Kritik an Werbepartner

Ski-Ass kritisiert Weltcup in Kitzbühel scharf: „Treiben den eigenen Untergang voran“

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Beim Hahnenkamm-Rennen war Skirennläufer Julian Schütter nur als Zuschauer zugegen. Am Veranstalter übte das österreische Ski-Ass enorme Kritik.

Kitzbühel – Für viele Fans ist es das Highlight er Skiweltcup-Saison: die Abfahrt auf der legendären „Streif“. Auch dieses Jahr legten Wintersport-Fans ihren Fokus vom 19. bis zum 21. Januar auf die 84. Ausgabe des Hahnenkamm-Rennens.

Dort wurden sie Zeugen des letzten Auftritts von Thomas Dreßen und davon, wie sich der Franzose Cyprien Sarrazin den Doppel-Sieg sicherte. Abseits des Sportlichen meldete sich ÖSV-Athlet Julian Schütter zu Wort und kritisiert die Veranstalter mit harschen Worten. Grund dafür ist einer der Werbepartner.

ÖSV-Athlet Schütter: mit dem Zug zum Weltcup-Rennen

Wegen eines Kreuzbandrisses blieb Schütter in diesem Jahr nur die Rolle als Zuschauer. Dennoch reiste der B-Kader mit dem Zug in die Gamsstadt, um dem Weltcup-Rennen beizuwohnen.

Nach der Veranstaltung meldete sich der Österreicher, der zudem als Klimaaktivist bekannt ist, wegen der aufgestellten Werbebanden mit einer Anklage an die Veranstalter zu Wort.

Prominent in Szene gesetzt und von Julian Schütter kritisiert: Werbung für Austrian Airlines

Julian Schütter kritisiert Werbedeals mit Airlines und Ölkonzernen

Dabei richtete sich der Ärger des 25-Jährigen vor allem gegen die prominente Werbung für Austrian Airlines, die unter anderem am Streckenverlauf und bei der Zieleinfahrt gut zu sehen gewesen ist. Für Schütter ein No-Go, weshalb er sich via Instagram wie folgt zu Wort meldete: „Die Hahnenkamm-Rennen sind eines der wichtigsten und schönsten Events im alpinen Skisport. Gleichzeitig treiben sie heuer den eigenen Untergang voran, indem sie Werbung für eine Airline machen.“

Bei eben diesem Werbepartner ergänzt Schütter seine Kritik mit dem Hinweis, dass die Fluggesellschaft erst vor kurzem wegen Greenwashing verurteilt wurde. Ein schwerer Imageschaden in Zeiten, in dem auch das Spannungsverhältnis zwischen Wintersport und Umweltschutz immer wieder thematisiert wird.

Schütter mit Weckruf an den Wintersport: „Müssen aufhören, für unsere Zerstörung zu werben“

Laut Schütter ginge es für den Sport mehr denn je darum, aufzuhören „für unsere eigene Zerstörung zu werben“ und anzufangen, sie zu bekämpfen. Weiter nennt er mit der Zusammenarbeit zwischen dem norwegischen Skiverband und dem staatlichen Ölkonzern eine weitere kontroverse Partnerschaft. Zum Ende seiner Statements verlinkte Schütter noch den Account des internationalen Skiverbandes FIS.

Wintersport: Das sind die neuen Outfits der deutschen Athleten

Biathlon: Johannes Kühn bei der Anprobe des Rennanzuges.
Biathlon: Johannes Kühn bei der Anprobe des Rennanzuges.  © dsv-#skideutschland
Skispringerin Katharina Schmid zeigt die gelbe Jacke.
Skispringerin Katharina Schmid zeigt die gelbe Jacke. © Ruf/chiemgau24.de
Biathleten, Langläufer und Kombinierer laufen im Winter 23/24 in schwarzem Anzug mit Elementen der deutschen Flagge.
Biathleten, Langläufer und Kombinierer laufen im Winter 23/24 in schwarzem Anzug mit Elementen der deutschen Flagge.  © dsv-#skideutschland
Biathleten, Langläufer und Kombinierer laufen im Winter 23/24 in schwarzem Anzug mit Elementen der deutschen Flagge.
Biathleten, Langläufer und Kombinierer laufen im Winter 23/24 in schwarzem Anzug mit Elementen der deutschen Flagge.  © dsv-#skideutschland
Biathlon: Unter den gelben Jacken tragen die Athleten, hier Anna Weidel, weinrote Shirts und dunkle Hosen.
Biathlon: Unter den gelben Jacken tragen die Athleten, hier Anna Weidel, weinrote Shirts und dunkle Hosen.  © dsv-#skideutschland
Biathlon: Janina Hettich-Walz (links) und Lisa-Maria Spark präsentieren einen Teil der neuen Wintersport-Kollektion.
Biathlon: Janina Hettich-Walz (links) und Lisa-Maria Spark präsentieren einen Teil der neuen Wintersport-Kollektion.  © DSV #SkiDeutschland 2023
Biathlon: Johannes Kühn begutachtet den neuen Rennanzug.
Biathlon: Johannes Kühn begutachtet den neuen Rennanzug. © dsv-#skideutschland
Ski alpin wagt sich an knallgrüne Jacken. Hier zeigen (von links) Christina Leitner, Benno Brandis und Jonas Witte das neue Outfit.
Ski alpin wagt sich an knallgrüne Jacken. Hier zeigen (von links) Christina Leitner, Benno Brandis und Jonas Witte das neue Outfit. © picture alliance/dpa | Peter Kneffel
Bei nicht ganz so niedrigen Temperaturen tragen die Alpinen um Thomas Dreßen schwarze Übergangsjacken.
Bei nicht ganz so niedrigen Temperaturen tragen die Alpinen um Thomas Dreßen schwarze Übergangsjacken. © picture alliance/dpa | Peter Kneffel

So bleibt wenige Tage nach dem Triumph von Sarrazin nicht nur dessen herausragende Leistung in aller Munde, sondern auch der Streit darüber, wie der Ski-Sport in Zukunft gestaltet werden könnte. Dass der in Innsbruck lebende Schütter am Wochenende mit dem Zug nach Kitzbühel anreiste, dürfte als weiteres Zeichen seiner Haltung zu verstehen sein. Gegenüber der österreichischen Heute-Zeitung stellte er jüngst klar, dass er kein Auto besäße. (nki)

Rubriklistenbild: © Eigene Montage: links – picture alliance/Michael Kappeler rechts – Robert Szaniszlo

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