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Die Entscheidung, Edin Terzić durch Nuri Şahin zu ersetzen, löste Debatten aus. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gibt Einblick in ein bestimmtes Detail.
Dortmund – Dass Nuri Şahin nach dem Ende der vergangenen Saison bei Borussia Dortmund den Trainerposten von Edin Terzić übernommen hat, war keine große Überraschung.
Wirbel um Trainerwechsel beim BVB
Der Mittelfeldspieler ergänzte im Januar als Co-Trainer den Dortmunder Trainerstab und galt frühzeitig als Nachfolgekandidat für Terzić, der nach seiner Amtsübernahme im Sommer 2022 mehrfach in der Kritik gestanden hatte.
Vereinzelt wurde gar spekuliert, Şahin sei frühzeitig der Cheftrainerposten zugesichert worden, das halbe Jahr als Assistent diene lediglich zur Vorbereitung. In einem Interview mit Sky Sport verdeutlichte Klub-Boss Hans-Joachim Watzke, dass diese Behauptung nicht der Wahrheit entspricht.
Watzke war von Terzić-Verbleib überzeugt
Angesprochen darauf, ob er in seiner Rolle als DFB-Vizepräsident damit gerungen habe, Julian Nagelsmann im Laufe der Saison 2023/24 für den BVB oder die deutsche Nationalmannschaft zu verpflichten, entgegnete Watzke: „Nein, das gab es ehrlicherweise nicht, weil ich zu der Zeit sicher davon ausgegangen bin, dass Edin Terzić in Dortmund bleibt. Der wäre ja auch noch da, wenn er nicht rausgewollt hätte.“
Damit untermauerte Watzke, was Sport-Geschäftsführer Lars Ricken bereits im Juli erläutert hat. Demzufolge soll Terzić seinen Rücktritt angeboten und Şahin selbst als Cheftrainer vorgeschlagen haben. Der Ex-Coach hatte einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025, dieser wurde nach dem Champions-League-Finale gegen Real Madrid (0:1) im Juni aufgelöst.
Watzke dachte „immer mal wieder“ über Nagelsmann nach
Indes machte Watzke kein Geheimnis daraus, „immer mal wieder darüber nachgedacht“ zu haben, Nagelsmann für Dortmund zu verpflichten. Der Bundestrainer wechselte 2019 jedoch von 1899 Hoffenheim zu RB Leipzig und 2021 zum FC Bayern, ehe im März 2023 die Entlassung beim deutschen Rekordmeister folgte.
Der BVB verpflichtete seinerseits Lucien Favre 2018 als Cheftrainer, entließ den Schweizer im Dezember 2020 und ernannte Terzić zum Interimstrainer. Zur Saison 2021/22 heuerte Marco Rose in Dortmund an, nach nur einem Jahr erfolgte die Trennung - und Terzić, der seinerzeit als Schattentrainer galt, stieg zum Chefcoach auf. Seit dem Sommer ruhen die Hoffnungen darauf, mit Şahin auf eine erfolgreiche Zukunft zuzusteuern.
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