VonMelanie Gottschalkschließen
Mitten in der Vorbereitung verletzt sich der Nordische Kombinierer Alessandro Pittin aus Italien so schwer, dass er die Saison wohl nicht antreten wird.
München – Das hätte nicht schlimmer laufen können. Mitten in der Vorbereitung auf die neue Weltcup-Saison in der Nordischen Kombination hat sich der italienische Kombinierer Alessandro Pittin so schwer verletzt, dass seine Saison bereits vor dem Start Ende November beendet ist.
| Alessandro Pittin | |
|---|---|
| Geboren: | 11. Februar 1990 (Alter 33 Jahre), Tolmezzo, Italien |
| Disziplin: | Nordische Kombination |
| Größte Erfolge: | 1x Bronze bei Olympischen Spielen, 1x Silber bei Weltmeisterschaften, 3x Weltcup-Siege |
Nordischer Kombinierer Pittin reißt sich Kreuzband in Saisonvorbereitung
Beim Sommer Grand Prix in Oberwiesenthal stürzte Pittin bei einem Sprung von der Schanze und zog sich dabei einen Kreuzbandriss zu. Er wird mindestens ein halbes Jahr pausieren müssen und deshalb die kommende Weltcup-Saison definitiv verpassen. Ob die Verletzung vielleicht sogar das Karriereende für den 33 Jahre alten Nordischen Kombinierer bedeutet, steht aktuell noch nicht fest.
Die schwere Verletzung ist für den Italiener natürlich eine Hiobsbotschaft. Pittin zählt zu den zehn stärksten Langläufern im Feld, wollte sicher mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand noch einmal eine Schippe drauflegen. Daraus wird nun nichts.
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Pittin verletzte sich bereits in der Vergangenheit bei Sturz schwer
Für Pittin ist es nicht die erste schwere Verletzung in seiner Karriere nach einem Sturz auf der Schanze. Bereits 2012, damals war der Italiener 21 Jahre, stürzte er so schwer, dass er noch vor Ort unter Narkose gesetzt werden musste. Damals erlitt er einen sogenannten Verrenkungsbruch in der linken Schulter.
Damals kämpfte er sich zurück und konnte anschließend insgesamt drei Weltcuprennen gewinnen. Bei den Olympischen Spielen 2010 im kanadischen Vancouver holte er Bronze im Einzelrennen der Nordischen Kombination und 2015 bei der Ski-WM Silber. 2014 bei den Spielen in Sotschi verpasste er als Vierter nur ganz knapp das Podium.
Deutsche Kombinierer in bestechender Frühform
Die deutschen Kombinierer konnten beim Sommer Grand Prix in Oberwiesenthal übrigens überzeugen. Julian Schmid konnte mit einem Start-Ziel-Sieg den perfekten Einstand in die neue Saison feiern, er hatte mit einem neuen Sommerrekord auf der Schanze (110 Meter) den Grundstein zum Erfolg gelegt. Johannes Rydzek lief 16,6 Sekunden als Zweiter über die Ziellinie, der Österreicher Franz-Josef Rehrl wurde Dritter.
Die Deutschen befinden sich also schon in einer bestechenden Frühform, die Konkurrenz, die dem Sommer Grand Prix teilweise fern blieben, dürfte gewarnt sein.
Skirennfahrer Max Franz ist schon einen Schritt weiter als Pittin, er befindet sich im Aufbautraining. Aber der 33-Jährige hat schwere Monate hinter sich, die vergangene Saison verpasste er komplett, auch in diesem Sommer ist es nicht sicher, ob er bis zum Saisonauftakt fit wird.
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