Der 48-Stunden-Ibiza-Trip von 13 „Meister-Bayern“ schlug in Fußball-Deutschland hohe Wellen, auch der Empörung. FCB-Coach Vincent Kompany war auf der PK bestens auf die Frage vorbereitet.
Bayern-Coach Kompany reagiert sachlich auf Vorwurf
Der 39-jährige Belgier tat dies auf seine ruhige, souveräne und sachliche Weise. Einzig und allein mit dem Wort „Wettbewerbsverzerrung“ schien er, mehr bei der Aussprache als inhaltlich seine Probleme zu haben. Er verglich bei seinem Statement die Situationen vor dem Heidenheim mit dem nun vor der Hoffenheim-Partie. Der FC Bayern ist das Zünglein an der Waage, was den Zweikampf zwischen diesen beiden Konkurrenten um den 15. Platz, der den Bundesliga-Klassenerhalt garantiert, betrifft.
Die Heidenheimer gehen vor ihrem Heimspiel am letzten Spieltag gegen Werder Bremen mit einem 3-Punkte- und de facto 7-Tore-Rückstand in das Fern-Duell mit der TSG Hoffenheim, die den frisch gebackenen Meister aus München empfängt. Der FC Bayern ist also dazu „verdammt“, nicht nur im Kraichgau zu gewinnen, sondern dies sogar mit einem Kantersieg umzusetzen.
Kompany erinnert in seiner Erklärung zur sogenannten „Wettbewerbsverzerrung“ an die Situation seiner Mannschaft vor dem Auswärtsspiel in Heidenheim, nicht einmal drei Tage nach dem bitteren CL-Ausscheiden nach hartem Kampf in Mailand. Zur „Ibiza-Affäre“: „Das war ein Thema für die Medien.“
Vorbereitung auf Heidenheim-Spiel viel komplizierter
Und: „Für mich war Hoffenheim das Thema und die Spielvorbereitung. Es geht um Hoffenheim und Heidenheim. Das Spiel in Heidenheim war unmittelbar nach dem Champions League Spiel in Mailand, da hatten wir fast überhaupt keine Ruhe. Jetzt hatten wir die ganze Woche, um das Spiel vorzubereiten. Wir hatten sehr viel Zeit, um uns gut vorzubereiten. Wir hatten eine gute Woche. Dass über Bayern München gesprochen wird, gehört dazu.“
Der Belgier erklärt noch ausführlicher die Lage nach dem 2:2 bei Inter Mailand: Verspäteter Rückflug am Donnerstag - eine einzige Trainingseinheit am Freitag - Reise am selben Tag Richtung Heidenheim - Spiel am Samstagnachmittag um 15:30. Viele hatten vor einem Monat damit spekuliert, dass eine FCB-Niederlage in Heidenheim die Meisterschaft noch einmal spannend machen könnte. Die Bayern gewannen aber äußerst souverän mit 4:0.
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Kompany wie immer voll fokussiert auf den nächsten Gegner
Den Samstag-Gegner Hoffenheim und das Spiel nimmt Kompany dabei äußerst ernst:
„Es geht um den Kampf gegen den Abstieg. Aber in der Realität schießen sie unheimlich viele Tore, sind sehr torgefährlich. Es ist kein Gegner, der sich hinten reinstellt. Sie haben am Ball Möglichkeiten, dem Gegner wehzutun. Ich habe wenige Spiele gesehen, wo der Gegner die Offensive von Hoffenheim in den Griff bekommen hat. Natürlich sieht es in der Tabelle ein bisschen anders aus. Wir sind Meister geworden mit viel harter Arbeit und dürfen es keinem Gegner schenken, dass sie gegen uns einen guten Nachmittag haben.“
Ibiza war beim FC Bayern nie eine „Affäre“
Max Eberl hätte sich diese äußerst gelungene Erklärung zum Ibiza-Trip vom Bayerntrainer selbst zu eigen machen sollen, dann hätte er für seine Zustimmung wohl wesentlich weniger Kritik abgekommen. Eines ist auf alle Fälle klar: Beide waren mit dem Kurzurlaub eines größeren Teils der Mannschaft absolut einverstanden. Vincent Kompany hat auf souveräne und ruhige Art und Weise sämtliche scharfe Kritik an der „Affäre“ pulverisiert.