Trainer baut Abwehr um

Tuchel-Kniff gegen Leverkusen? Bayern-Star im Training auf ungewohnter Position

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Thomas Tuchel und den FC Bayern plagen vor dem Topspiel gegen Bayer Leverkusen Ausfälle in der Abwehr. Jetzt überrascht der Trainer mit einer neuen Variante.

München – Die ganze Bundesliga fiebert auf das Topspiel am Samstagabend hin – der Tabellenerste Leverkusen empfängt Verfolger FC Bayern München. Während Torwart Manuel Neuer in dieser Woche mit dem Training aussetzen musste und für die Partie wackelt, muss Tuchel auf jeden Fall seine Abwehrreihe umbauen.

Noussair Mazraoui eine Option für die Linksverteidigerposition

Denn Bayerns etatmäßiger Linksverteidiger Alphonso Davies musste beim 3:1 gegen Gladbach in der 85. Minute verletzt ausgewechselt werden. Mit einer Innenbandzerrung fällt der Kanadier die nächsten Wochen aus. Die logische Option wäre, dass Tuchel Raphaël Guerreiro auf der linken Außenbahn einsetzt. Auch wenn mit Bayern-Juwel Krätzig eine weitere Option den Verein verlassen hat, scheint es noch eine Alternative zu geben.

Zwar trainierte der FC Bayern München am Mittwoch erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit, doch einige Anweisungen drangen trotzdem hervor. Wie die Bild berichtet, forderte er Mazraoui immer wieder auf, die linke Seite nicht zu verlassen.

Muss seine Abwehr umbauen: FC Bayern-Trainer Thomas Tuchel.

Mazraoui lief beim FC Bayern bereits als Linksverteidiger auf

Der Trainer trieb ihn auf Englisch immer wieder an und betonte: „Stay on the left side.” Speziell gegen die rechte Außenbahn der Leverkusener mit Jeremie Frimpong dürfte Mazraoui seine Schnelligkeit zugutekommen.

Bisher spielte Mazraoui unter Tuchel erst einmal auf der linken Seite – beim 1:0-Sieg im November in Köln. Doch auch bei der marokkanischen Nationalmannschaft kommt der Bayern-Star auf dieser Position regelmäßig zum Einsatz, zuletzt beim Afrika-Cup-Aus im Achtelfinale gegen Südafrika (0:2).

Eine eingespielte Bayern-Abwehr ist beim Topspiel enorm wichtig

Für den 26-Jährigen wäre diese Veränderung also keine große Umstellung. Jedoch wäre es gegen Leverkusen ein Wagnis, das die gewohnten Abläufe durcheinander bringen könnte. Auf der rechten Abwehrseite könnte dann der Neuzugang Sacha Boey in die Startelf rutschen. (je)

Rubriklistenbild: © dpa

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