Kommt jetzt alles anders bei Thomas Müller? Heißes Bayern-Gerücht
VonVinzent Tschirpke
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Nach dem bitteren Klub-WM-Aus gegen PSG und der Verletzung von Musiala steht FCB-Legende Thomas Müller vor der Frage einer Verlängerung.
München/Atlanta – Das Ende verlief für Thomas Müller maximal deprimierend. Erst musste er die 0:2-Pleite gegen Paris Saint-Germain von der Bank aus verfolgen, später wurde er dann eingewechselt und holte kurz vor Schluss noch einen Elfmeter raus – der durch den Videobeweis einkassiert wurde. Danach war Schluss für Müller – die Märchen-Karriere des Urbayer beim deutschen Rekordmeister endete mit dem Viertelfinal-Aus gegen PSG in Atltanta.
Raumdeuter für die Ewigkeit: Die Trophäen von Thomas Müller
Oder doch nicht? Geht es nach Lothar Matthäus, könnte Müller zumindest noch ein halbes Jahr beim FC Bayern dranhängen: „Der FC Bayern sollte sich in dieser Situation überlegen, ob Thomas Müller nicht noch einen Vertrag über ein halbes Jahr bekommen sollte.“ Die Saison in den USA, einem möglichen nächsten Ziel von Müller, würde erst dann starten. „Und in der Zwischenzeit könnte er dem FC Bayern eine große Hilfe sein“, so Rekordnationalspieler Matthäus über Rekordbayernspieler Müller.
Halbjahres-Vertrag? Müller blockt ab
Das Problem: Müller scheint darauf keine Lust zu haben – und bügelte den Vorschlag nach dem Spiel erstmal ab. „Die Frage ist jetzt so ein bisslchen... also ich verstehe, dass du sie stellst“, sagte Müller auf einen möglichen Halbjahres-Vertrag, um Musiala zu ersetzen. „Und ich sage nicht, dass sie geschmacklos ist. Aber es fühlt sich für mich jetzt unangenehm an.“ Das ist nur allzu verständlich: Schließlich zählt Müller zu einer der größten Vereinsikonen in der Geschichte des FC Bayern.
Sein Abgang war für ihn schon unfreiwillig – ein Notnagel-Vertrag wäre nun die nächste Degradierung. Und: Nach tz-Informationen ist man beim Rekordmeister ebenfalls sehr froh, wenn man all die Mediendiskussionen um Müller irgendwann hinter sich hat – schließlich schlug quasi jede Nachricht über den Angreifer in den vergangenen Monaten extrem hohe Wellen.
Auch Max Eberl erteilte dem Gedankenspiel vorerst eine Abfuhr. „Entschuldigung, ich kann jetzt keine strukturelle Kaderplanung machen“, erklärte der sichtlich bewegte Sportvorstand nach der Niederlage. „Es ist tatsächlich nicht in unseren Gedanken. Wir haben noch gar nicht drüber gesprochen.“