VonAlexander Kaindlschließen
Der FC Bayern München muss in der Champions League gegen Celtic Glasgow ran. Dort spielt sich Nicolas Kühn aktuell in den Fokus.
Glasgow – Die Karriere von Nicolas Kühn war ins Schlingern geraten. In Schottland kam der Niedersachse aber wieder in die Spur – und das auf beeindruckende Art und Weise. Möglicherweise reicht es ja doch noch zum ganz großen Wurf?
Wird er zum Bayern-Schreck in der Champions League? Celtics größter Trumpf kommt aus Deutschland
Kühn gilt derzeit als eine der vielversprechendsten DFB-Aktien und steht zweifellos im Fokus von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Der Offensivmann hat bereits einige Stationen hinter sich und wurde einst als großes Talent gehandelt. 2019 erhielt er die Fritz-Walter-Medaille in Gold. Doch in Leipzig, Amsterdam, München, Aue und Wien konnte der dynamische Flügelspieler sein Potenzial nicht vollständig ausschöpfen. In Glasgow jedoch zeigt sich ein anderes Bild.
Woche für Woche begeistert der 25-Jährige die Anhänger von Celtic, in der heimischen Liga peilt man die nächste Meisterschaft an. Auch international läuft es gut, denn die „Hoops“ haben sich für die Playoff-Phase der Champions League qualifiziert. Dort trifft Celtic auf Kühns ehemaligen Verein, den FC Bayern.
Nicolas Kühn könnte auch wieder ein Thema für Julian Nagelsmann und die Nationalmannschaft werden
Auf dieser großen Bühne wird Bundestrainer Nagelsmann sicherlich genau beobachten, wie Kühn sich schlägt. Die nächsten Länderspiele rücken näher, im März steht das Nations-League-Viertelfinale gegen Italien an. Wird Kühn dabei sein?
Sollte er erneut gegen einen ehemaligen Klub glänzen, könnte die erste Einladung zur A-Nationalmannschaft folgen. Beim 3:1-Sieg in der Champions-League-Gruppenphase gegen Leipzig erzielte Kühn Anfang November zwei Tore und war der Mann des Abends.
Nicolas Kühn für Deutschland? Große Champions-League-Bühne als Sprungbrett
Nach diesem Spiel wurde Kühn auch direkt mit der deutschen Nationalmannschaft in Verbindung gebracht. Zu dieser Zeit war die DFB-Auswahl in der Nations League gefordert, Kühn wurde als potenzieller Kandidat gehandelt. Doch so schnell ging es dann doch nicht, Nagelsmann betonte: „Sollten Spieler eine Schippe besser sein als die Profis aus dem aktuellen Kader, werden sie sicherlich früher oder später auch nominiert.“
Die Champions-League-Duelle gegen die Bayern am 12. und 18. Februar bieten Kühn die ideale Gelegenheit, sich zu beweisen und eben jene Schippe draufzulegen. Wird er zum Bayern-Schreck? Für Nagelsmann dürften es sicher zwei interessante Abende werden. (akl)
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