Verkauf oder Verbleib? Bayerns Risiko-Plan mit Pavard
VonPhilipp Kessler
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Manuel Bonke
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Seit Monaten ist klar, dass Benjamin Pavard den FC Bayern verlassen will. Kurz vor dem Saisonstart ist der Franzose aber noch immer da.
München – Dieser Kommentar sorgte für Aufsehen. Am Montag herzte Benjamin Pavard (27) Instagram-Beiträge von Manchester United rund um deren Sieg gegen Wolverhampton. Zu einem Foto seines französischen Nationalmannschaftkollegen Raphael Varane (30), Verteidiger der Red Devils, schickte der Bayern-Star sogar zwei Flammen-Smileys.
Benjamin Pavard
Geboren:
28. März 1996 (Alter 27 Jahre), Maubeuge, Frankreich
bisherige Vereine:
OSC Lille, VfB Stuttgart, FC Bayern München
Vertrag bis:
30. Juni 2024
Marktwert:
40 Millionen Euro
Maguire-Transfer zu West Ham droht zu platzen
Weil er auf einen baldigen Wechsel zu Manchester United brennt? Fakt ist: Pavard möchte den FC Bayern nach vier Jahren in München im Sommer gerne verlassen. Sein Wunschziel ist Manchester United. Bei der Mannschaft von Trainer Erik ten Hag (53) soll er Harry Maguire (30) in der Innenverteidigung ersetzen.
Ein Problem derzeit: Der anvisierte Transfer des englischen Abwehrspielers zu West Ham droht zu platzen. Fakt ist auch: Noch hat der FC Bayern kein offizielles Angebot für Pavard erhalten. Die Münchner würden den flexibel einsetzbaren Verteidiger ungern abgeben. Vor allem, nachdem der Transfer von Kyle Walker (33) gescheitert war. Der Engländer, der Pavard ersetzen hätte können, verlängert trotz Wechselzusage an den Club seinen 2024 auslaufenden Vertrag bei Champions-League-Sieger Manchester City.
Manchester-United-Legende Rio Ferdinand zeigt sich von Pavard begeistert
Wie die tz erfuhr, gibt es bei den Entscheidungsträgern des FC Bayern aktuell durchaus die Überlegung, Pavard im Sommer nicht freizugeben und bewusst in dessen letztes Vertragsjahr zu gehen. Trotz Risiko, ihn im kommenden Sommer ablösefrei zu verlieren. Die Bayern-Bosse wissen, was sie an Pavard haben. Auch Trainer Thomas Tuchel (49) schätzt den Weltmeister von 2018 sehr. Er ließ ihn sogar im Supercup gegen RB Leipzig (0:3) am vergangenen Samstag von Beginn an auflaufen – zur Verwunderung einiger Mitspieler, die über Pavards Wechsel-Avancen längst Bescheid wissen.
Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars
Der Franzose will unbedingt weg – und künftig hauptsächlich auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung eingesetzt werden. Nach tz-Informationen ist der Wechsel zu Manchester United noch nicht vom Tisch. Rio Ferdinand (44) wäre jedenfalls begeistert, Pavard bald im Trikot der Red Devils zu sehen. „Er kann Innenverteidiger spielen, er kann Rechtsverteidiger spielen“, sagte der ehemalige ManUnited-Verteidiger. „Ich bin jeden Tag für Pavard.“ (Philipp Kessler, Manuel Bonke)