VonJohannes Skibaschließen
Gleich sechs Tore fielen beim Champions-League-Kracher zwischen Real Madrid und Manchester City. Das Spiel hatte nahezu alles zu bieten, was das Fußballerherz begehrt.
Madrid – Die ersten beiden Viertelfinal-Hinspiele der Champions League hatten es wirklich in sich. Während dem FC Bayern in London beim FC Arsenal ein 2:2-Unentschieden gelang, wurde es rund 1700 Kilometer weiter südlich in Madrid noch torreicher. Carlo Ancelottis Real und Pep Guardiolas Manchester City trennten sich mit einem fulminanten 3:3. Die torreichen Hinspiele in der K.Oohase der Königsklasse sind ein relativ neuer Trend.
Freistoßtreffer, Traumtore, individuelle Klasse: Real Madrid gegen Manchester City war ein einziges Highlight
Das Spiel zwischen Real und City begann spektakulär. Bereits nach 108 Sekunden überraschte Bernardo Silva Courtois-Vertreter Lunin mit einem Freistoß aus großer Distanz, den der kleine Portugiese entgegen der Erwartung des ukrainischen Keepers direkt aufs Tor zog. 0:1. Real Madrid antworte gleich doppelt. Erst landete ein abgefälschter Schuss von Camavinga im Kasten des früheren Bielefelders Stefan Ortega. Anschließend schickte Vini Junior seinen Landsmann Rodrygo auf die Reise, der nicht nur seine Schnelligkeit ausspielte, sondern auch beim Abschluss ruhig und eiskalt blieb.
So stand es nach nicht mal 14 Minuten 2:1 für Madrid. In der zweiten Hälfte folgten drei Traumtore. Den schönsten Treffer erzielte der englische Nationalspieler Phil Foden mit einem fast ansatzlosen Abschluss aus 20 Metern. Der Ball landete unhaltbar im Winkel. Ein paar Minuten später zog Abwehrmann Josko Gvardiol nach und schloss ebenfalls aus großer Distanz mit seinem schwächeren Rechten erfolgreich ab. Den Schlusspunkt setzte dann der Uruguayer Fede Valverde auf der anderen Seite, der einen Flankenball von Vini Junior mit seiner fantastischen Schusstechnik zum 3:3-Endstand verwandeln konnte.
Abschaffung der Auswärtstorregel sorgt für mehr Spektakel in der Champions League
So endete ein denkwürdiger Champions-League-Abend mit sechs Toren und einer gerechten Punkteteilung. Gewinner dieses epischen Schlagabtausches waren indes die Fans. Comeback-Nationalspieler Toni Kroos zeigte sich nach der Partie am Mikrofon bei DAZN etwas enttäuscht: „City schießt natürlich zwei Traumtore. Insgesamt bin ich aber mit dem Ergebnis leider nicht zufrieden.“
So fielen gleich zehn Tore in den ersten beiden Viertelfinal-Begegnungen in der Königsklasse. Ein Grund für den Tor-Wahnsinn in der Champions League ist die Abschaffung der Auswärtstorregel. Seitdem die Regel in der Saison 2021/2022 nicht mehr zum Tragen kommt, agieren die Teams in den K.o.-Spielen oft offensiv- und risikofreudiger. Das Resultat sind solche Spektakel. Bereits im Halbfinal-Hinspiel 2022 trennten sich City und Real in Manchester mit einem wahnsinnigen 4:3. Die neutralen Fans kann das nur freuen. (jsk)
Rubriklistenbild: © Imago/Montage

