VonNiklas Noackschließen
Der Poker um einen Verbleib von Deniz Undav beim VfB Stuttgart zieht sich weiter in die Länge. Dabei stoßen die Schwaben an finanzielle Grenzen.
Stuttgart - Es bleibt ungewiss, wer in der nächsten Saison für den VfB Stuttgart stürmen wird. Sicher ist jedoch, dass Serhou Guirassy, der in der letzten Saison 28 Tore in 28 Bundesligaspielen erzielte, nicht dazu gehören wird. Er hat die Führung des Vereins bereits darüber in Kenntnis gesetzt, dass er den VfB verlassen möchte. Es wird erwartet, dass Guirassy zu Borussia Dortmund wechselt, obwohl die Stuttgarter Führung bisher keine schriftliche Bestätigung erhalten hat.
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Verpflichtung von Undav bleibt für den VfB Stuttgart kompliziert
Aber was passiert mit seinem bisherigen Sturmpartner Deniz Undav? Der von Brighton & Hove Albion ausgeliehene Angreifer hat deutlich gemacht, dass er beim VfB bleiben möchte und hat sich mit dem Verein über die Bedingungen geeinigt. Trotz der Tatsache, dass sich das Team in einem großen Umbruch befindet, will Undav dem VfB treu bleiben.
Die Situation um Undav beim VfB ist jedoch kompliziert. Der VfB hat zwar eine Kaufoption von 20 Millionen Euro, die bis zum 30. Juni gezogen werden kann, aber die Engländer haben auch eine Rückkaufoption von etwas mehr als 20 Millionen Euro, die sie im selben Transferfenster aktivieren könnten. Dies gibt Brighton einen starken Hebel, um mehr Geld von Stuttgart zu verlangen.
Mit Undav-Verbleib wäre VfB-Budget für Stürmer nahezu aufgebraucht
Laut Informationen unserer Redaktion wird Stuttgart die Kaufoption rechtzeitig ziehen und dann mit den Engländern offenbar über eine noch höhere Ablösesumme verhandeln müssen. Sollte nicht plötzlich ein Wunder geschehen, wird sich dieser Poker also weit über den 30. Juni hinaus ziehen.
Für den VfB ist dies eine schwierige Situation, da der Verein finanziell an seine Grenzen stößt. Dennoch sind die Führungskräfte des VfB bereit, diese Grenzen zu testen. Sollte es dem VfB jedoch gelingen, Undav zu halten, wäre das Budget für den Sturm fast vollständig ausgeschöpft.
Das bedeutet, dass eine feste Verpflichtung von Ermedin Demirovic, nach dem sich die VfB-Führung kürzlich erkundigt hat, voraussichtlich nur möglich wäre, sollte der Verbleib von Undav scheitern. Ja, es waren zuletzt wilde Tage rund um das Transferkarussell des VfB. Dass dieses in den kommenden Tagen an Schwung verliert, ist unwahrscheinlich.
Rubriklistenbild: © Julia Rahn/IMAGO

