Noah Atubolu vom SC Freiburg und Finn Dahmen vom FC Augsburg zogen den Kürzeren. „Es ist keine Entscheidung gegen die beiden, auch wenn das für die Spieler natürlich blöd klingt“, führte Bundestrainer Nagelsmann auf Nachfrage von Absolut Fussball aus. Doch es sei bemerkenswert, dass Urbig als etatmäßige Nummer zwei des FC Bayern München seit seinem Wechsel aus Köln schon 25 Pflichtspiele bestritten habe.
Urbig überzeugt beim FC Bayern München
Vor allem die mentale Stabilität hob Nagelsmann hervor. Im Gegensatz zu anderen Torhütern, die pro Partie zehn- oder elfmal gefordert seien, habe er auch „aus der kalten Hose“ nach einer Einwechslung geliefert: „Jonas hat diese Situationen extrem gut bewältigt.“ Zudem habe der 22-Jährige eine gute Verbindung zu vielen Kollegen aus dem DFB-Team.
„Er kennt die Spieler aus der U21-Nationalmannschaft und den Bayernblock. Sie schätzen ihn sehr“, lobte Nagelsmann. Urbig sei ferner im Training sehr eifrig. Der gebürtige Euskirchener nehme sich auch nach Abschluss der Einheit noch Zeit und lasse sich die „Bälle um die Ohren schießen“. Dies alles passiere ohne Murren und Knurren. Genau diese Anpassungsfähigkeit benötigt der Nationaltrainer auch bei einem Turnier.
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Nagelsmann adelte den jungen Keeper: „Wenn es so weiterläuft bei ihm, dann hat er eine große Perspektive. Wir wollen schauen, wie er sich integriert.“ Marschiert Urbig sogar noch durch und wird die Nummer eins bei der in drei Monaten startenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko? Es wäre ein echtes Statement.
Ist das die große Chance für Urbig? Grundvoraussetzungen wären weiterhin so stabile und gute Leistungen bei den Münchnern. In der Champions League wartet im April das Viertelfinale gegen Real Madrid und im DFB-Pokal das Halbfinale bei Bayer Leverkusen. Sollte Urbig tatsächlich das Tor hüten und performen, wird auch Nagelsmann ganz genau hinsehen. Möglicherweise setzt er den Blinker und geht auf die Überholspur.