke Waelischmiller
Per Mertesacker am ZDF-Mikro.
ZDF: Und der nächste Weltmeister: Per Mertesacker ist inzwischen eine feste Größe beim ZDF. Er löste 2020 Oliver Kahn ab, der ins Management des FC Bayern wechselte. Er ist kein Dampfplauderer, hält sich auch gerne mal kurz. Norddeutsch eben. © IMAGO/Nico Herbertz
Christoph Kramer am ZDF-Mikrofon.
ZDF: Der Gladbach-Profi hoffte noch auf einen Anruf von Hansi Flick, beendete die Spekulationen dann aber selbst: „Wir können das jetzt abhaken, ich bin nur als TV-Experte dabei.“ Er lieferte schon bei der WM 2018 und der EM 2021 Analysen. © IMAGO/Gladys Chai von der Laage
Michael Ballack am DAZN-Mikrofon.
Magenta: Für den Streamingdienst läuft Michael Ballack als Star-Experte auf. Schon 2021 kommentierte er die EM bei Magenta, zwischenzeitlich hatte sich auch DAZN die Dienste des „Capitano“ gesichert. © IMAGO/Gladys Chai von der Laage
Manuel Baum.
Magenta: Manuel Baum kommt bei der WM 2022 als Taktik-Experte zum Einsatz. Gemeinsam mit Jan Henkel soll der Ex-Schalke-Coach Spiele analysieren. © IMAGO/Eibner-Pressefoto
Tobias Schweinsteiger am Magenta-Mikrofon.
Magenta: Auch der Bruder des Rio-Helden darf bei der WM 2022 fachsimpeln. Tobias Schweinsteiger wurde von Magenta als Analyst ins Boot geholt. Er trainiert aktuell den VfL Osnabrück. © IMAGO/Kirchner/Marco Steinbrenner
Tabea Kemme lacht.
Magenta: Tabea Kemme behauptet sich bei ihren Champions-League-Einsätzen für Amazon Prime regelmäßig in einer wortstarken Männerrunde. Die Ex-Nationalspielerin ist, wenn man so will, das Top-Talent unter den Experten und Expertinnen. © Markus Fischer/imago
Fredi Bobic am DAZN-Mikrofon.
Magenta: Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic gehört wie Ballack seit 2021 zum Team des Streamingdienstes der Telekom. Durch seine 37 Länderspiele für Deutschland und seine Erfahrung im Fußball-Business qualifiziert er sich als WM-Experte. © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Javi Martinez im Trikot des Qatar SC.
Magenta: Er ist der wohl überraschendste WM-Experte: Ex-Bayern-Star Javi Martinez spielt seit 2021 für den Qatar SC und kann dadurch fundierte Einschätzungen über die Lage im Emirat geben. Sein Deutsch dürfte er auch noch nicht ganz verlernt haben. © Simon Holmes/imago
Lars Stindl im Aufwärm-Dress von Borussia Mönchengladbach.
Magenta: Lars Stindl macht es seinem Gladbacher Teamkollegen Christoph Kramer nach und gibt als Bundesliga-Profi seine Einschätzungen zur WM ab. Als TV-Experte ist er bisher noch nicht in Erscheinung getreten. © IMAGO/Norbert Jansen
Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich im Einsatz.
Magenta: Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich vertritt den Stand der Unparteiischen bei Magenta und soll bei der WM strittige Szenen aufklären. Von denen es auch mit Video-Assistent viele geben wird, wie die Erfahrung gezeigt hat. © IMAGO/Gerrit van Keulen
Martin Demichelis als Trainer der Bayern-Amateure.
Magenta: Martin Demichelis soll laut „Sky" ein Job-Angebot des argentinischen Erstligisten River Plate angenommen haben. Seinen Job beim FC Bayern als Trainer der zweiten Mannschaft wird aller Voraussicht nach Holger Seitz übernehmen. Bei der WM in Katar kommt der 41-Jährige als Südamerika-Experte zum Einsatz. © IMAGO/Sven Leifer

ARD in der TV-Kritik: Deutschland gegen Japan und der besorgte Tom Bartels

– Hi, Thommy: Tom Partels positionierte sich in Sachen Binde lobenswert glasklar. Seine Kritik am DFB: „Wer das Tragen der ‚One Love‘-Binde ankündigt, die nicht im Regelwerk zugelassen ist und dann, wenn sie verboten wird, sie einfach nicht trägt – der darf sich nicht wundern, dass er viele Menschen enttäuscht.“ Bämm, das hat gesessen! Beim Mundzuhalten der DFB-Elf wäre hübsch gewesen, wenn man das im Ersten aus der Nähe gesehen hätte – aber dafür konnte Bartels nichts.

Am Ende klang er zunehmend besorgt: „Das sind Pässe, da geht’s aufs Herz als Fan der deutschen Mannschaft.“ Und beim 1:2 verzweifelte er GROSSBUCHSTABIG: „WAS MACHT SCHLOTTERBECK DA? Warum geht er nicht hin? Es ist unfassbar. Er muss irgendwas machen, aber nicht nichts.“ Trotzdem positives Fazit zur ARD-WM: Das hat potenziell Potenzial!

Rubriklistenbild: © Screenshot ARD

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