Großes Lob

Karazor über VfB-Magier Millot: „Müssen aufpassen, dass unser kleiner Franzose nicht zu sehr fliegt“

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Am Ende hat sich der VfB Stuttgart gegen Sparta Prag in der Champions League mit einem 1:1-Remis zufriedengeben müssen. Karazor lobte nach Abpfiff Millot.

Stuttgart - 14 Jahre mussten die Fans des VfB Stuttgart warten, bis die Hymne der Champions League wieder im einstigen Neckarstadion ertönte. Ein historisch besonderer Moment, den man der Mannschaft in der Partie gegen Sparta Prag durchaus anmerkte. Dieser Überzeugung ist zumindest Kapitän Atakan Karazor, der diesen Umstand als Entschuldigung dafür sah, dass sein Team am Dienstagabend nicht ganz ans Limit kam.

Doch einer, der überzeugte einmal mehr: Enzo Millot. Nach einer Flanke von Maximilian Mittelstädt köpfte der Franzose das erste Königsklassentor für die Stuttgarter (7. Minute), seit Cacau die Schwaben im Februar 2010 gegen Barcelona in Führung gebracht hatte. Auch damals kassierte der VfB noch den 1:1-Ausgleich durch niemand geringeren als Zlatan Ibrahimović.

Fabian Wohlgemuth nimmt VfB-Torwart Alexander Nübel in Schutz

Diesmal war es Prags Kaan Kairinen, der per traumhaften Freistoß die Stuttgarter Party versaute (32.). Torwart Alexander Nübel war zwar mit der Hand am Ball und lenkte ihn an den Pfosten, doch von dort sprang die Kugel ins Gehäuse. Ob er haltbar war? Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bewertete es letztlich als „sehr schwere Situation“ für den Torhüter. Nübel selbst wollte sich auf BW24-Nachfrage nach Abpfiff nicht äußern.

Generell verschwanden die meisten Stuttgarter Profis am Dienstagabend zügig. Einer, der jedoch lange stehen blieb, war Karazor. Und der verriet den Journalisten, dass er sich entschieden habe, für welche Nationalmannschaft er künftig auflaufen werde. Ob für Deutschland oder die Türkei, wollte der Sechser zwar nicht verkünden, doch er betonte, es sei eine rein sportliche Entscheidung gewesen. Somit kommt eigentlich nur die Türkei infrage, da die Konkurrenzsituation beim DFB auf seiner Position (zu) groß ist.

VfB-Kapitän Karazor weiß Enzo Millot zu schätzen.

Karazor über Millot: „Er ist unersetzbar“

Für die Nationalmannschaft ist Millot ebenfalls schon aktiv, wenn auch bislang nur für die U23 Frankreichs. Sollte er jedoch konstant weiter solch eine Leistung bringen, dürfte auch die Nominierung für die A-Nationalmannschaft nur noch eine Frage der Zeit sein.

Für den VfB ist er jetzt schon „unersetzbar“, adelte ihn Karazor nach der Prag-Partie: „Er bringt eine gewisse Magie in unser Spiel, das soll er so weiter machen.“ Dass er von diesem Weg nicht abkommt, dafür sollen auch Millots Teamkollegen sorgen. Karazor: „In der Kabine müssen wir natürlich aufpassen, dass unser kleiner Franzose nicht zu sehr fliegt, aber das bekommen wir sehr gut hin, das spiegelt aktuell seine Leistung wider. Er ist noch jung, wenn er diesen Weg weitergeht, kann er eine sehr große Karriere vor sich haben.“

Rubriklistenbild: © Julia Rahn/IMAGO

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