VonNiklas Noackschließen
Der VfB Stuttgart hat den SC Freiburg mit 3:1 (2:1) geschlagen und befindet sich weiter auf Europakurs. Im Gegensatz zu Anton will Mittelstädt seine Träume aber nicht verraten.
Freiburg/Stuttgart - Wie groß das schwäbische Selbstbewusstsein derzeit ist? Sinnbildlich dafür stand beim Sieg des VfB Stuttgart über den SC Freiburg das Tor zum 3:1-Endstand durch Maximilian Mittelstädt. Der Linksverteidiger bekam die Kugel von Deniz Undav perfekt temperiert in die Gasse gespielt, sodass er aus spitzem Winkel auf den Freiburger Torwart Noah Atubolu zulief, den Mittelstädt schließlich locker flockig überlupfte (74.).
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VfB-Profi Mittelstädt spricht über sein Traumtor gegen den SC Freiburg
„Ich habe gar nicht viel darüber nachgedacht in dem Moment, sondern es war einfach mein Instinkt. Ich habe ein bisschen spekuliert, dass der Torwart schon früh heruntergeht und das hat zum Glück gut geklappt. Wir haben momentan alle viel Selbstvertrauen, da kann man so etwas schon mal versuchen“, analysierte Mittelstädt später seinen eigenen Treffer.
Es war sein erstes Tor im VfB-Dress und „dann noch so ein wichtiges“, freute sich der Defensivspieler. Es war ein besonders Schönes, das auch Trainer Sebastian Hoeneß nicht kaltließ: „Unfassbar für einen Linksverteidiger.“
Mit diesem Treffer machte Mittelstädt auf ein Spiel den Deckel drauf, das für den VfB nicht besser hätte beginnen können. Schon nach drei Minuten schickte Waldemar Anton mit einem überragenden Flachpass Undav auf die Reise, der ins linke untere Eck zum 1:0 einschoss. Das zweite legte dann Undav für Führich auf, der das Leder ebenfalls unten links in die Maschen schoss (7.). Den zwischenzeitlichen 2:1-Anschlusstreffer für die Breisgauer erzielte Lukas Kübler (45.+11). Zu diesem Zeitpunkt waren die Freiburger bereits zu zehnt, weil Merlin Röhl nach einem rüden Foul an Mittelstädt die Rote Karte gesehen hatte (18.).
VfB-Trainer Hoeneß ist nicht danach, über neue Ziele zu reden
Mit dem Sieg beim SC Freiburg und dem somit zweiten Ligaerfolg hintereinander sind die Schwaben zurück in der Spur und befinden sich mit 40 Punkten nach 20 Partien weiter auf Champions-League-Kurs. Dennoch ist Coach Hoeneß nicht danach, neue Ziele auszurufen und verwies nach der Partie weiterhin auf Mitte März. Dann könne man eventuell über weitere Ambitionen reden.
Mittelstädt: „Jeder hat Träume...“
Die Spieler dagegen tun sich mit der defensiven Haltung etwas schwerer. „Ich will jetzt keine neuen Ziele ausrufen, bevor es jemand anderes getan hat“, sagte zum Beispiel Mittelstädt, der aber durchaus durchblicken ließ, ans europäische Geschäft zumindest schon mal gedacht zu haben: „Jeder hat Träume, jeder hat Ziele. Aber manchmal sollte man seine Träume und Ziele für sich behalten.“ Mehr entlocken ließ sich Kapitän Anton, dem schlussendlich sogar herausrutschte: „Wir wollen natürlich international spielen.“
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Bevor die Stuttgarter an diesem Ziel weiterarbeiten dürfen, steht am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) noch das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer 04 Leverkusen an. Das nächste wichtige Spiel, schließlich ist die Chance auf den Titel in diesem Jahr so hoch wie schon lange nicht mehr.
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