Dayot Upamecano erinnerte mit seinem wackeligen Auftritt gegen Arsenal an längst vergessen geglaubte Zeiten. Nun stellt sich die Frage: Bleibt der Innenverteidiger nach seinem Patzer stabil?
London – Ein bisschen wirkte das 1:3 gegen Arsenal London wie ein Rückfall in alte Zeiten: Dayot Upamecano verteidigte stark gegen die Weltklasse-Offensive der Gunners, blieb gegen die körperlich robusten Engländer stabil und entschied zu Beginn des Spiels mehrere wichtige Duelle für sich.
Dann kam jedoch eine Phase, die der französische Verteidiger eigentlich längst hinter sich gelassen haben wollte: Upamecano spielte einen Ball direkt in den Fuß von Arsenals Declan Rice, der gedankenschnell umschaltete und den 2:1-Führungstreffer einleitete.
Bayern-Star Upamecano bekommt Rückendeckung von Kompany
Ein Fehler, der beim riskanten Aufbauspiel unter Trainer Vincent Kompany durchaus passieren kann – doch auch danach wirkte Upamecano verunsichert und von seinem Fehlpass sichtlich durcheinander gebracht.
„Man kann nicht etwas von ihm verlangen und wenn es falsch läuft sagen, das hättest du nicht machen dürfen“, nahm Kompany seinen Schützling auf der Pressekonferenz am Freitag in Schutz. Heißt: Natürlich war der Fehlpass von Upamecano ein ärgerlicher Patzer – aber Kompany verlangt von seinen Innenverteidigern, genau solch riskante Pässe zu spielen, um sich von hinten schnell nach vorne zu kombinieren.
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„In der Analyse können wir danach sagen: Da wäre dies oder das besser gewesen, dann kann man daraus lernen. Aber klar, wir haben verloren, daraus muss man lernen, um sich zu verbessern. Und ich bin sicher, dass er das nutzen wird, um sich zu verbessern, daraus zu lernen.“
In der Champions-League-Tabelle hat die Niederlage vorerst keine Konsequenzen, der Rekordmeister liegt mit 12 Punkten (Platz drei) weiter voll im Soll. Es bleibt aber spannend abzuwarten, wie Upamecano auf seinen wackeligen Auftritt reagiert. Schließlich fiel der Franzose in den letzten Jahren nach derartigen Auftritten häufig in ein kurzes Leistungsloch, das er sich aufgrund der Vertragsverhandlungen mit dem Rekordmeister derzeit aber nicht erlauben kann.
Aktuell stocken die Verhandlungen (auch aufgrund Upamecanos hohen Gehaltsforderungen), als Interessenten für einen möglichen ablösefreien Wechsel nächsten Sommer stehen außerdem Real Madrid und Paris Saint-Germain im Raum. Doch auch bei den Münchnern könnte bald ein neuer Innenverteidiger auflaufen.
Kommt Schlotterbeck?
Nico Schlotterbeck soll sich laut „Bild“ auf zwei Wunschvereine bei einem BVB-Abschied festgelegt haben: den FC Bayern und einen Premier-League-Club, dort gilt vor allem der FC Liverpool als interessiert.
Die Gerüchte um Schlotterbeck stehen schon länger im Raum, demnach soll er sich vor seinem Wechsel nach Dortmund 2022 sogar mit dem damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic getroffen haben, um auch einen möglichen FCB-Wechsel zu diskutieren. Sollte es im nächsten Sommer klappen, stellt sich nur noch die Frage, wo Schlotterbeck aufläuft: Anstelle von Upamecano oder neben ihm?