Nach Überraschung

Warum der Klopp-Wechsel ins RB-Imperium BVB-Trainer Şahin helfen kann

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Der Wechsel von Jürgen Klopp in den RB-Kosmos hat zu heißen Diskussionen geführt. Nuri Şahin, Trainer von Borussia Dortmund, könnte profitieren.

Dortmund - Die Ära Jürgen Klopp bleibt bei Borussia Dortmund unvergessen. Von 2008 bis 2015 feierte der BVB beinahe eine Dauer-Party: Deutscher Meister 2011, Double-Sieger 2012, Champions League-Finalist 2013. Jeder Coach, der auf ihn folgte, sollte der „neue Kloppo“ werden. Der kicker mutmaßt nun, dass die „Emanzipation“ nach dessen überraschendem Engagement bei Red Bull deutlich voranschreiten könnte.

Klopp hat mit Wechsel zu RB viele Sympathien in Fußball-Deutschland verspielt

Sprich: Klopp hat möglicherweise auch am Borsigplatz Sympathien verspielt und wird nun kritischer gesehen. Kann Nuri Şahin jetzt ganz in Ruhe aus diesem gewaltigen Schatten heraustreten? Es würde die Arbeit zwar nicht erleichtern, aber doch etwas entspannen. Die Jagd nach einem „neuen Jürgen Klopp“ nahm teilweise ideologische Züge an. Kaum ein Klub trauerte auch in der Öffentlichkeit so einem früheren Coach hinterher, wie es der BVB tat.

Profitiert Nuri Şahin vom Klopp-Wechsel zu RB?

Für Şahin wird es darum gehen, seine Ansätze weiter zu vertiefen und die Schwankungen aus seiner aktuellen Mannschaft herauszutreiben. Es ist weiterhin unerklärlich, wie der BVB zunächst Celtic Glasgow mit 7:1 in der Champions League demontiert und wenige Tage später sang- und klanglos 1:2 bei Union Berlin verliert. Die Dortmunder laufen deshalb im Titelrennen schon früh der Musik etwas hinterher.

Şahin könnte sich nun freischwimmen

Dabei zeigt die Mannschaft phasenweise, was in ihr steckt. Dortmund kann dominant, passsicher, wuchtig, stabil und torgefährlich auftreten. Es kann aber auch in eine ganz andere Richtung gehen. Dann fehlen Biss, Härte, Zielstrebigkeit und der richtige Fokus. Je robuster ein Gegner auftritt, desto größer werden die Schwierigkeiten für das Sahin-Team. Dies gilt es für ihn zu lösen - und zwar ohne Denkmal „Kloppo“ im Rücken.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

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