Überraschende Aussage

Wird Frankreich Europameister? Mbappé backt kleine Brötchen

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Seit 2016 zählt Frankreich im internationalen Fußball zum Kreis der Titelfavoriten. Kylian Mbappé schlägt vor dem Auftakt der EM 2024 jedoch leise Töne an.

München – Mit dem Gruppenspiel gegen Österreich (17. Juni, 21 Uhr) nimmt Frankreich die Mission Europameisterschaft in Angriff. Die Équipe Tricolore will sich zum dritten Mal nach 1984 und 2000 die europäische Krone aufsetzen, nachdem Portugal das Finale 2016 überraschend gewann und 2021 im Achtelfinale gegen die Schweiz Schluss war.

Frankreich-Star Mbappé: „Wir kommen mit viel Demut“

Der Weltmeister von 1998 und 2018 geht seit vielen Jahren als Favorit in die großen Turniere. Aufgrund der gleichzeitigen bitteren Erfahrungen verzichtet Kylian Mbappé im Interview mit Sport Bild allerdings auf eine Kampfansage an die Konkurrenz.

„Wir haben eine sehr starke Mannschaft, alle wissen es, wir müssen das nicht immer wiederholen. Wir kommen mit großen Ambitionen nach Deutschland, aber auch mit viel Demut“, sagt der französische Superstar, der nach seinem Vertragsende bei Paris St. Germain am 30. Juni zu Real Madrid wechseln wird.

Kylian Mbappé geht mit Frankreich demütig in die Europameisterschaft

Einerseits erinnert Mbappé an das verlorene Finale der Weltmeisterschaft 2022 gegen Argentinien (2:4, i.E.), andererseits sei die Europameisterschaft „ein sehr schwerer Wettbewerb, sei es taktisch oder in der Spielintensität. Alle Mannschaften kennen sich praktisch auswendig. Das macht das Ganze sehr schwer.“

Mbappé warnt vor Deutschland: „Immer da, wenn es um etwas geht“

Beispielsweise traut Mbappé Gastgeber Deutschland einen erfolgreichen Turnierverlauf zu. Die DFB-Elf schied bei den beiden vergangenen Weltmeisterschaften in der Gruppenphase aus und scheiterte im Achtelfinale der EM 2021 an England, sei aber keinesfalls zu unterschätzen: „Die Deutschen sind grundsätzlich immer da, wenn es um etwas geht - sie kommen nach Rückschlägen immer zurück.“ Und der 2:0-Sieg im Testspiel gegen Frankreich im März war ein kleines Ausrufezeichen von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dennoch ist völlig offen, wer sich am 14. Juli zum Europameister küren wird.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jose Breton

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