VfB-Star Undav bricht Schweigen zur Nagelsmann-Funkstille – und zeigt sich genervt
VonNiklas Noack
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VfB-Star Deniz Undav hat bei einem Thema seinen Ärger freien Lauf gelassen. Auch spricht er über die aktuelle Funkstille zu Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Die Zahlen, die Deniz Undav liefert, sind beeindruckend. Wettbewerbsübergreifend traf er in dieser Saison 18 Mal, dazu kommen satte elf Torvorlagen. Ob der Stürmer des VfB Stuttgart aber für Deutschland bei der WM auflaufen darf, bleibt ungewiss. Zumindest hat Bundestrainer Julian Nagelsmann seit der Winterpause nicht mehr mit dem Angreifer gesprochen, wie Undav auf Nachfrage von Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, verriet.
„Er muss aber auch nicht mit mir reden“, so der Stürmer am Rande eines Wohltätigkeitstermins in der Stuttgarter Leonhardskirche, denn: „Ich bin ein Stürmer mit einer guten Statistik, liefere Woche für Woche ab und versuche mich so zu empfehlen. Am Ende entscheidet aber der Bundestrainer. Meine Argumente zeige ich auf dem Platz.“
VfB-Star Deniz Undav klärt über die Rolle als Mittelstürmer auf
Was Undav jedoch stört, ist, dass er in der breiten Öffentlichkeit zu selten als deutscher Nationalstürmer gesehen wird. Weil trotz der guten Statistik sein Name nie falle, ärgerte er sich. Auf Nachfrage unserer Redaktion, ob dies damit zu tun habe, dass er häufig nicht als klassischer Stürmer gesehen werde, sagte Undav: „Was ist denn ein Mittelstürmer? Ein Mittelstürmer ist der, der trifft. Ich habe die beste Quote, deswegen verstehe ich immer nicht, warum man über andere redet, aber nicht über mich.“
Dass sein Name kaum falle und auch die Diskussion, ob er ein klassischer Mittelstürmer sei oder nicht, gehe ihm „auf den Zeiger“. Undav: „Das höre ich schon mein Leben lang und das geht mir auf den Zeiger. Ich habe gedacht, dass das aufhört, wenn ich so gut score, aber es hört nicht auf. Ich bin einfach ein guter, klassischer Stürmer, der aber auch ein guter Zehner sein kann. Das ist aber nicht meine Schuld, dass ich die Qualität habe.“
Auf die Antwort, ob diese Qualität für die WM oder gar einen Stammplatz beim DFB reicht, wird Undav allerdings noch warten müssen. Undav bleibt derweil entspannt und weiß: „Solange ich treffe, wird es schwer, an mir vorbeizukommen.“ Zur WM-Vorbereitung trifft Deutschland am 27. März zunächst auf die Schweiz, dann am 30. März in Stuttgart auf Ghana.