Überraschung im Sané-Poker – Bayern-Profi wechselt zu berüchtigten Berater
VonManuel Bonke
schließen
Stefan Schmid
schließen
Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Leroy Sané seinen Vertrag beim FC Bayern erneuert. Doch dann taucht plötzlich der Spielerberater Zahavi auf.
München – Es schien alles angerichtet. Leroy Sané bekommt seine Vertragsverlängerung beim FC Bayern bis 2028 und verzichtet dabei auf einen gehörigen Teil seines fürstlichen Gehalts. Max Eberl hat sich öffentlich sogar schon aus dem Fenster gelehnt und mehr oder weniger durchblicken lassen, dass praktisch nur noch die Unterschrift fehle. Doch statt letzte Unstimmigkeiten auszuräumen, ist alles bisher Verhandelte null und nichtig. Denn: Leroy Sané hat nach tz-Informationen seinen Berater gewechselt.
Sané wechselt kurz vor Verlängerung beim FC Bayern den Berater
Bislang wurde Leroy Sané von der Berateragentur „11 Wins“ vertreten. Diese vertrat den Nationalspieler auch den in aktuellen Verhandlungen mit dem deutschen Rekordmeister. Bis jetzt.
Nach tz-Informationen wechselte Sané nun überraschend den Berater. Auch die Verantwortlichen des FC Bayern sollen schon Bescheid wissen, und dürften über die neue Sané-Vertretung nicht erfreut sein. Pini Zahavi ist nämlich der Neue an der Seite des deutschen Nationalspielers.
Der Name Zahavi hat es im internationalen Fußballbusiness in sich, gilt der Spielerberater doch als knallharter Verhandler, der für seine Klienten bis ans Äußerste geht. Für den FC Bayern bedeutet dies zunächst einmal, dass der unterschriftsreife Vertrag Sanés von Grund auf neu verhandelt werden muss.
Schwer vorstellbar ist dabei, dass es bei den bislang eher günstigen Konditionen für die Bayern bleibt, sollte es überhaupt noch zur Verlängerung kommen. Wahrscheinlicher scheint nämlich jetzt wieder ein Wechsel ins Ausland. Unter anderem soll Arsenal London an Sané interessiert sein.
Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars
Schlägt Zahavi den FC Bayern mit Sané und Tah ein doppletes Schnippchen?
Ein Blick auf die von Zahavis Agentur „Gol International“ vertretenen Spieler lässt für die Bayern nichts Gutes erahnen, denn auch Jonathan Tah ist dort zu finden. Und an dem ist der deutsche Rekordmeister bekanntlich stark interessiert.
Denkbar, wenn auch spekulativ, wäre, dass Zahavi eine „Alles oder Nichts“-Taktik fahren könnte. Heißt: Mehr Gehalt als bisher angedacht für Sané, dafür ein wohlwollendes Vorgehen bei Tah. Würden sich in diesem Szenario die Bayern einem besseren Sané-Vertrag verweigern, müssten sie wohl auch Jonathan Tah abschreiben. Wie es auch ausgeht: Christoph Freund und Max Eberl stehen nun unter gehörigem Druck. (sch)