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Der Weltverband FIS streicht die geplanten Ski-Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen Ende Januar. Als Grund werden Wettervorhersagen genannt.
München/Garmisch - Kein Schnee, keine Planungssicherheit, keine Kandahar: Der Ski- und Snowboard-Weltverband FIS hat Garmisch-Partenkirchen die Ausrichtung der alpinen Weltcup-Rennen Ende Januar entzogen. Grund seien die „ungünstige Wettervorhersagen“ sowie die „aktuellen Schneeverhältnisse“, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung von diesem Dienstag.
Garmisch-Partenkirchen: Keine Ski-Rennen auf der Kandahar in dieser Weltcup-Saison
Damit steht fest: In dieser Wintersport-Saison wird es kein einziges Weltcup-Rennen auf dem Berg Kreuzeck (Wettersteingebirge) südlich von Garmisch-Partenkirchen geben. Damit entfällt auch die legendäre Kandahar-Abfahrt, einer der Klassiker im deutschen Wintersport-Kalender.
Die obligatorische Schneekontrolle in der kommenden Woche hätten die Veranstalter aufgrund der Bedingungen wohl nicht überstanden. Die FIS will nun einen Ersatzort finden. Auf der Kandahar hätten am 28. und 29. Januar die letzte Abfahrt der Herren und der letzte Riesenslalom vor der WM im französischen Courchevel/Meribel (5. bis 19. Februar) stattfinden sollen. Vorher wären zwei Trainingstage auf der höchst anspruchsvollen Abfahrtsstrecke nötig gewesen, die als eine der schwierigsten überhaupt gilt.
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Aufgrund des Schneemangels und der ungünstigen Temperaturen hatten die Organisatoren in „GAP“ bereits den Slalom auf dem Gudiberg am 4. Januar nur unter größten Mühen gewährleisten können. Damals siegte - unter schwierigen, weil zu warmen Bedingungen - der Norweger Henrik Kristoffersen vor dem Österreicher Manuel Fellner und dem Franzosen Clément Noël. Lokalmatador Linus Straßer aus München schied im Nachtslalom aus.
Ski-Weltcup: Nach Garmisch-Absage - keine Rennen in Bayern und Deutschland in dieser Saison
Schon vor der Saison war klar, dass Garmisch-Partenkirchen keine Damen-Rennen austragen wird. Laut Online-Portal wetter.com waren für die Region am Mittwoch (11. Januar) Höchstwerte von 9 Grad und Tiefsttemperaturen von 5 Grad vorhergesagt. Der Prognose zufolge wird bis zum 25. Januar keine Schnee erwartet, auch wenn die Temperaturen ab Mitte des Monats rund um Garmisch unter den Gefrierpunkt fallen sollen. Außer am Austragungsort der Winterspiele 1936 waren in diesem Weltcup-Winter keine weiteren Ski-Rennen in Bayern und in Deutschland vorgesehen. (pm/SID)
