SGE-Stürmer heiß begehrt

Kolo Muani zum FC Bayern München? Neben der Summe spricht wohl eine Stärke des Stürmers dagegen

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Geht Eintracht-Stürmer Randal Kolo Muani im Sommer zum FC Bayern? Angeblich ist ein Wechsel ins Ausland wahrscheinlicher.

Frankfurt – Die Zukunft von Randal Kolo Muani ist eines der größten Fragezeichen, wenn es bei Eintracht Frankfurt um die Kaderplanung für die kommende Saison geht. Mit seinen Leistungen weckt der Angreifer bei den ganz großen Vereinen Begehrlichkeiten, die Liste der Interessenten soll lang sein.

Randal Kolo Muani
Geburtsdatum und -ort:5. Dezember 1998 in Bondy (Frankreich)
Bisherige Vereine im Profibereich:FC Nantes, US Boulogne, Eintracht Frankfurt
Bei Eintracht Frankfurt seit:Juli 2022
Vertrag bei Eintracht Frankfurt bis:Juni 2027

Krösche dementiert Angebote für Kolo Muani

Auch mit einem Wechsel zum FC Bayern München wurde der Franzose in den vergangenen Wochen und Monaten regelmäßig in Verbindung gebracht. Der deutsche Rekordmeister sucht bekanntermaßen einen neuen Mittelstürmer und hat laut verschiedenen Medienberichten ein Auge auf den 23-Jährigen geworfen. Eine handfeste Offerte habe die Eintracht allerdings noch nicht erhalten, wie Sportvorstand Markus Krösche vor wenigen Tagen bei Sky sagte.

„Bayern München ist aber auch nicht der einzige Klub, der sich mit ihm beschäftigt. Konkrete Anfragen hat es bisher aber noch nicht gegeben, weder von den Bayern noch von anderen“, so Krösche, um den sich zuletzt ebenfalls Wechselgerüchte rankten.

Frankfurts Kolo Muani (re.) im Laufduell mit Münchens Upamecano (li.).

Passt Kolo Muani überhaupt zum FC Bayern?

In der Vergangenheit hatte der Ex-Profi mehrfach betont, Kolo Muani im Sommer nicht abgeben zu wollen. Im Falle eines Angebots mit einer Ablöse von rund 100 Millionen Euro sollen die Frankfurter aber gesprächsbereit sein. Dieser Betrag hätte es zwar in sich, laut der Sport Bild soll der FCB in der anstehenden Transferperiode aber bereit sein, eine Rekordsumme für einen Stürmer auszugeben.

Innerhalb der Branche gebe es laut der Bild nun allerdings Zweifel, ob der Franzose tatsächlich zum Spielstil der Münchner passen würde. Da Kolo Muani eher den Weg in die Tiefe sucht, könne er seine Stärken möglicherweise nicht richtig ausspielen. Aufgrund der bayerischen Spielweise würde ihm möglicherweise der Platz fehlen, um seine Schnelligkeit zur Geltung zu bringen. „Deshalb wir eher mit einem Kolo-Wechsel ins Ausland gerechnet“, heißt es weiter in der Meldung.

Kolo Muani, Marmoush – und jetzt Ekitiké: Die teuersten Transfer-Abgänge von Eintracht Frankfurt

Randal Kolo Muani erzwang seinen Wechsel zu Paris Saint-Germain im Sommer 2023. Die Fans waren wütend, die SGE erhielt 95 Millionen Euro. Damit ist Kolo Muani noch immer der aktuelle Rekord-Abgang.
Randal Kolo Muani erzwang seinen Wechsel zu Paris Saint-Germain im Sommer 2023. Die Fans waren wütend, die SGE erhielt 95 Millionen Euro. Damit ist Kolo Muani noch immer der aktuelle Rekord-Abgang. © IMAGO/Ulrich Hufnagel
Stürmte erst an der Seite von Omar Marmoush, dann noch ein halbes Jahr als dessen Nachfolger. Im Sommer 2025 legte dann der FC Liverpool 95 Millionen für Hugo Ekitiké auf den Tisch.
Stürmte erst an der Seite von Omar Marmoush, dann noch ein halbes Jahr als dessen Nachfolger. Im Sommer 2025 legte dann der FC Liverpool 95 Millionen für Hugo Ekitiké auf den Tisch. © IMAGO/ActionPictures
Omar Marmoush hatte bei Eintracht Frankfurt viel Grund zur Freude
Schon im Januar 2025 zog es Omar Marmoush in die Premier League. Ebenso wie bei Etikité lief auch sein Abgang deutlich harmonischer ab als bei Kolo Muani. Manchester City überwies 75 Millionen Euro nach Frankfurt. © IMAGO/Joaquim Ferreira
Luka Jovic verließ die Eintracht 2019 für die Ablöse von 63 Millionen Euro Richtung Real Madrid.
Luka Jovic verließ die Eintracht 2019 für die Ablöse von 63 Millionen Euro Richtung Real Madrid. © Roland Krivec/imago
Sébastien Haller war Teil der Büffelherde. 2019 ging er für 50 Millionen Euro zu West Ham United.
Sébastien Haller war Teil der Büffelherde. 2019 ging er für 50 Millionen Euro zu West Ham United. © DeFodi/imago
Wechselte im Sommer 2024 für 40 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain: Defensivspezialist Willian Pacho.
Wechselte im Sommer 2024 für 40 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain: Defensivspezialist Willian Pacho. © IMAGO/Jürgen Kessler
Jesper Lindström sorgte mit seinen Leistungen für die Eintracht für Aufsehen und so ging es im Sommer 2023 für 30 Millionen Euro zur SSC Neapel nach Italien.
Jesper Lindström sorgte mit seinen Leistungen für die Eintracht für Aufsehen und so ging es im Sommer 2023 für 30 Millionen Euro zur SSC Neapel nach Italien. © IMAGO/Jürgen Kessler
André Silva verließ die Eintracht 2021 und ging für 23 Millionen Euro zu RB Leipzig.
André Silva verließ die Eintracht 2021 und ging für 23 Millionen Euro zu RB Leipzig. © Jan Huebner/imago
Innenverteidiger Tuta etablierte sich erst nach einer Leihe in der Frankfurter Innenverteidigung. Im Sommer 2025 wechselte er für 15 Millionen Euro zu Al-Duhail SC nach Katar.
Innenverteidiger Tuta etablierte sich erst nach einer Leihe in der Frankfurter Innenverteidigung. Im Sommer 2025 wechselte er für 15 Millionen Euro zu Al-Duhail SC nach Katar. © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal
Filip Kostic entpuppte sich für Eintracht Frankfurt als Glücksgriff. Im Sommer 2022 verabschiedete er sich für 14,7 Millionen Euro zur Alten Dame nach Turin.
Filip Kostic entpuppte sich für Eintracht Frankfurt als Glücksgriff. Im Sommer 2022 verabschiedete er sich für 14,7 Millionen Euro zur Alten Dame nach Turin. © IMAGO/Joaquim Ferreira
Der Abgang von Djibril Sow ging lautlos vonstatten. Im Sommer 2023 zahlte der FC Sevilla 10 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler.
Der Abgang von Djibril Sow ging lautlos vonstatten. Im Sommer 2023 zahlte der FC Sevilla 10 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler. © IMAGO/TEAM2sportphoto
Kevin Trapp ging 2015 für 9,5 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain, bevor er drei Jahre später zurückkehrte.
Kevin Trapp ging 2015 für 9,5 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain, bevor er drei Jahre später zurückkehrte. © Rene Traut/Sven Simon/imago
Für Carlos Salcedo bekam die Eintracht 8,8 Millionen Euro. Er wechselte 2019 nach Mexiko zu Tigres UANL.
Für Carlos Salcedo bekam die Eintracht 8,8 Millionen Euro. Er wechselte 2019 nach Mexiko zu Tigres UANL. © Peter Schatz/imago
Für die damalige Wahnsinns-Summe von 8,7 Millionen Euro wechselte der Ungar Lajos Détári 1988 zu Olympiakos Piräus. Zum Abschied gewann er mit der SGE den DFB-Pokal.
Für die damalige Wahnsinns-Summe von 8,7 Millionen Euro wechselte der Ungar Lajos Détári 1988 zu Olympiakos Piräus. Zum Abschied gewann er mit der SGE den DFB-Pokal. © IMAGO/HJS
Trotz mehrmaliger Leihen konnte sich Paxten Aaronson in Frankfurt nie final durchsetzen. Um sich die Chance auf die Heim-WM 2026 zu erhalten, wechselt der offensive Mittelfeldspieler im Sommer 2025 für 7 Millionen Euro zu den Colorado Rapids.
Trotz mehrmaliger Leihen konnte sich Paxten Aaronson in Frankfurt nie final durchsetzen. Um sich die Chance auf die Heim-WM 2026 zu erhalten, wechselt der offensive Mittelfeldspieler im Sommer 2025 für 7 Millionen Euro zu den Colorado Rapids. © IMAGO/HMB Media/Claus
Als Teil der ursprünglichen Büffelherde schrieb Ante Rebic in Frankfurt Geschichte. Nach einer einjährigen Leihe wechselte er 2020 final zur AC Mailand. 6,7 Millionen Euro nahm die SGE mit dem Verkauf ein.
Als Teil der ursprünglichen Büffelherde schrieb Ante Rebic in Frankfurt Geschichte. Nach einer einjährigen Leihe wechselte er 2020 final zur AC Mailand. 6,7 Millionen Euro nahm die SGE mit dem Verkauf ein. © IMAGO/osnapix
Trotz seines Talents konnte sich Igor Matanovic nie so richtig in Frankfurt durchsetzen. Im Sommer 2025 wechselte er für 6,7 Millionen Euro zum SC Freiburg.
Trotz seines Talents konnte sich Igor Matanovic nie so richtig in Frankfurt durchsetzen. Im Sommer 2025 wechselte er für 6,7 Millionen Euro zum SC Freiburg. © IMAGO/Jürgen Kessler
Nach viel hin und her und einer abgebrochenen Leihe zu Werder Bremen wechselte Rafael Borré schlussendlich im März 2024 für 6,5 Millionen zu Internacional nach Brasilien.
Nach viel hin und her und einer abgebrochenen Leihe zu Werder Bremen wechselte Rafael Borré schlussendlich im März 2024 für 6,5 Millionen zu Internacional nach Brasilien. © IMAGO/Malte Ossowski/Sven Simon
Marius Wolf gewann mit der SGE 2018 den DFB-Pokal. Im selben Sommer wechselte er für 5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund.
Marius Wolf gewann mit der SGE 2018 den DFB-Pokal. Im selben Sommer wechselte er für 5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund. © Uwe Kraft
Kristijan Jakic verließ die SGE im Sommer 2024 in Richtung FC Augsburg. Zuvor war er bereits ein halbes Jahr an die Schwaben ausgeliehen. Der Eintracht brachte der Verkauf 5 Millionen Euro.
Kristijan Jakic verließ die SGE im Sommer 2024 in Richtung FC Augsburg. Zuvor war er bereits ein halbes Jahr an die Schwaben ausgeliehen. Der Eintracht brachte der Verkauf 5 Millionen Euro. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohring
In Frankfurt war für Diant Ramaj kein Vorbeikommen an Kevin Trapp. Und so wechselte er im Sommer 2023 für 5 Millionen Euro zu Ajax Amsterdam.
In Frankfurt war für Diant Ramaj kein Vorbeikommen an Kevin Trapp. Und so wechselte er im Sommer 2023 für 5 Millionen Euro zu Ajax Amsterdam. © IMAGO/Oliver Vogler
Als Bastian Oczipka 2017 für 4,5 Millionen Euro zu Schalke 04 wechselte, herrschten im deutschen Fußball noch andere Kräfteverhältnisse.
Als Bastian Oczipka 2017 für 4,5 Millionen Euro zu Schalke 04 wechselte, herrschten im deutschen Fußball noch andere Kräfteverhältnisse. © imago sportfotodienst
Omar Mascarell kam von Real Madrid zur Eintracht, gewann 2018 den DFB-Pokal und wurde von den Königlichen via Rückkaufoption für 4 Millionen Euro zurückgeholt.
Omar Mascarell kam von Real Madrid zur Eintracht, gewann 2018 den DFB-Pokal und wurde von den Königlichen via Rückkaufoption für 4 Millionen Euro zurückgeholt. © Jan Huebner
Bas Dost konnte keine tiefgreifenden Fußspuren bei der SGE hinterlassen und so wechselte er im Januar 2021 für 4 Millionen Euro zum Club Brügge.
Bas Dost konnte keine tiefgreifenden Fußspuren bei der SGE hinterlassen und so wechselte er im Januar 2021 für 4 Millionen Euro zum Club Brügge. © IMAGO/Eibner
Carlos Zambrano war sich nie für eine Diskussion mit seinen Gegenspielern zu schade. Im Sommer 2016 wechselte er für 3,5 Millionen Euro zu Rubin Kazan.
Carlos Zambrano war sich nie für eine Diskussion mit seinen Gegenspielern zu schade. Im Sommer 2016 wechselte er für 3,5 Millionen Euro zu Rubin Kazan. © imago sportfotodienst
Und auch der legendäre Jay-Jay Okocha findet in dieser Aufzählung noch seinen Platz. Im Sommer 1996 wechselte er von der Eintracht für 3,5 Millionen Euro zu Fenerbahce Istanbul.
Und auch der legendäre Jay-Jay Okocha findet in dieser Aufzählung noch seinen Platz. Im Sommer 1996 wechselte er von der Eintracht für 3,5 Millionen Euro zu Fenerbahce Istanbul. © Uwe Kraft
So wirklich konnte sich der hochveranlagte Dejan Joveljic bei der Eintrach nie durchsetzen. Im August 2021 ging es dann für 3,5 Millionen Euro zu LA Galaxy.
So wirklich konnte sich der hochveranlagte Dejan Joveljic bei der Eintrach nie durchsetzen. Im August 2021 ging es dann für 3,5 Millionen Euro zu LA Galaxy. © IMAGO/Revierfoto
Jens Petter Hauge wechselte im Anschluss an eine einjährige Leihe im Januar 2025 für 3,5 Millionen Euro fest zu Bodo/Glimt.
Jens Petter Hauge wechselte im Anschluss an eine einjährige Leihe im Januar 2025 für 3,5 Millionen Euro fest zu Bodo/Glimt. © IMAGO/Jürgen Kessler

Bayern-Wechsel? Kolo Muani zeigte sich im Januar nicht abgeneigt

Neben Kolo Muani gilt Victor Osimhen (SSC Neapel) als ein Kandidat an der Säbener Straße. Der Nigerianer würde zudem eher den Wandspieler verkörpern, der zum dominanten Ballbesitzfußball passen könnte. Preislich würde sich der 24-Jährige aber in ähnlichen, wenn nicht sogar höheren Regionen bewegen.

Zurück zu Kolo Muani: Der Spieler selbst zeigte sich im Januar bezüglich eines möglichen Engagements beim FC Bayern nicht abgeneigt. „Bayern München ist eine große Mannschaft. Jeder Spieler träumt davon, bei großen Vereinen zu spielen“, bezog der 24-Jährige nach dem direkten Duell bei Sky Stellung. Anfang April machten zudem Meldungen die Runde, dass Kolo Muani das Team von Trainer Thomas Tuchel priorisieren würde.

In der laufenden Spielzeit kommt der französische Nationalspieler in 40 Pflichtspielen auf starke 28 Tore und bereitete 14 weitere Treffer vor. Diese Statistiken sollen neben dem FC Bayern auch den französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain und Manchester United auf den Plan rufen. (masc)

Rubriklistenbild: © Image Images/Mladen Lackovic

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