VonNiklas Noackschließen
Beim VfB Stuttgart steht die Mitgliederversammlung vor der Tür. Manche Fans wollen dabei ihren Präsidenten loswerden.
Stuttgart - Wie die Stimmung bei einer Mitgliederversammlung eines Fußballvereins ist, hängt zu einem gewissen Teil vom sportlichen Erfolg ab. Somit besteht nach dem Auftaktsieg des VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum (5:0) zumindest die Hoffnung, dass die diesjährige MV ruhiger als manche Veranstaltung in der Vergangenheit ablaufen könnte.
Unser VfB-Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit allen wichtigen News zum Fußball-Bundesligisten aus Stuttgart. Hier geht es zur Anmeldung.
VfB-Präsident Claus Vogt steht bei der Mitgliederversammlung im Fokus
Selbstverständlich ist dies aber lange nicht. Nicht mal dann, wenn die Schwaben überraschenderweise bis dahin Tabellenführer bleiben sollten. Denn es gibt ein paar Themen, die am 10. September für Brisanz sorgen. So berichtet die Stuttgarter Zeitung darüber, dass das Mitglied Cornelia Gerstung einen Abwahlantrag eingereicht hat, der den VfB-Präsidenten Claus Vogt betrifft.
Auch die Initiative „VfB Jetzt“ hat solch einen Antrag gestellt. Darüber hinaus wurden von dieser Gruppe Abwahlanträge gegen die dem Präsidenten nahen Vereinsbeiratsmitglieder André Bühler und Marc-Nicolai Schlecht gestellt.
Die Fans des VfB Stuttgart dürften Redebedarf haben
Bis zum 21. August hatten Mitglieder die Chance, Anträge einzureichen. Welche zugelassen werden, wird nun geprüft. Generell steht auf der Tagesordnung die Wahl für die zwei vakanten Posten im Vereinsbeirat. Im Januar dieses Jahres gab es in dem VfB-Gremium zwei öffentlich viel diskutierte Rücktritte von Susanne Schosser und Martin Bizer, die gegen Präsident Vogt Vorwürfe erhoben hatten. Unter anderem soll der Vereinschef demnach seinen Rücktritt angedroht haben.
Vogt widersprach dieser Darstellung. Auch von einem Riss, der durch die Vereinsgremien gehen soll, wollte der Präsident nichts wissen. Im Januar sagte Vogt gegenüber BW24, es handle sich lediglich um „Spekulationen, Gerüchte und Unwahrheiten“, die dem VfB schlichtweg schaden würden.
Zuletzt war es hinsichtlich dieser Thematik ruhig geworden, doch zur Mitgliederversammlung dürften die Störgeräusche wieder zunehmen. Auch über den neuen Hauptsponsor des VfB, Wettanbieter Winamax, dürfte sich das ein oder andere Mitglied den Frust von der Seele reden.
Rubriklistenbild: © Hansjürgen Britsch/IMAGO

