Vancouver erlebt irres Müller-Sprüche-Feuerwerk mit Leberkäse, Staubsaugen und Tierlauten
VonIsabella Strehmann
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Bayern-Legende Thomas Müller wurde bei den Vancouver Whitecaps offiziell präsentiert. Dabei lieferte der Stürmer einen lustigen Spruch nach dem anderen.
Vancouver – Der FC Bayern startet in wenigen Tagen in die neue Saison – ohne Thomas Müller. Die FCB-Legende, die nach 25 Jahren Abschied genommen hat, wird fehlen. Nicht nur sportlich, sondern auch, weil ihn aufgrund seiner launigen Sprüche selbst die Nicht-Bayernfans lieben. Auf seiner Vorstellung bei den Vancouver Whitecaps erlebten die Anwesenden genau das: Ein irres Sprüche-Feuerwerk.
Wer Thomas Müller kennt, der weiß: So ganz ohne Späßchen geht es bei ihm nie. Seine erste Pressekonferenz als Whitecaps-Spieler sorgte für jede Menge Spaß, offensichtlich freut sich der Weltmeister von 2014 sehr auf das Abenteuer Kanada. Es fällt daher nicht leicht, die besten Müller-Sprüche der Medienrunde herauszufiltern.
Müllers Sprüche-Feuerwerk bei Vancouver-Vorstellung zu Leberkäse, Tiergeräuschen und Staubsaugen
Gleich zum Auftakt der PK wird Müller mit Leberkäse empfangen. Seine Reaktion: „Die bayerische Küche ist zwar nicht für den Leistungssport kreiert worden, trotzdem bin ich froh, dass ich hier eine Anlaufstelle habe.“ Am Ende des Gesprächs wird der gebürtige Weilheimer dann noch einmal konkret nach seinem Lieblingsessen gefragt. Die Antwort an die Caterin: „Ich bin kein Lieblings-Guy. Alles hat immer zwei Seiten. Aber dein Leberkäs war sehr gut.“
Natürlich dreht sich an diesem Tag nicht alles nur ums Essen. Für Müller ist der Karriereschritt ein gewaltiger, zum ersten Mal geht es raus aus der bayrischen Heimat. Ob er diesen Schritt denn unfallfrei meistern wird? Müller beruhigt die Journalisten, denn: Er ist schließlich schon fast 36 Jahre alt, feiert am 13. September Geburtstag.
Pferde, Ehefrau Lisa und ein schwerer Schicksalsschlag: So tickt Thomas Müller privat
Mit einem Augenzwinkern verspricht der Stürmer: „Ich bin schon groß, komme zurecht, weiß, wie man einigermaßen gut durchs Leben kommt. Ich weiß, wie man staubsaugt, eine Wohnung sauber macht. Ich weiß aber auch, dass das Wichtigste auf dem Platz oder auf dem Trainingsgelände stattfindet.“ Ein Staubsauger dürfte sich in der knapp 700.000 Einwohner-Stadt Vancouver finden lassen.
Moderator Price ist nicht entgangen, dass Neuzugang Müller ein Pferde-Narr ist. Also möchte er von ihm wissen, ob er denn auch Tiergeräusche nachmachen könne. Ein lautes „Määäääh“ sorgt für Gelächter unter den Teilnehmern. Hat Price vielleicht eines der letzten Müller-Videos auf Instagram gesehen und wollte eine tierische Kostprobe?
Vor wenigen Tagen hatte der 13-fache Deutsche Meister seinen Ex-Kollegen Manuel Neuer als G.O.A.T bezeichnet, seine Aussage mit einem entsprechenden „Määääh“ hinterlegt. Grasen Ziegen gerne auf frischen Weiden, muss Müller in Vancouver auf Kunstrasen spielen. Ein Problem für den Routinier, der das Geläuf nicht gewohnt ist?
Wohl nicht, denn: „Meine Knie sind die eines 15-Jährigen, hat der Arzt gesagt.“ Axel Schuster, der deutsche Sportdirektor der Whitecaps, wollte Thomas Müller unbedingt. Wieso er nach Vancouver gewechselt ist? Darauf antwortet der Offensivspieler: „Axel hat alles gesagt, ich möchte eigentlich nichts anderes sagen, auch weil er neben mir sitzt.“
Müllers Sprüche-Feuerwerk sorgt für viele begeisterte Gesichter
Keine Frage: Thomas Müller ist auch in Vancouver genau der Thomas Müller, der in Fußball-Deutschland zu den beliebtesten Spielern aller Zeiten gehört. Die Vorfreude auf den ersten Auftritt des bald 36-Jährigen ist riesig und er verspricht: „Ein Abenteuer ist aber nur interessant, wenn man auch die Chance hat, Titel zu gewinnen.“ Schon in wenigen Tagen könnte Müller die ersten Spielminuten für die Whitecaps absolvieren. (is)