Überragender Akteur bei U21-EM

FCB-„Wunschspieler“: Wirtz, Williams - warum nicht Woltemade?

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Florian Wirtz kommt nicht zum FC Bayern, angeblich droht dasselbe Schicksal bei Nico Williams. Warum versucht man es nicht bei Nick Woltemade?

München - Parallel zur am Wochenende begonnenen Klub-Weltmeisterschaft in den USA findet in der Slowakei die U21-Europameisterschaft statt. Bei diesem Kontinentalturnier stach an den ersten beiden Spieltagen bislang besonders ein Spieler heraus: Der VfB-Angreifer Nick Woltemade, bereits die positive Überraschung der Schwaben in der abgelaufenen Bundesligaspielzeit, Torschützenkönig des DFB-Pokals und dafür von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit zwei Startelfeinsätzen bei der Nations League Finalrunde belohnt.

„Allzweckwaffe“ Woltemade bei der U21-EM der Top-Scorer

Bei der Junioren-EM ist der 23-Jährige der absolute Topscorer: Nach seinem Hattrick beim 3:0-Auftaktsieg der Deutschen gegen Slowenien, darunter auch ein Elfmeter, sammelte er auch beim 4:2-Erfolg über Tschechien drei Scorerpunkte: Zwei Assists und ein überragender Kopfballtreffer. Diese Disziplin galt beim 1,98m langen vielseitig einsetzbaren Offensivspieler überraschenderweise als Schwachstelle. Nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:0 gegen den östlichen Nachbarn kann man diese getrost von der Liste nehmen.

Woltemade ist in der Offensive sowieso eine „Allzweckwaffe“: Hängende Spitze, Mittelstürmer, offensives Mittelfeld. Mit seinen überragenden technischen Fähigkeiten, seiner für die Größe sensationellen Wendigkeit, aber auch seiner - wenn nötig - rustikalen Durchsetzungskraft besticht der Schlacks in vielen Teildisziplinen. Und sollte damit längst auch auf der „Wunschliste“ des FC Bayern stehen.

Die Heimtrikots des FC Bayern der letzten 20 Jahre – ein Trikot wurde schon vor der Saison zum Klassiker

In der Saison 2005/06 ging der FC Bayern mit diesem roten Klassiker an den Start. Den Spielern um Mehmet Scholl und Martin Demichelis scheint es gefallen zu haben.
In der Saison 2005/06 ging der FC Bayern mit diesem roten Klassiker an den Start. Den Spielern um Mehmet Scholl und Martin Demichelis scheint es gefallen zu haben. © IMAGO / Martin Hoffmann / Sven Simon
Saison 2006/07: Ein Jahr später hatte sich das Design bereits deutlich verändert. Nun zierten drei Streifen die Ärmel und Hosen des Trikots.
Saison 2006/07: Ein Jahr später hatte sich das Design bereits deutlich verändert. Nun zierten die Trikots drei Streifen auf den Ärmeln und Hosen. © IMAGO / ActionPictures
Das Trikot der Saison 2007/08 sorgte mit seinen weißen Querstreifen für eine Menge Aufsehen. Neuzugang Frack Ribéry präsentierte das Trikot seines neuen Arbeitgebers damals stolz.
Das Trikot der Saison 2007/08 sorgte mit seinen weißen Querstreifen für eine Menge Aufsehen. Neuzugang Frack Ribéry präsentierte das Trikot seines neuen Arbeitgebers damals stolz. © IMAGO / MIS / Dean Pictures
Im Jahr danach liefen die Bayern-Stars im selben Heimtrikot auf. Lediglich das Auswärts- und das Europapokaltrikot veränderten sich.
Im Jahr danach liefen die Bayern-Stars im selben Heimtrikot auf. Lediglich das Auswärts- und das Europapokaltrikot veränderten sich. © IMAGO / MIS
2009/10 kamen die Bayern-Trikots dann wieder etwas klassischer daher. Auf weiße Streifen wurde verzichtet. Lediglich am Kragen, den Ärmeln und den Hosen waren weiße Details eingearbeitet.
2009/10 kamen die Bayern-Trikots dann wieder etwas klassischer daher. Auf weiße Streifen wurde verzichtet. Lediglich am Kragen, den Ärmeln und den Hosen waren weiße Details eingearbeitet. © IMAGO / Lackovic / Ralph Peters
2010/11 sah das dann schon wieder ganz anders aus. Die weißen Streifen waren zurück. Diesmal aber nicht quer, sondern längs.
2010/11 sah das dann schon wieder ganz anders aus. Die weißen Streifen waren zurück. Diesmal aber nicht quer, sondern längs. © IMAGO / Ulmer/Cremer
Das Heimtrikot der Saison 2011/12 wurde von den Bayern-Star Arjen Robben, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger präsentiert. Goldene Details zierten das neue Prachtstück.
Das Heimtrikot der Saison 2011/12 wurde von den Bayern-Star Arjen Robben, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger präsentiert. Goldenen Details zierten das neue Prachtstück. © IMAGO / Ulmer/Cremer
2012/2013 gab es keine Veränderungen am Heimtrikot. Das golden-rote Design kam bei Fans und Spielern offenbar gut an.
2012/2013 gab es keine Veränderungen am Heimtrikot. Das golden-rote Design kam bei Fans und Spielern offenbar gut an. © IMAGO / Ulmer/Cremer
Das änderte sich jedoch in der Saison 2013/14 wieder. Weiße Streifen ersetzten fortan die goldenen Details. Arjen Robben erzielte übrigens bereits im CL-Finale 2013 sein legendäres Tor in diesem Trikot.
Das änderte sich jedoch in der Saison 2013/14 wieder. Weiße Streifen ersetzten fortan die goldenen Details. Arjen Robben erzeilte übrigens bereits im CL-Finale 2013 sein legendäres Tor in diesem Trikot. © IMAGO / Annegret Hilse/ Sven Simon
Deutlich unkonventioneller wurde es dann in der Saison 2014/15. Blau-rote Längsstreifen machten das neue Bayern-Trikot zu einem echten Hingucker, auch wenn die Kombination auf den ersten Blick ungewöhnlich war.
Deutlich unkonventioneller wurde es dann in der Saison 2014/15. Blau-rote Längsstreifen machten das neue Bayern-Trikot zu einem echten Hingucker, auch wenn die Kombination auf den ersten Blick ungewöhnlich war. © IMAGO / Ulmer
Das Längsstreifen-Experiment hielt jedoch nicht allzu lange an. Schon in der Saison 2015/16 kehrte der FCB wieder zu seinen traditionellen rot-weißen Farben zurück.
Das Längsstreifen-Experiment hielt jedoch nicht allzu lange an. Schon in der Saison 2015/16 kehrte der FCB wieder zu seinen traditionellen rot-weißen Farben zurück. © imago sportfotodienst
Dabei blieb es auch in der darauffolgenden Saison. Ein leicht veränderter Kragen und Ärmel, sowie weiße statt rote Hosen, machten den Unterschied zum Vorgänger jedoch eindeutig.
Dabei blieb es auch in der darauffolgenden Saison. Ein leicht veränderter Kragen und Ärmel, sowie weiße statt rote Hosen, machten den Unterschied zum Vorgänger jedoch eindeutig. © IMAGO / ActionPictures/Ulmer
2017/18 feierten erneut Streifen ein Comeback. Diesmal jedoch deutlich dünner und in weiß gehalten.
2017/18 feierten erneut Streifen ein Comeback. Diesmal jedoch deutlich dünner und in weiß gehalten. © IMAGO / Sven Simon
Ein neues Jahr, ein neues Bayern-Trikot. Robert Lewandowski und Co. liefen in der Saison 2018/19 wieder in fast komplett roten Outfits auf. Ein paar weiße Streifen auf den Schultern und der Hose komplettieren den Look.
Ein neues Jahr, ein neues Bayern-Trikot. Robert Lewandowski und Co. liefen in der Saison 2018/19 wieder in fast komplett roten Outfits auf. Ein paar weiße Streifen auf den Schultern und der Hose komplettieren den Look. © FrankHoermann/SVEN SIMON
2019/20: In der Saison danach gab es sogar noch ein bisschen mehr Rot zu sehen. Die weißen Streifen auf Schultern und Hosen wurden durch rote Details ersetzt.
2019/20: In der Saison danach gab es sogar noch ein bisschen mehr rote Details. Die weißen Streifen auf Schultern und Hosen wurden durch rote Details ersetzt. © IMAGO / Sven Simon
2020/21 gab es auf den Trikots von Thomas Müller und seinen Kollegen wieder weiße Streifen zu sehen.
2020/21 gab es auf den Trikots von Thomas Müller und seinen Kollegen wieder weiße Streifen zu sehen. © IMAGO / ActionPictures
So sah das Heimtrikot der Saison 2021/22 aus. Zwei verschiedene Rot-Töne trafen in diesem Design auf weiße Akzente.
So sah das Heimtrikot der Saison 2021/22 aus. Zwei verschiedene Rottöne trafen in diesem Design auf weiße Akzente. © IMAGO / ULMER Pressebildagentur
2022/23 folgt die Rückkehr zu einem roten Trikot mit weißen Querstreifen. Damit erinnert das Design ein wenig an einige ältere Trikot-Designs.
2022/23 folgt die Rückkehr zu einem roten Trikot mit weißen Querstreifen. Damit erinnert das Design ein wenig an einige ältere Trikot-Designs. © IMAGO / Sven Simon
In der Saison danach können die Bayern-Fans dann wieder ein völlig anderes Design bestaunen. Diesmal ist das Trikot hauptsächlich weiß und wird von roten Details und roten Hosen ergänzt.
In der Saison danach können die Bayern-Fans dann wieder ein völlig anderes Design bestaunen. Diesmal ist das Trikot hauptsächlich weiß und wird von roten Details und roten Hosen ergänzt. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON
In der Saison 2024/25 hieß es wieder: Voller Fokus auf Rot. Die Shirts von Upamecano und Co. kommen auf den ersten Blick schlicht daher. bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch einige Details.
In der Saison 2024/25 hieß es dann wieder: Voller Fokus auf Rot. Die Shirts von Upamecano und Co. kommen auf den ersten Blick schlicht daher. bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch einige Details.  © IMAGO / Laci Perenyi
Auch um das mögliche Heimtrikot der Spielzeit 2025/26 gab es bereits eine Menge Wirbel. Leaks der Seite „Footy Headlines“ sollen das neue Design zeigen.
Auch um das mögliche Heimtrikot der Spielzeit 2025/26 gab es bereits eine Menge Wirbel. Leaks der Seite „Footy Headlines“ sollen das neue Design zeigen. © Footy Headlines

Gutes „Preis-Leistungs-Verhältnis“

Der gebürtige Bremer, der erst im Sommer 2024 ablösefrei von Werder Bremen zum VfB Stuttgart gewechselt ist, besitzt keine Ausstiegsklausel (sein rasanter Aufstieg wurde wohl von niemandem erwartet), laut Transfermarkt.de beträgt sein derzeitiger Marktwert „nur“ 30 Millionen Euro. Die Verantwortlichen des amtierenden deutschen Pokalsiegers wären aber wohl erst ab einer Ablösesumme von mindestens 40 Millionen Euro wirklich gesprächsbereit. Interessiert an ihm sollten nicht zuletzt die „üblichen Verdächtigen“ aus London - Arsenal und Chelsea - sein, aber auch der FC Bayern.

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Zwölf Tore in 28 Bundesligaspielen und fünf Treffer in fünf Pokalspielen waren Woltemades Werte beim VfB Stuttgart in der Saison 2024/25. In den acht CL-Spielen kam er jedoch nicht zum Einsatz, weil sich die VfB-Verantwortlichen in der Kaderplanung im Sommer 2024 auf fatale Weise verspekuliert hatten. Als Pokalsieger spielt der VfB 2025/26 zwar international in der Europa League, aber natürlich nicht in der Champions League.

Max Eberl & Co.: Übernehmen Sie für den FC Bayern

Bei Williams´ offensichtlicher Vorliebe für den FC Barcelona braucht man beim Rekordmeister keinen zweiten „Fall Wirtz“. Woltemades Gehaltforderungen und auch die Ablösesumme sollten zudem geringer als beim fast gleichaltrigen spanischen Europameister sein.

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Die Positionen sind zwar nicht identisch, der deutsche Nationalspieler ist aber flexibler einsetzbar, unter anderem auch als der viel diskutierte Ersatz für Harry Kane auf der Mittelstürmerposition. Auf den Außenpositionen hat FCB-Coach Vincent Kompany zudem mit Michael Olise, Kingsley Coman, Serge Gnabry und vielleicht auch Lennart Karl genügend Qualität.

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