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Seit Wochen versuchen die Bosse des VfB Stuttgart, Leihspieler Deniz Undav fest zu verpflichten. Jetzt ist klar, warum der Deal hakt.
Stuttgart - Manch einer zeigte sich schon etwas verwundert darüber, weshalb sich der Deal mit Deniz Undav so in die Länge zieht. Denn bislang war davon auszugehen, dass der VfB Stuttgart alles in der eigenen Hand hat und eben „nur“ die Kaufoption ziehen muss, um den von Brighton & Hove Albion ausgeliehenen Stürmer am Neckar zu halten.
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Brighton hat eine Rückkaufoption auf VfB-Star Deniz Undav
Zugegeben, die Kaufoption von bis zu 20 Millionen Euro wäre für Stuttgart schon allein nicht allzu leicht zu stemmen. Doch ein bisher unbekanntes Vertragsdetail ändert die Sicht auf die Verhandlungen völlig. So berichtet der kicker, dass Brighton eine Rückkaufoption besitzt. Sollte es dem VfB also gelingen, Undav zu verpflichten, könnten die Engländer ihren Stürmer für eine etwas höhere Ablöse als die aus Stuttgart nötigen 20 Millionen Euro zurückholen.
Undav will beim VfB bleiben
Mit dieser Klausel hatte sich Brighton für den Fall abgesichert, dass Undav in Stuttgart einschlägt. Dies tat der quirlige Angreifer. Und wie: 18 Tore und zehn Vorlagen in 30 Bundesligaspielen sprechen für sich. Und somit hofft Brighton darauf, den deutschen Nationalspieler für noch mehr Geld als für die besagten 20 Millionen Euro verkaufen zu können.
Schon jetzt dürfte Undav mehr wert sein. Sollte er bei der EM einschlagen, schießt sein Marktwert allerdings noch mehr in die Höhe. In diesem Fall könnte für Brighton ein sehr gutes Geschäft herausspringen. Der VfB droht derweil, zumindest bis auf die von Brighton fällige Ablösesumme leer auszugehen. Laut kicker laufen die Klauseln am 30. Juni aus, also noch während der EM. Ein Argument hat der VfB jedoch im Streit um Undav auf der Habenseite: Immerhin der Spieler hat mehrfach beteuert, in Stuttgart bleiben zu wollen. Zuletzt berichtete BW24 darüber, dass VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth den Undav-Verbleib als „eine der schwierigsten Entscheidungen“ bezeichnet hat.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel

