Top-Spiel der Bundesliga

Innerhalb drei Minuten: Dezimierter BVB verspielt spät den Sieg

Bis kurz vor Schluss sieht Borussia Dortmund wie der klare Sieger beim Bundesliga-Auftakt am Millerntor aus, ehe eine Unbeholfenheit von Filippo Mane alles ändert. Der Live-Ticker zum Nachlesen.

  • FC St. Pauli Borussia Dortmund 3:3 (0:1)
  • In den Schlussminuten gibt Borussia Dortmund beim FC St. Pauli eine deutliche Führung aus der Hand und muss sich mit einem 3:3 zufriedengeben.
  • Der Ticker zum Nachlesen

Update, 17.31 Uhr: Ab 18.30 Uhr startet Borussia Dortmund auf St. Pauli in die neue Bundesliga-Saison – glücklicherweise mit dabei wird Yan Couto sein. Die Prellung nach dem üblen Tritt im Pokal-Spiel bei Rot-Weiss Essen hat der Brasilianer rechtzeitig auskuriert. Am Millerntor wird der 23-Jährige die rechte Schiene beackern. Zudem feiert Filippo Mane genauso wie Neuzugang Jobe Bellingham sein Bundesliga-Debüt. Die Aufstellung des BVB: Kobel – Mane, Anton, Bensebaini – Couto, Sabitzer, Svensson, – Groß, Bellingham – Guirassy, Adeyemi.

Erstmeldung: Hamburg – Die erste vollständige Bundesliga-Saison als Trainer von Borussia Dortmund startet für Niko Kovac in Hamburg. Im ersten Topspiel der Saison gastieren die Schwarz-Gelben am Samstagabend (18.30 Uhr, alle TV-Infos) beim letztjährigen Bundesliga-Aufsteiger St. Pauli und hoffen, die holprige Vorbereitung und die Unruhe rund um den Verein hinter sich zu lassen.

Enttäuschung beim BVB nach dem 3:3 auf St. Pauli.

Ein Kritikpunkt: Die ausbleibenden Neuverpflichtungen sind vielen Fans ein Dorn im Auge. Auch der Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal bei Rot-Weiss Essen ließ die Borussia-Herzen nur bedingt höher schlagen. Dank eines Geniestreichs von Serhou Guirassy und einer starken Leistung von Keeper Gregor Kobel konnte der Drittligist knapp bezwungen werden – am Ende stand ein 1:0 zu Buche.

FC St. Pauli: Ein unangenehmer Gegner für Borussia Dortmund

Davon will sich der Coach aber nicht beunruhigen lassen: „Wer redet denn von Unruhe? Ich sehe keine Unruhe. Wir sind im Soll“, betonte der 53-Jährige trotz einer holprigen Vorbereitung. Vielmehr habe man das Pokalspiel gewonnen und die Transferzeit laufe ebenso noch. „Wir sind weiter dabei zu eruieren und zu schauen“, bekräftigte Kovac. Mit Fabio Silva, Rückkehrer Carney Chukwuemeka und Aaron Anselmino dürfen die Verantwortlichen möglicherweise schon bald einige neue Gesichter begrüßen.

Vorerst wartet mit den Kiezkickern jedoch ein unangenehmer Gegner, in der vergangenen Spielzeit kassierte die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin die zweitwenigsten Gegentreffer der Liga. „Wir wissen um die Bedeutung und die Schwierigkeit“, unterstrich Kovac vor dem Spiel und fügte an: „Das wird eine harte Nuss, kein leichtes Spiel.“ Unabhängig vom Ausgang des Bundesligaauftakts will der gebürtige Berliner das Duell auf St. Pauli dennoch nicht überbewerten.

Ein Verein durchbricht Schallmauer – die Dauerkarten-Preise der Bundesligisten

Die TSG Hoffenheim ruft für ihre 17 Heimspiele für Sitzplätze zwischen 262 und 584 € auf. Den günstigsten Stehplatz gibt es für 150 €.
Die TSG Hoffenheim ruft für ihre 17 Heimspiele für Sitzplätze zwischen 262 und 584 € auf. Den günstigsten Stehplatz gibt es für 150 €. © IMAGO/Oliver Zimmermann
Damit bieten die Kraichgauer den günstigsten aller verfügbaren Bundesliga-Stehplätze über eine gesamte Spielzeit an.
Damit bieten die Kraichgauer den günstigsten aller verfügbaren Bundesliga-Stehplätze über eine gesamte Spielzeit an. © IMAGO/Alfio Marino
Auch beim VfL Wolfsburg gibt es Saisontickets zu moderaten Preisen zu erstehen. Zwischen 250 und 490 € kostet ein Sitzplatz, stehen kann man im günstigsten Fall für 160 €.
Auch beim VfL Wolfsburg gibt es Saisontickets zu moderaten Preisen zu erstehen. Zwischen 250 und 490 € kostet ein Sitzplatz, stehen kann man im günstigsten Fall für 160 €. © IMAGO/Sebastian Priebe
Bei Stehplätzen – sofern frei verfügbar – reihen sich die Bayern unter den Top 3 mit 175 € ein.
Bei Stehplätzen – sofern frei verfügbar – reihen sich die Bayern unter den Top 3 mit 175 € ein. © IMAGO/Markus Ulmer
Die restlichen Plätze in der Arena gehen für zwischen 410 und 890 € an den Fan
Die restlichen Plätze in der Arena gehen für zwischen 410 und 890 € an den Fan © IMAGO/Ulrich Wagner
Auch im dritten Bundesliga-Jahr will der 1. FC Heidenheim seine Fans im Rücken wissen. Auf der Ostalb gibt es für zwischen 395 und 510 € erstklassigen Fußball im Sitzen. Stehplatz-Dauerkarten kosten mindestens 180 €.
Auch im dritten Bundesliga-Jahr will der 1. FC Heidenheim seine Fans im Rücken wissen. Auf der Ostalb gibt es für zwischen 395 und 510 € erstklassigen Fußball im Sitzen. Stehplatz-Dauerkarten kosten mindestens 180 €. © IMAGO/Ralf Brueck
Im Frankfurter Waldstadion reichen die Dauerkartenpreise für Sitzplätze zwischen 455 und 780 €. Ein Steher ist mit Glück schon für 190 € zu haben.
Im Frankfurter Waldstadion reichen die Dauerkartenpreise für Sitzplätze zwischen 455 und 780 €. Ein Steher ist mit Glück schon für 190 € zu haben. © IMAGO/Gabor Baumgarten
Damit können Fans vom Champions-League-Teilnehmer aus der Bankenmetropole noch für unter 200 € die Bundesliga-Saison mitnehmen
Damit können Fans vom Champions-League-Teilnehmer aus der Bankenmetropole noch für unter 200 € die Bundesliga-Saison mitnehmen. © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal
Nur ein paar Kilometer weiter in Mainz bleibt das Preisniveau vergleichbar. Die Sitzplätze variieren je Kategorie zwischen 389 und 729 €. Für einen dauerhaften Stehplatz werden mindestens 194 € fällig.
Nur ein paar Kilometer weiter in Mainz bleibt das Preisniveau vergleichbar. Die Sitzplätze variieren je Kategorie zwischen 389 und 729 €. Für einen dauerhaften Stehplatz werden mindestens 194 € fällig. © IMAGO/Vitali Kliuiev
Bei der Werkself steht ein großer Umbruch an. Wer diesen dauerhaft im Stadion begleiten will, zahlt für Sitzplätze zwischen 365 und 550 €. Der Stehplatz in der Kurve kostet mindestens 210 €.
Bei der Werkself steht ein großer Umbruch an. Wer diesen dauerhaft im Stadion begleiten will, zahlt für Sitzplätze zwischen 365 und 550 €. Der Stehplatz in der Kurve kostet mindestens 210 €. © IMAGO/Moritz Mueller
Damit reißt Bayer Leverkusen als erster Klub die Grenze von 200 € für einen Stehplatz.
Damit reißt Bayer Leverkusen als erster Klub die Grenze von 200 € für einen Stehplatz. © IMAGO/Matthias Koch
Seit jeher gut ausgelastet sind die Heimspiele des FC St. Pauli am Millerntor. Für die Sitzplatz-Dauerkarten gelten dabei Preise zwischen 456 und 724 €, wohingegen der günstigste Preis für die zahlreich vorhandenen Stehplätze bei 213 € liegt.
Seit jeher gut ausgelastet sind die Heimspiele des FC St. Pauli am Millerntor. Für die Sitzplatz-Dauerkarten gelten dabei Preise zwischen 456 und 724 €, wohingegen der günstigste Preis für die zahlreich vorhandenen Stehplätze bei 213 € liegt. © IMAGO/Oliver Ruhnke
Seit 2011 ist der FCA wieder Bundesligist und damit beliebter Pilgerort für Fußballfans in der Stadt. 399 bis 679 € kosten die Sitzplatz-Jahreskarten. Stehplätze mindestens 219 €.
Seit 2011 ist der FCA Bundesligist und damit beliebter Pilgerort für Fußballfans in der Stadt. 399 bis 679 € kosten die Sitzplatz-Jahreskarten. Stehplätze mindestens 219 €. © IMAGO/kolbert-press/Christian Kolbert
Im Weserstadion wird für zwischen 260 und 825 € gesessen. In der Ostkurve stehen Fans im günstigsten Fall für 222 €.
Im Weserstadion wird für zwischen 260 und 825 € gesessen. In der Ostkurve stehen Fans im günstigsten Fall für 222 €. © IMAGO/Bahho Kara
Surft der SC Freiburg weiter auf seiner Erfolgswelle, dürften ihm Dauerkartenverkäufe sichere und lukrative Einnahmen bescheren. Gestanden wird für 230 €, die Sitzplätze liegen bei 459 bis 839 €.
Surft der SC Freiburg weiter auf seiner Erfolgswelle, dürften ihm Dauerkartenverkäufe sichere und lukrative Einnahmen bescheren. Gestanden wird für 230 €, die Sitzplätze liegen bei 459 bis 839 €. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Auf eine bessere Saison mit Europapokal-Qualifikation hofft man in Mönchengladbach. Die Heimspiele der Borussia können über die ganze Spielzeit für Preise zwischen 440 und 820 € (Sitzplatz) sowie mindestens 230 € für einen Stehplatz besucht werden.
Auf eine bessere Saison mit Europapokal-Qualifikation hofft man in Mönchengladbach. Die Heimspiele der Borussia können über die ganze Spielzeit für Preise zwischen 440 und 820 € (Sitzplatz) sowie mindestens 230 € für einen Stehplatz besucht werden. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl
Der Dino ist zurück im Oberhaus. Wer dabei sein will, muss mit Sitzplatzpreisen zwischen 340 und 880 € kalkulieren. Steher gehen in Hamburg im günstigsten Fall für 238 € über den Tresen.
Der Dino ist zurück im Oberhaus. Wer dabei sein will, muss mit Sitzplatzpreisen zwischen 340 und 880 € kalkulieren. Steher gehen in Hamburg im günstigsten Fall für 238 € über den Tresen. © IMAGO/Oliver Ruhnke
Fans von Pokalsieger Stuttgart erwartet neben der Bundesliga zudem Europapokal-Abende in der Europa League. Für das Ligaprogramm zahlen Sitzplatz-Dauerkarteninhaber zwischen 395 und 885 €. Die günstigsten Stehplätze liegen bei 240 €.
Fans von Pokalsieger Stuttgart erwartet neben der Bundesliga zudem Europapokal-Abende in der Europa League. Für das Ligaprogramm zahlen Sitzplatz-Dauerkarteninhaber zwischen 395 und 885 €. Die günstigsten Stehplätze liegen bei 240 €. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Sitzplatz-Jahreskarten im Zentralstadion erstrecken sich zwischen 350 und 945 €. Steher gibt es ab 245 €.
Sitzplatz-Jahreskarten im Zentralstadion erstrecken sich zwischen 350 und 945 €. Steher gibt es ab 245 €. © IMAGO/Roger Petzsche
Der Aufsteiger greift preislich die Spitzenplätze an. Während Stehplatz-Dauerkarten ab 252 € beginnen…
Der Aufsteiger aus Köln greift preislich die Spitzenplätze an. Während Stehplatz-Dauerkarten ab 252 € beginnen … © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Justin Deronde
… reichen Sitzplatz-Dauerkarten beim FC bis zu 1.071 € und damit als einziger Erstligist in den vierstelligen Bereich
… reichen Sitzplatz-Dauerkarten beim FC bis zu 1.071 € und ist damit als einziger Erstligist in den vierstelligen Bereich. © MIKA VOLKMANN via www.imago-images.de
Bei Union kosten Sitzplätze zwischen 561 und 905 €. Der günstigste Steher an der Alten Försterei kostet 255 €.
Bei Union kosten Sitzplätze zwischen 561 und 905 €. Der günstigste Steher an der Alten Försterei kostet 255 €. © IMAGO/nordphoto GmbH / Engler
Damit belegen die Köpenicker den vorletzten Platz in der Kategorie der günstigsten Stehplatz-Dauerkarten.
Damit belegen die Köpenicker den vorletzten Platz in der Kategorie der günstigsten Stehplatz-Dauerkarten. © IMAGO/Matthias Koch
Das größte Stadion Deutschlands: Über 80.000 Zuschauer bietet das Westfalenstadion Platz, über 55.000 Dauerkarten setzt der BVB jährlich ab und hat damit enorme Umsatzmöglichkeiten, die anderen Bundesligisten in dieser Dimension verwehrt bleiben.
Das größte Stadion Deutschlands: Über 80.000 Zuschauer bietet das Westfalenstadion Platz, über 55.000 Dauerkarten setzt der BVB jährlich ab und hat damit enorme Umsatzmöglichkeiten, die anderen Bundesligisten in dieser Dimension verwehrt bleiben. © IMAGO/osnapix / Hirnschal
Die Sitzplätze kosten dabei zwischen 485 und 905 €. Auf der berühmten Südtribüne kostet der günstigste Stehplatz 260 €.
Die Sitzplätze kosten dabei zwischen 485 und 905 €. Auf der berühmten Südtribüne kostet der günstigste Stehplatz 260 €. © IMAGO/Madeleine Fantini

„Der erste Spieltag ist wichtig, aber erst nach sechs Spielen kann man wirklich etwas sagen“, beschwichtigte Kovac, der weiter eklatante Personalsorgen hat. Weiterhin fehlen Nico Schlotterbeck, Emre Can und Niklas Süle, sodass Filippo Mane nach seinem Pokal-Debüt auch seine Bundesliga-Premiere feiern wird. Große Fragezeichen bestehen hingegen auf der rechten Defensivseite.

Ein Einsatz von Julian Ryerson, der bereits in Essen verletzungsbedingt ausfiel, ist auch in der Liga unsicher – bisschen besser sieht es zumindest bei Yan Couto aus. Der Brasilianer zog sich beim üblen Einsteigen gegen ihn nur eine Prellung zu und konnte unter der Woche bereits im Training wieder mitmischen. „Er hat einiges mitgemacht, trägt aber noch einen Verband ums Knie. Das war erstaunlich gut, ich bin zuversichtlich“, hofft sein Trainer.

Rubriklistenbild: © Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn/IMAGO

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