Chefsache für den Ehrenpräsidenten

Uli Hoeneß Schlüsselfigur eines Superstar-Transfers zum FC Bayern

  • schließen

Bayern und Leverkusen liefern sich ein Duell nicht nur um die Schale - auch Florian Wirtz ist im Spiel. Uli Hoeneß soll eine wichtige Rolle zukommen.

München/Leverkusen – Vor dem Restart der Bundesliga zeichnet sich ein spannender Titelkampf zwischen dem FC Bayern und dem aktuellen Meister Bayer Leverkusen ab. Die Münchner gehen mit einem Vorsprung von vier Punkten aus den ersten 15 Spielen ins neue Jahr. Ein ähnliches Duell könnte sich auch um Florian Wirtz abspielen.

Es ist kein Geheimnis, dass der Mittelfeldspieler von Bayer 04 bei den Bayern hochgeschätzt wird. Die Zusammenführung von Wirtz mit seinem kongenialen DFB-Teamkollegen Jamal Musiala beim FC Bayern ist das erklärte Ziel der Verantwortlichen. Allerdings schien dieses Vorhaben einen Rückschlag zu erleiden, als kurz vor dem Jahreswechsel eine bevorstehende Vertragsverlängerung von Wirtz in Leverkusen vermeldet wurde.

Bleibt Florian Wirtz nur mit neuem Vertrag bei Bayer Leverkusen?

Entsprechende Berichte erwiesen sich jedoch zumindest als voreilig, da auch eine Woche ins neue Jahr hinein noch kein Vertragsabschluss erfolgt ist. Damit bleibt die Möglichkeit für den FC Bayern, bereits im Sommer einen Angriff zu starten, bestehen. Leverkusen-Boss Fernando Carro betonte Ende Dezember jedenfalls, es sei „nicht unsere Wunschvorstellung“, dass Wirtz ohne neuen Vertrag über den Sommer hinaus bei Bayer 04 bleibt.

Das Ablösepotenzial eines Spielers nimmt mit der Nähe des Vertragsendes ab, ohnehin besteht kaum Zweifel daran, dass Wirtz spätestens 2026 den Verein wechseln wird. Die Frage nach den Bedingungen und dem nächsten Arbeitgeber bleibt offen. Neben dem FC Bayern werben auch Real Madrid und Manchester City, zwei weitere globale Fußballgiganten, um Wirtz. Leverkusen würde seinen Top-Spieler sicherlich lieber ins Ausland als nach München transferieren.

Uli Hoeneß ist beim FC Bayern auch als Ehrenpräsident sehr involviert.

Uli Hoeneß soll „X-Faktor“ für den FC Bayern sein

Im Werben um den Nationalspieler setzt der FC Bayern offenbar stark auf die Ausstrahlung von Uli Hoeneß. Laut dem Fernsehsender Sky gilt der Ehrenpräsident der Münchner als „X-Faktor“ bei Wirtz. Hoeneß unterhalte ein ausgezeichnetes Verhältnis zur Familie des 21-Jährigen, der von seinem Vater Hans beraten wird. Es soll regelmäßig Kontakte zwischen dem FC Bayern und dem Spieler geben.

Schon im September stellten Medienberichte Hoeneß als möglichen entscheidenden Faktor bei Wirtz dar. Eine Einladung der Eltern des Jungstars an den Tegernsee galt als Indiz dafür, dass Hoeneß den Transfer von Wirtz als Chefsache betrachten könnte.

Uli Hoeneß machte keinen Hehl aus Interesse an Florian Wirtz

Hoeneß hat schon immer großen Wert darauf gelegt, die besten deutschen Spieler beim FC Bayern zu haben. Im Sommer äußerte sich der langjährige Manager der Münchner offen zu Wirtz: „Jeder weiß, dass ich ihn gerne bei Bayern sehen würde“. Ob ein Wechsel am Ende der laufenden Saison realistisch ist, hängt wohl hauptsächlich davon ab, ob es Leverkusen gelingt, den Vertrag mit Wirtz zu verlängern.

Dies wäre ein klares Signal von Seiten des Spielers – auch wenn TV-Experte Dietmar Hamann kürzlich zu Wirtz‘ Situation äußerte: „Selbst wenn er verlängert, halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass er im Sommer geht.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ulrich Wagner

Kommentare