Wird Urbig der Neuer-Nachfolger beim FC Bayern? Fußball-Legende hat große Zweifel
VonPhilipp Kuserau
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Der FC Bayern plant wohl, Torwart Jonas Urbig noch in diesem Winter nach München zu holen und hat einen konkreten Plan. Allerdings gibt es skeptische Meinungen.
München – Die Fußstapfen von Manuel Neuer beim FC Bayern zu füllen, wäre wohl für so ziemlich jeden Torhüter dieser Welt eine große Herausforderung. Dementsprechend kompliziert gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für die bald 39-jährige (Geburtstag am 27. März) Keeper-Legende.
Aktuell verfolgen die Bayern offenbar den Plan, Torwart-Talent Jonas Urbig vom 1. FC Köln noch in diesem Winter nach München zu lotsen. Dort soll der 21-Jährige von Neuer lernen und schon bald in die Torwarthandschuhe des Weltmeisters als neue Nummer eins bei den Bayern schlüpfen. Sky-Experte Lothar Matthäus hält allerdings nicht viel von diesem Gedankenspiel.
FC Bayern soll konkreten Plan mit Torhüter-Talent Jonas Urbig verfolgen
Bis zum 3. Februar hat der FC Bayern noch Zeit, um neue Spieler an die Isar zu locken – dann schließt in Deutschland das winterliche Transferfenster. Bis dahin soll Jonas Urbig längst als neuer FCB-Spieler vorgestellt werden, so lautet jedenfalls der Plan des deutschen Rekordmeisters. Urbig könnte dann FCB-Ersatzkeeper Daniel Peretz ersetzen, der möglicherweise an RC Lens verliehen werden soll, um dort Spielpraxis zu sammeln.
Bayerns Transferziel Jonas Urbig verliert Stammplatz beim 1. FC Köln nach Gegentor-Flut
Darüber hinaus herrscht bei dem ein oder anderen Experten Skepsis darüber, ob Urbig auf kurz oder lang das Zeug hat, bei den Bayern dauerhaft zwischen den Pfosten zu stehen. So beispielsweise bei Lothar Matthäus. „Natürlich kann er bei Manuel Neuer noch anderthalb Jahre lernen, aber: Er hat es nicht geschafft, sich beim 1. FC Köln in der 2. Bundesliga durchzusetzen. Köln stand mit ihm auch in der Tabelle nicht dort, wo sie jetzt stehen“, mahnt der Weltmeister von 1990 bei Sky90.
Tatsächlich liest sich Urbigs Bilanz seit seiner Rückkehr zum Effzeh (zuvor an Greuther Fürth ausgeliehen) überschaubar. In zehn Spielen kassierte der junge Keeper satte 20 Gegentore und verlor folglich seinen Stammplatz an Marvin Schwäbe. Seitdem läuft es in Köln besser – Schwäbe musste in acht Spielen lediglich viermal hinter sich greifen.
Matthäus nicht überzeugt von Urbig als Neuer-Nachfolger: „Ist nochmal eine andere Hausnummer“
„Er ist natürlich ein talentierter Torhüter, hat ja auch in der U21 gespielt, aber dennoch: Bayern München ist Bayern München und nicht irgendein Verein, der da ein Risiko eingeht“, betont Matthäus bei Sky90. Die Fußball-Ikone ist überzeugt, „wenn Neuer 2026 aufhören sollte – er wird ja wahrscheinlich noch einmal für ein Jahr verlängern – dann müssen sie für eine wahre Nummer eins mit Erfahrung und Erfolgen nochmal in ein anderes Regal greifen. Das ist nochmal eine andere Hausnummer.“
Wer aktuell bei all den Spekulationen um Urbig als potenziellen Nachfolgern wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist übrigens Alexander Nübel. Lange wurde der VfB-Keeper als Neuer-Nachfolger gehandelt, doch aus Sicht der Bayern-Verantwortlichen scheinen auch für den 28-Jährigen die Fußstapfen von Neuer zu groß zu sein. (kus)