VonHenning Bräuningerschließen
Ein deutlich überlegenes DFB-Team gewinnt Außenseiter Luxemburg und sammelt wichtige Punkte im Kampf um die WM-Qualifikation. Der Ticker zum Nachlesen.
Abpfiff: Deutschland gewinnt höchst souverän gegen Luxemburg. Nach nur 12 Minuten klingelt es das erste Mal im Kasten der Luxemburger, nachdem der Treffer von Serge Gnabry zuvor wieder einkassiert wurde, macht Raum die deutsche Führung per Freistoß. Nichtmal zehn Minuten später jubelt die DFB-Elf erneut. Kimmich trifft vom Punkt. Das Handspiel, das den Strafstoß verursachte, wurde zusätzlich mit Rot gegen Carlson bestraft.
Spätestens seit dem Platzverweis kamen die Gäste überhaupt nicht mehr aus der eigenen Hälfte. Deutschland war sehr energisch im Gegenpressing und gewann die Bälle schnell zurück. In der zweiten Hälfte erhöhen Gnabry und Kimmich mittels sechs Minuten nach Wiederanpfiff auf 4:0. Defensiv ließ Deutschland nichts anbrennen. Torwart Oliver Baumann hatte vielleicht das ruhigste Spiel seiner Karriere. „Oli war heute arbeitslos“, sagte Torschütze David Raum nach der Partie.
| Die Aufstellung von Deutschland: | Baumann - Kimmich, Tah, N. Schlotterbeck, Raum - Goretzka, Pavlovic, Adeyemi, Wirtz - Gnabry, Woltemade |
| Die Aufstellung von Luxemburg: | Moris - Jans, Mahmutovic, Korac, Carlson - Olesen, C. Martins, Tomas Cruz, Barreiro, Bohnert - Dardari |
| Tore: | Raum (12.), Kimmich (21.), Gnabry (48.), Kimmich (51.) |
Minute 90+4: Kimmich legt für Burkardt auf, der aber am Tor vorbei köpft. Sein erster Treffer im DFB-Dress will einfach nicht fallen.
Minute 90+2: Burkardt findet den nächsten Abschluss, scheitert jedoch am Schlussmann der Luxemburger.
Minute 90+1: Wieder werden vier Minuten nachgespielt.
Minute 89: Wirtz taucht erneut vor dem Tor der Luxemburger auf, wird aber in letzter Sekunde beim Abschluss gestört.
Minute 87: Olsen geht bei Luxemburg für Dzogovic vom Feld.
Minute 86: Wirtz nimmt es mit allen auf. Gegen fünf Mann geht er durch, nur am Abschluss hakt es dann jedoch.
Minute 82: Brown kommt für Raum. Der 22-Jährige kommt damit zu seinem ersten Einsatz im Dress der A-Nationalmannschaft.
Minute 80: Kimmich findet Burkardt im Strafraum. Sein Luxemburger Gegenspieler bekommt den Ball an die Hand, doch zuvor wurde auf Offensivfoul gepfiffen.
Minute 77: Nächster Wechsel bei den Gästen. Martins geht für S. Thill vom Platz.
Minute 76: Baku versuchts mit links mal aus der Distanz, doch der Ball geht weit drüber.
Minute 73: Tah liegt mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden, nachdem er getroffen wurde und wird nun behandelt, kann aber wohl weitermachen.
Minute 70: Nächste Ecke für die Deutschen. Raum findet jedoch keinen Abnehmer für seine scharfe Hereingabe.
Minute 69: Und auch Deutschland wechselt nochmal. Beier kommt für Torschütze Gnabry.
Minute 66: Der Ball zirkuliert ausschließlich um den Strafraum der Gäste, die gar keine Entlastung bekommen, jetzt aber wechseln. Dardai und Curz machen Platz für O. Thill und Selimovic.
Minute 62: Diesmal ist es Wirtz, der den Freistoß tritt. Doch der Ball geht neben das Tor.
Minute 60: Nächste Top-Freistoßposition für Deutschland, direkt an der Strafraumkante, nachdem Adeyemi gefoult wurde. Genau der hat jetzt aber Feierabend. Für Adeyemi und Woltemade kommen Baku und Burkardt.
Minute 59: Wirtz sucht mit seiner Hereingabe Woltemade im Strafraum, aber Moris, der Luxemburger Schlussmann, kann den Ball abfangen.
Minute 57: Immer wieder zwingt Deutschland die Gäste zu Fehlern im Aufbauspiel, die DFB-Elf presst extrem hoch und entschlossen.
Minute 53: So schnell kanns gehen. Nagelsmann scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben und schon klappts mit dem Toreschießen auch aus dem Spiel heraus.
Minute 51: Tor für Deutschland! Kimmich macht das 4:0, nachdem ihm der Ball im Fünfmeterraum vor die Füße fällt. Deutschland kommt bärenstark aus der Pause.
Minute 48: Tor für Deutschland! Gnabry macht das erste Tor aus dem Spiel heraus. Adeyemi setzt ihn in Szene, Veiga kann Gnabry nicht mehr stoppen. Im langen Eck schlägt der Ball ein.
Minute 47: Auch Luxemburg wechselt einmal. Veiga kommt für Bohnert.
Minute 46: Das Spiel geht weiter, Durchgang zwei läuft. Nagelsmann wechselt einmal, Schlotterbeck hat Feierabend, Anton kommt für ihn in die Partie.
Pause in Sinsheim: Deutschland ist in allen Belangen überlegen, auch schon vor dem Platzverweis gegen die Gäste.
Minute 45+3: Pavlovic findet Woltemade in der Box, der köpft jedoch weit vorbei.
Minute 45+1: Vier Minuten gibt es in der ersten Hälfte als Bonus.
Minute 44: Die DFB-Elf scheitert immer wieder am letzten Pass – häufig wirft sich ein Luxemburger gerade so noch irgendwie dazwischen.
Minute 40: Luxemburg bekommt die Räume mittlerweile besser zu, steht tief, aber Deutschland kombiniert munter weiter und sucht die Lücke.
Minute 36: Deutschland lässt hier gar nichts anbrennen bisher. Nagelsmanns Team lässt den Ball gut laufen und wenn er dann doch mal weg ist, gehen alle entschlossen hinterher.
Minute 33: Deutschland spielt schnell nach vorne, Wirtz bedient Woltemade, der vergibt jedoch. Auch Raums Nachschuss geht nur neben das Tor. Nun aber Bangen um Wirtz, dieser hat bei dem Zuspiel einen Schlag abbekommen, kann aber weitermachen.
Minute 31: Kontermöglichkeit der Luxemburger. Am Ende erntet Gnabry Applaus, nachdem er den Sprint nach hinten mitgeht und per Grätsche klärt.
Minute 28: Adeyemi bekommt den Ball vorm Tor nach Top-Hereingabe von Pavlovic nicht kontrolliert.
Minute 27: Deutschland will sich hier die Tordifferenz aufhübschen und hält das Tempo konstant hoch.
Minute 24: Gnabry verpasst knapp aus der Distanz.
Minute 21: Tor für Deutschland! Kimmich bleibt ganz cool und verwandelt den Elfmeter.
Minute 20: Und für Luxemburg wird es noch bitterer. Carlson sieht für das Handspiel auch noch Rot!
Minute 19: Gnabry verpasst eine Riesen-Chance. Nach Top-Annahme vergibt er vor dem freien Tor. Aber nun wird die Aktion überprüft. Der Luxemburger Verteidiger war mit der Hand am Ball. Minakovic gibt Strafstoß.
Minute 15: Deutschland macht genauso weiter. Einbahnstraßenfußball Richtung Luxemburger Tor.
Minute 12: Tor für Deutschland! Raum tritt den Freistoß am Ende und schlenzt den Ball über die Mauer ins kurze Eck.
Minute 11: Gute Freistoßposition für die DFB-Elf, aus gut 20 Metern, Raum und Wirtz stehen bereit.
Minute 10: Das Spiel geht in den ersten zehn Minuten nur in eine Richtung, es spielt nur Deutschland. Luxemburg kommt nicht aus der eigenen Hälfte.
Minute 8: Wirtz wird bei seinem Dribbling im Strafraum gestoppt. Es gibt die erst Ecke. Diese kann Goretzka per Kopfball nicht verwerten. Abstoß.
Minute 5: Gnabry macht die vermeintliche Führung für Deutschland. Doch Minakovic entscheidet auf Handspiel Woltemade, dieser fälschte den Ball von Gnabry noch mit dem Arm ab.
Minute 4: Kimmich versuchts aus 20 Metern per Volley. Der Luxemburger Schlussmann ist zur Stelle.
Minute 2: Erste Flanke der DFB-Elf, doch Raums Hereingabe wird abgefangen.
Minute 1: Minakovic gibt die Partie frei. Luxemburg stößt an.
Update, 20.40 Uhr: Die Stimmung ist angerichtet, das Stadion ist ausverkauft, es laufen die Nationalhymnen. In fünf Minuten geht es los.
Update, 20.33: „Wichtig ist, dass wir durch eine Spielweise eine Emotionalität auf dem Feld wecken“, sagt Julian Nagelsmann im Interview vor dem Spiel. In Bezug auf die Verletzungen wichtiger Spieler bleibt Nagelsmann locker: „Die Achse muss die Mannschaft sein“, erklärt er.
Update, 20.20 Uhr: Weltmeister Bastian Schweinsteiger warnt in der ARD vor den Luxemburgern und fordert, dass Deutschland, dass dem Gegner keine Möglichkeiten lässt, auf Konterfußball zu spielen. Da müssen wir wieder hinkommen, dass wir Spiele kontrollieren gegen kleinere Mannschaften, ohne ihnen überhaupt Luft zu geben, nach vorne Möglichkeiten zu haben“, erklärt Schweinsteiger.
Update, 19.57 Uhr: Geleitet wird dieses Länderspiel von Nenad Minakovic aus Serbien. Unterstützt wird er von seinen Assistenten Nikola Borovic und Bosko Bosovic sowie dem vierten Offiziellen Pavle Ilic.
Update, 19.30 Uhr: Die Aufstellungen beider Mannschaften sind da. Julian Nagelsmann entscheidet sich in der DFB-Defensive zunächst für eine Viererkette. Nick Woltemade ist fit genug für die Startelf. Karim Adeyemi wird für seine starken Leistungen beim BVB belohnt und startet ebenfalls.
So startet die deutsche Nationalmannschaft: Baumann - Kimmich, Tah, N. Schlotterbeck, Raum - Goretzka, Pavlovic, Adeyemi, Wirtz - Gnabry, Woltemade
So beginnen die Gäste aus Luxemburg: Moris - Jans, Mahmutovic, Korac, Carlson - Olesen, C. Martins, Tomas Cruz, Barreiro, Bohnert - Dardari
Erstmeldung: Sinsheim – Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht vor einer entscheidenden Partie in der WM-Qualifikation. Nach einem durchwachsenen Start mit einer Niederlage gegen die Slowakei und einem Sieg über Nordirland befindet sich das DFB-Team auf Platz drei der Gruppe A. Am heutigen Freitagabend gegen Luxemburg (alle TV-Infos) müssen Punkte her, um die Chancen auf die WM-Teilnahme zu wahren. Luxemburg hingegen wartet noch auf die ersten Punkte.
Luxemburg hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und ist längst kein klassischer Fußballzwerg mehr. Die zentrale Nachwuchsförderung in der Fußballakademie in Monnerich trägt Früchte, und immer mehr luxemburgische Spieler sind in internationalen Ligen aktiv. Prominente Namen wie Leandro Barreiro, der bei Benfica Lissabon spielt, und Mathias Olesen, der für Greuther Fürth aufläuft, sind Beweise für die steigende Qualität des Teams.
Deutschland könnte gegen Luxemburg mit einer flexiblen Formation antreten, die zwischen Dreier- und Viererkette wechselt. Diese Anpassungen im Spielsystem sind notwendig, da einige Stammspieler wie ter Stegen, Rüdiger und Musiala verletzungsbedingt fehlen. Bundestrainer Julian Nagelsmann muss daher auf Alternativen zurückgreifen, um die Stabilität in der Defensive zu gewährleisten und gleichzeitig offensiv Akzente zu setzen.
Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Newcastle-Stürmer Nick Woltemade, der nach einem grippalen Infekt zwar Teil des Abschlusstrainings war, es jedoch nicht klar ist, ob der Tank bereits wieder für die Startelf reicht. Woltemade konnte in seinen ersten Spielen, nach seinem Stuttgart-Abgang, für die Magpies voll überzeugen und würde dem deutschen Spiel mit seiner Physis und Torgefahr eine weitere Dimension geben.
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Luxemburg unter Trainer Jeff Strasser könnte hingegen mutig offensiv auftreten, möglicherweise in einem 4-4-2 oder 4-3-3. Die Luxemburger haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie auch gegen stärkere Gegner bestehen können, wie der knappe Sieg gegen Schweden belegt. Für sie ist das Spiel gegen Deutschland eine Chance, sich weiter als ernstzunehmender Gegner zu etablieren.
Für Deutschland ist das Spiel ein Pflichtsieg, um die Qualifikation nicht zu gefährden und das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen. Für Luxemburg bietet sich die Möglichkeit, durch eine starke Leistung Aufsehen zu erregen und die Entwicklung des Teams zu unterstreichen. Beide Teams haben noch mehrere Spiele vor sich, doch die Partie in Sinsheim könnte richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Qualifikation sein. (hbr)
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