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Manuel Neuer hat den FC Bayern München heftig kritisiert. Eine Trennung ist nicht mehr auszuschließen, wie tz-Reporter Manuel Bonke kommentiert.
München - Hat man an der Säbener Straße ernsthaft geglaubt, die Entlassung von Toni Tapalovic als Torwarttrainer des FC Bayern würde Manuel Neuer einfach so über sich ergehen lassen? Das wäre – um im Sprachgebrauch von Sportvorstand Hasan Salihamidzic zu bleiben – amateurhaft gewesen.
Tapalovic war für Neuer mehr als sein jahrelanger Torwarttrainer, er war seine Familie. Und das wird „Tapa“ auch in der Zukunft für den Kapitän des deutschen Rekordmeisters bleiben. Ob Neuer weiterhin Mitglied in der Bayern-Familie bleibt, darüber sollten sich nach dem Sprengstoff-Interview beide Seiten intensive Gedanken machen.
Es riecht nach Trennung: Kommentar zum Neuer-Beben beim FC Bayern
Zu deutlich ist die Wortwahl Neuers. Trotz der martialischen Ausdrucksweise – „Herz rausgerissen“, „ein Schlag, als ich am Boden lag“, „das Brutalste, was ich in meiner Karriere erlebt habe“ –, sollten drei Sätze aufhorchen lassen: „Es gab keinen Grund, den ich nachvollziehen konnte. Es wurden Dinge gesagt, mit denen ich nicht einverstanden bin. Nichts, was ich gehört habe, hätte die Möglichkeit ausgeschlossen, dass man miteinander spricht und die Dinge klärt.“
Neuer spürt also am eigenen Leib, was auch große Teile der Öffentlichkeit nach der Verpflichtung von Yann Sommer und dem Rauswurf von Tapalovic vermuteten: Die Zusammenarbeit des besten deutschen Torhüters und des besten deutschen Klubs steht am Scheideweg.
Manuel Neuer: Die Wahrheit liegt dieses Mal nicht auf dem Platz, sondern auf der Pist
Aktuell fällt die Vorstellung schwer, wie eine Kooperation zwischen Trainer Julian Nagelsmann und seinem Kapitän nächste Saison aussehen sollte. Auch wenn beide stets ihre Professionalität betonen. Was allerdings auch zur bitteren Wahrheit gehört: Neuer hat den aktuellen Scherbenhaufen mit seinem Skitour-Ausflug erst verursacht.
Laut eigener Aussage wollte er dadurch den Kopf nach der verkorksten Weltmeisterschaft in Katar frei bekommen. Es wäre interessant gewesen zu erfahren, wie die Zukunft von Toni Tapalovic in München ausgehsehen hätte, hätte sich Neuer nicht den Unterschenkel gebrochen. Die Wahrheit liegt dieses Mal nicht auf dem Platz, sondern auf der Piste.
Vorstandsboss Oliver Kahn hat bereits auf die Neuer-Aussagen reagiert.
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