VonAdrian Kühnelschließen
Die Ultra-Fans des VfB Stuttgart demonstrieren gegen den Anteilseigner und Sponsor Porsche. Alexander Wehrle nimmt in einer Erklärung dazu Stellung.
Stuttgart – Während sich der VfB Stuttgart am vergangenen Freitagabend in der Bundesliga mit 3:2 gegen Union Berlin durchsetzte, hielten Fans in der Cannstatter Kurve zahlreiche Plakate in die Höhe, die sich gegen Porsches stellvertretenden Vorstandsvorsitzender Lutz Meschke richteten. Der Anlass: Meschke erweitert ab sofort den Präsidialausschuss der VfB Stuttgart AG.
VfB-Vorstand gibt Statement ab
Die Ultras kritisieren den wachsenden Einfluss von Porsche. Der Vorstand des VfB Stuttgart teilt nach dem Protest der Ultras in einem Statement mit: „Porsche darf aus unserer Sicht als Anteilseigner die gleichen Rechte wie Mercedes-Benz beanspruchen, was mit der Besetzung vom Aufsichtsrat der VfB Stuttgart 1893 AG mit einem stellvertretenden Vorsitz sowie in Rollen der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats inzwischen umgesetzt ist.“
Und weiter: „Entscheidend ist, dass der Verein als Hauptanteilseigner der AG immer die Mehrheit, Deutungshoheit und Beschlussfähigkeit besitzt. Das ist vollständig und unzweifelhaft der Fall. Im Zuge dessen hat auch die DFL einmal mehr bestätigt, dass die 50+1-Regelung beim VfB in jedem denkbaren Szenario gewahrt ist.“
Wehrle verteidigt Porsche und Meschke: „Wir können uns glücklich schätzen“
Der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle sagt: „Es ist für mich klar: Der VfB wäre ohne den Einstieg von Porsche heute nicht da, wo er ist. Grundsätzlich sind Diskussionen, auch kontrovers geführte, legitim und gehören zu einem großen Traditionsverein wie dem unseren dazu.“
Zudem betont Wehrle: „Porsche mit Lutz Meschke an der Spitze hat unser Weltmarkenbündnis, um das uns viele Klubs beneiden, erst möglich gemacht und ist auch ein Wegbereiter für die Partnerschaft mit der LBBW. Porsche bekennt sich zum VfB, zur Region, zur Jugendförderung und zu 50+1. Wir können uns glücklich schätzen, einen so starken Partner an unserer Seite zu haben.“
Porsche war im Sommer 2023 beim VfB eingestiegen und hält mittlerweile – wie auch Mercedes – rund elf Prozent an der VfB Stuttgart 1893 AG. Der Deal bringt dem Bundesligisten bis zu 100 Millionen Euro.
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