U21 wird verstärkt

Was sich die Eintracht von Krösche-Kumpel Vrancic erhofft

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Die U21 von Eintracht Frankfurt hat mit Mario Vrancic einen spektakulären Neuzugang verkündet. Was ist der Plan mit dem 35-Jährigen?

Frankfurt – Das ist ein Ausrufezeichen der U21 von Eintracht Frankfurt. Am Mittwochnachmittag wurde der Transfer von Mario Vrancic verkündet. Es ist ein großer Name für die viertklassige Regionalliga Südwest. Der 35-Jährige, der früher unter anderem mit Kumpel Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) beim SC Paderborn gespielt hat, bringt viel Erfahrung mit. Vrancic hat in seiner langen Karriere schon für Borussia Dortmund II, Darmstadt 98 oder die englischen Klubs Norwich City und Stoke City gekickt.

Deshalb kehrt Vrancic wieder auf die Fußballbühne zurück

Er begründete seine Entscheidung, nach dem Karriereende doch noch einmal die Fußballschuhe anzuziehen: „Ich bin hier in der Region groß geworden und Frankfurt ist bereits seit mehreren Jahren mein zu Hause, was in der Entscheidungsfindung natürlich auch eine Rolle gespielt hat. Viel wichtiger ist für mich aber der Reiz, jungen Talenten auf und neben dem Rasen etwas beizubringen und sie auf ihrem Karriereweg zu unterstützen.“

Der heutige Eintracht-Macher Markus Krösche (bekommt die Bierdusche ab) und Mario Vrancic (verteilt die Bierdusche) haben früher beim SC Paderborn gekickt.

Der neue Chefcoach Dennis Schmitt bekommt mit dem Mittelfeldspieler einen verlängerten Arm auf dem Feld. Vrancic hat nach seinem erfolgreich abgeschlossenem UEFA-B-Lizenz-Lehrgangs schon gemerkt, wie viel Spaß ihm die Arbeit mit jungen Spielern macht. Er kennt daher auch seine Rolle. Die Eintracht war bewusst auf der Suche nach einem Akteur der Marke Vrancic. Die vielen Talente, die von der U17 bis in die U21 durchgeschoben werden, benötigen Führung und einen Anker, an dem sie sich festhalten können.

Nach Wachs-Abgang hat die Eintracht einen neuen Führungsspieler benötigt

Die Hessen hatten im vergangenen Winter mit Marc Wachs eine solche Führungsfigur an Kickers Offenbach verloren. Zwar verlief die Rückserie mit den jungen Wilden herausragend, am Ende wäre beinahe noch der Aufstieg geglückt. Krösche, Sportdirektor Timmo Hardung und NLZ-Leiter Alexander Richter wollen sich aber nicht darauf verlassen, dass es einfach so weitergeht. Eine gute Saison in der Fußball-Regionalliga ist kein Selbstläufer.

Das Ziel ist weiterhin klar gesteckt bei der Eintracht-U21: Spieler entwickeln, damit diese den Sprung in die erste Mannschaft oder den Profibereich schaffen. Noel Futkeu ist dabei das Paradebeispiel. Der Angreifer kam aus der Oberliga und verließ den Klub nach nur einem Jahr in Richtung zweite Liga zu Greuther Fürth. Sollte Futkeu tatsächlich voll durchstarten, dann kann die Ablöse nach fussball.news-Informationen sogar auf rund 500.000 Euro wachsen.

Futkeu und Raebiger bringen Ablösen

Auch bei Sidney Raebiger, den es zu Eintracht Braunschweig zog, ist eine Summe bis zu 250.000 Euro möglich. Der für eine aggressive und klare Spielweise stehende Vrancic will nun auf dem Feld führen und dafür sorgen, dass es weitere Geschichten à la Futkeu oder Raebiger gibt. Und er möchte auch das Trainerduo Schmitt und Makoto Hasebe unterstützen. Der Aufstieg ist zwar nicht das erklärte Ziel der Hessen. Und doch würde sich niemand wehren, wenn die Spielzeit 2024/25 wieder erfolgreich verläuft.

Rubriklistenbild: © imago sportfotodienst

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