Stuttgart rettet Punkt gegen Hoffenheim

„Nicht selbstverständlich“: VfB-Stürmer Demirovic über Sturmpartner Undav

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Ermedin Demirovic hat im Duell mit der TSG Hoffenheim für den VfB Stuttgart den Ausgleich erzielt. Später erzählte der Frontmann eine bemerkenswerte Begebenheit.

Stuttgart - Ein Jahr ist es her, als der VfB Stuttgart im eigenen Stadion gegen die TSG Hoffenheim (2:3) den Kürzeren gezogen hatte. Es ist bis heute die letzte Bundesligaheimpleite der Schwaben und die bisher einzige, seit Sebastian Hoeneß an der Seitenlinie steht.

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Für die zweite Hoeneß-Heimpleite hätten am Sonntagabend (6. Oktober) fast wieder die Kraichgauer gesorgt, doch diese kuriose Statistik verhinderte Kevin Akpoguma im allerletzten Moment. Im Strafraum auf dem Boden liegend hatte der TSG-Abwehrmann aus unerklärlichen Gründen den Arm nach oben abgespreizt und bekam die Kugel letztlich an den Unterarm.

Ermedin Demirovic rettete dem VfB Stuttgart vom Punkt einen Zähler

Ein klarer Handelfmeter, den Schiedsrichter Harm Osmers nach VAR-Einsatz gab. Der eingewechselte Ermedin Demirovic schnappte sich die Kugel, doch Oliver Baumann ahnte die rechte Ecke und wehrte zunächst ab. Der Stuttgarter Stürmer traf allerdings im Nachschuss zum verdienten 1:1-Endstand (90. Minute +9).

„Beim Nachschuss war ich nervöser als beim Elfmeter“, erzählte Demirovic nach dem Spiel und gab bezüglich der entscheidenden Szene einen interessanten Einblick in seine Gedankenwelt: „Ich habe kurz zuvor die Seite gewechselt, was ich sonst eigentlich nicht mache.“ Weil er aufgrund des VAR so viel Zeit hatte, gingen ihm außerdem „so viele Dinge durch den Kopf“, so der Angreifer weiter, sodass er letztlich mit der rechten Ecke die „falsche Entscheidung“ traf.

VfB-Stürmer Ermedin Demirovic (l.) jubelt nach seinem Treffer zum Ausgleich gegen die TSG Hoffenheim.

Demirovic verrät einen Deal mit Undav

Witzigerweise hatte sich Demirovic bereits vor der Partie Gedanken um einen möglichen Strafstoß gemacht. So erzählte der Stürmer, dass er mit Undav einen Deal ausgemacht hatte. Demirovic: „Ich habe gesagt: Wenn ich hereinkomme, kein Problem, ich schieße den Elfmeter. Ich hatte das Gefühl, heute kommt einer, warum auch immer.“

Für Torjäger Undav war es derweil kein Problem, seinem Sturmpartner den Ball zu überlassen, wofür ihm Demirovic im Nachhinein dankbar war: „Ich finde es nicht selbstverständlich, dass ein Deniz Undav den Elfmeter abgibt. Ich konnte es dann zurückzahlen mit dem Tor.“

Vor dem Ausgleich tat sich der VfB im Übrigen gegen tief stehende Hoffenheimer schwer, die nach einem Fehler von Maximilian Mittelstädt durch Valentin Gendrey (45.) in Führung gingen. Im Anschluss dominierte der VfB zwar, aber kam selten zwingend vors gegnerische Gehäuse. Es fehlte den Schwaben im letzten Drittel an Konzentration und Präzision. Themen, die die Stuttgarter bereits in den vergangenen Partien begleiteten und an denen es jetzt zu arbeiten gilt. Kein einfaches Unterfangen, da der Großteil der Stammkräfte in der anstehenden Länderspielpause bei der Nationalmannschaft weilt. Zuletzt berichtete BW24 über die DFB-Nominierung von Jamie Leweling.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

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