Brutale Szene sorgt für Entsetzen: Augsburg-Profi bei Bayern-Sieg mit Trage vom Platz getragen
VonSascha Mehr
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Beim Sieg des FC Bayern München gegen den FC Augsburg musste FCA-Profil Robin Fellhauer mit der Trage vom Platz getragen werden.
Update vom 31. August, 12.15 Uhr: Am Tag nach dem Zusammenprall mit Sacha Boey gibt es Neuigkeiten zum Gesundheitszustand zu Robin Fellhauer. Nach Informationen der BILD wurde im Augsburger Uniklinikum, wie vermutet, eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Noch in der Nacht durfte der Mittelfeldspieler das Krankenhaus wieder verlassen.
Eine Operation ist nicht nötig, Fellhauer gehe es den Umständen entsprechend gut. Eine ungefähre Ausfalldauer gibt es noch nicht. Am kommenden Wochenende pausiert die Bundesliga zugunsten einer Länderspielpause, eventuell verpasst der Augsburger anschließend die Partie gegen St. Pauli, die auswärts stattfinden wird.
Update vom 30. August, 21.15 Uhr: Manuel Neuer äußerte sich in der Mixed-Zone zur Fellhauer-Szene: „Das Wichtigste ist erst einmal, dass nichts Schlimmeres passiert ist bei der Aktion von Sacha und Fellhauer. Ich hoffe, dass er gesund ist, nichts Schwieriges hat und schnell wieder auf den Beinen ist. Dafür wünschen wir ihm alles Gute.“
Erstmeldung: Augsburg – Unschöne Szene kurz vor Ende der Partie zwischen dem FC Augsburg und dem FC Bayern München. Die Gastgeber versuchten alles, um noch den Ausgleich zu erzielen, die Gäste stemmten sich vehement gegen den dritten Gegentreffer. Sacha Boey ging dabei über die Grenze des Erlaubten und foulte Augsburg-Profi Robin Fellhauer auf Höhe der Mittellinie.
Der Bayern-Verteidiger kam bei einem hohen Ball deutlich zu spät und räumte seinen Gegenspieler in der Luft ab. Fellhauer fiel rückwärts auf den Rasen und knallte dabei ungebremst auf den Boden. Sofort eilten Rettungskräfte auf den Platz, um sich um den 27-Jährigen zu kümmern. Boey bekam für das Foul die Gelbe Karte.
Fellhauer musste mit der Trage vom Platz gebracht werden und die Sorgen waren groß um den Augsburg-Spieler. Erste Entwarnung gab es nach dem Spiel von Sky-Experte Lothar Matthäus. „Um ihn herum ist viel Bewegung. Ich habe gerade eben gesehen, dass seine Augen offen waren“, sagte 64-Jährige vor laufender Kamera.
Nach Sky-Informationen soll sich Fellhauer eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen haben. „So darf er nicht rangehen. Kann sich ja auch selbst verletzt. Das sah ganz schlimm aus. Da kannst du dich gar nicht wehren. Das ist einfach eine Situation, die sich durch den Zweikampf ergeben hat“, übte Matthäus Kritik am Einsteigen von Boey.
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Augsburg-Keeper gab beim Interview nach Spielende ein weiteres Update zu seinem verletzten Gegenspieler: „Den Umständen entsprechend geht es ihm gut. Er wird gerade noch getackert oder geklebt. Scheint überraschend gut ausgegangen zu sein.“ Beruhigend also, dass sich Robin Fellhauer offenbar nicht noch schwerer verletzt hat.
Nach der Partie äußerte sich auch Augsburg-Cheftrainer Sandro Wagner zu dem Foul. „Wird schon gut. Dauert jetzt halt. Ist eine schwere Gehirnerschütterung. Das war einfach ein brutales Foul. Ich unterstelle ihm keine Absicht. Kritik übt Wagner daran, dass Boey anschließend einfach „zu cool für die Welt“ weggeht und sich nicht entschuldigt. „Ganz kurz hingehen und entschuldigen. Das macht man halt so.“ Laut Wagner ist die Familie wohl bei Fellhauer und weint. Der Spieler muss noch ins Krankenhaus.
Das Spiel endete 3:2 für den FC Bayern München, das sich damit die Tabellenführung von Eintracht Frankfurt zurückholte. Nach dem zwischenzeitlichen 3:0 sah der deutsche Rekordmeister schon wie der sichere Sieger aus, doch wie schon im DFB-Pokal bei Wehen Wiesbaden brachten sich die Bayern erneut fast selbst um den verdienten Lohn. (smr)