Unnötiger Druck? Sané spricht über gescheiterte Verhandlungen mit dem FC Bayern
VonPeter Grad
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Leroy Sané erklärt im Interview seinen Abschied vom FC Bayern, der ihm alles andere als leicht fällt, und bestätigt dabei die Aussagen von Max Eberl in Orlando.
München – Mit dem Wechsel zu Galatasaray Istanbul beendet der deutsche Nationalspieler Leroy Sané seine Zeit in München beim Rekordmeister, welche von Titeln, aber auch zahlreichen Herausforderungen geprägt war. So erklärt der 70-fache Nationalspieler Im Gespräch mit dem kicker: „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Meine Zeit hier war nicht immer einfach, aber es gab auch viele Highlights. Ich habe mich hier zuhause gefühlt, die letzte Saison sehr genossen und im Laufe der Jahre viele Freunde im Team gewonnen.“
Höheres Gehalt in Istanbul als vom FC Bayern angeboten
Der frisch gebackene Türkische Meister präsentierte seinen Neuzugang Mitte der Woche extrem euphorisch und emotional: Hunderte Fans begrüßten Sané weit nach Mitternacht am Flughafen, begleiteten ihn mit Pyrotechnik und Gesängen auf seiner Autofahrt in die Stadt. Der 29-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2028 – laut Vereinsangaben soll er neun Millionen Euro netto pro Jahr verdienen, definitiv mehr als ihm der FC Bayern angeboten hatte.
Sportler-Familie, Freundin und Kinder – Bayern-Abgang Leroy Sané privat
Zuvor hatte der Tempodribbler die Offerte zur Verlängerung an der Säbener Straße abgelehnt. Zu den Verhandlungen äußert er sich: „Auch wenn es in den Medien so dargestellt wurde – es gab nie eine 100-prozentige Einigung. Es war weit fortgeschritten, aber nie abgeschlossen. Das hat meiner Meinung nach leider unnötigen Druck auf alle Beteiligten ausgeübt. Aber jetzt ist es so – ich bin niemandem böse.“
Eberls und Sanés Erklärungen decken sich
FCB-Sportvorstand Max Eberl bestätigte dies bereits vorab im FCB-WM-Quartier in Orlando: Leroy Sané „hatte die Wahl. Wir haben verhandelt und dann gab es die Situation mit seinem Beraterwechsel. Wir haben dann unsere Zahlen nicht mehr angepasst und er wusste, für was wir es gerne machen wollen würden. Man hat versucht, in Gesprächen Brücken zu bauen. Wie können Lösungen aussehen, ohne dass er oder Bayern München das Gesicht verliert. Er hat das total verstanden, was wir da getan haben.“
Weiter fügte er an: „Ich glaube, Leroy hat nie gesagt, dass er hier bleiben will. Er hat gesagt, er könne sich das vorstellen.“ Auch der 51-Jährige schilderte damit, wenn auch eher indirekt, die Drucksituation, die in der unglücklich entstandenen Konstellation durch die Öffentlichkeit ausgeübt worden war.
Sané kontert Skeptiker
Nach seinem Wechsel in die zweitklassige türkische Süper Lig (Rang 15 - hinter Zypern - in der UEFA-Jahreswertung 2024/25) sieht sich der Nationalspieler mit kritischen Stimmen konfrontiert, die seine Chancen auf eine WM-Teilnahme 2026 erheblich schwinden sehen.
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Auf diese Situation angesprochen meint Leroy Sané gegenüber dem kicker: „Ich kann die Diskussion in dieser Hinsicht verstehen, aber wir sollten einfach abwarten. Ich bin zum klaren Nummer-1-Klub in der Türkei gewechselt und möchte hier definitiv eine Führungsrolle übernehmen. Wir werden definitiv in der Champions League spielen und haben dort ehrgeizige Ziele. Es wird also viele Gelegenheiten geben, auf hohem Niveau Leistung zu zeigen.“